#63 Puerto Escondido: A little paradise at the Pacific Ocean

Urlaub vom Reisen? Warum auch nicht?! Schließlich kann Reisen (im Sinne von etwas unternehmen, etwas erleben und ständig neue Eindrücke in sich aufnehmen) auch mal strapaziös werden. Reisemüdigkeit haben wir das erste Mal so richtig in Australien kennengelernt, als wir noch im Dachzelt gewohnt haben. Wir haben uns damals kurzerhand entschieden, so schnell wie möglich Arbeit und Wohnung zu finden und sind im beschaulichen Lennox Head gelandet. Es tut für Geist und Körper gut, für mehr als nur zwei oder drei Tage an einem Ort zu verweilen. Aufgrund dieser Erfahrungen haben wir uns ja auch in Guatemala für den einwöchigen Spanischkurs entschlossen. Nun wollen wir nach vielen kürzeren Stationen wenigstens sechs Tage lang am Strand des pazifischen Ozeans verbringen. La Punta Zicatela nahe des Küstenstädtchens Puerto Escondido wird für uns der einzige Ort sein, an dem ich in Mittelamerika surfen gehen kann.

Taking a holiday from traveling? Why not?! After all, traveling (in the sense of experiencing and constantly absorbing new impressions) can sometimes be exhausting. The first time we really got to know ‘travel fatigue’ was at the time when we lived in the rooftop tent in Australia. At that time, we decided to find work and accommodation as quickly as possible and ended up in laid-back Lennox Head. For our mind and body, it just feels good to stay in one place longer than just two or three days. Based on this positive experience, we also decided to take the one-week Spanish course in Guatemala. Now, after many short stops here and there, we want to spend at least six days on the beach at the Pacific Ocean. La Punta Zicatela near the coastal town of Puerto Escondido will also be the only place where I can go for a surf in Central America.

Bis auf das Surfen, ein paar Strandrestaurants und Straßenhunde gibt es hier nicht viel. Wir haben uns eine sehr schöne Unterkunft mit Pool und Klimaanlage gegönnt. Das hat sich auch mehr als gelohnt, denn von 12 Uhr bis zum frühen Nachmittag herrscht eine zermarternde Hitze. Ich stehe jeden Morgen um sechs Uhr dreißig auf, um die beste Zeit zum Surfen zu erwischen. Nicht nur aufgrund der angenehmen Temperaturen so früh morgens, denn die Wellen sind relativ klein und daher auch von Anfängern surfbar. Ab acht Uhr werden Unmengen von surfwilligen Touristen von ihren Surflehrern in die Wellen geschoben, ohne Rücksicht auf andere oder auf Regeln. Mir graut es innerlich davor, solchen „Surfern“ in Frankreich oder Spanien im Wasser zu begegnen. Bitte: macht in Europa nochmal einen Kurs und lernt wenigstens die wichtigsten Regeln und wie man eine Welle anpaddelt. Nicht überall wird man in die Welle geschubst.

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There is not much around here, except good surf, a few beach restaurants and street dogs. We booked a very nice accommodation with pool and air conditioning, which was definitely worth it because there is a searing heat during the day. I get up every morning at 6:30 am to get the best surf. It’s not only because of the pleasant morning temperatures. Waves here are small and suitable for beginners. So from eight o’clock onwards, local surf teachers are pushing paying tourists into the waves while ignoring others or any rules. I am afraid to encounter such „surfers“ in France or Spain in the water. Please take another few lessons in Europe again and at least learn the most important rules and how to paddle into a wave. You´re not always getting comfortably pushed into the waves.

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Auf der Busfahrt von Oaxaca nach Puerto Escondido lernen wir Sam kennen, einen supernetten Briten. Er hat drei Monate Surftrip quer durch Mittelamerika vor sich. Mit ihm verbringe ich die nächsten Tage frühmorgens und spätnachmittags in den Wellen und es macht super viel Spaß. Bis dann wieder die Surfschulen anrücken. Oder eine Horde richtig guter Mexikaner, die dann das Lineup beherrschen. Abends schlürfen wir mal gemeinsam einen Cocktail und Lotti quetscht Sam über den bevorstehenden Brexit aus. Ansonsten machen wir nicht viel. Die Liegen am Pool in unserem Hotel sind sehr einladend und auch regelmäßig von uns besetzt. Lotti arbeitet an ihrer Bräune, bzw. an der Produktion weiterer Abermillionen von Sommersprossen. Die Gäste aus den ersten zwei Nächten sind abgereist und haben im Kühlschrank leider ihr Corona vergessen. Da wir ansonsten die einzigen Gäste sind, haben wir uns erbarmt und genehmigen uns immer mal wieder ein kühles Bier. Macht sich übrigens auch sehr gut beim Betrachten des Sonnenuntergangs am Strand. Die Straßenhunde raufen sich genau dann auch alle zusammen und spielen Fangen im Sand.

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During the bus ride from Oaxaca to Puerto Escondido we meet Sam, a super friendly British guy. He is just at the starting point of his three-month surf trip across Central America. We are spending the next early mornings and late afternoons in the waves together and have a lot of fun. Well, until the surf schools show up. Or a bunch of really good Mexicans, who then dominate the lineup. In the evenings, we kill some cocktails together and Lotti asks Sam about the upcoming Brexit. Otherwise there is not too much to do. The beach chairs at the pool in our hotel are very inviting and also regularly occupied by us. The other guests from the first two nights have left and unfortunately left their corona in the fridge. As we are the only other guests at the moment, we feel obliged to finish their beer for them. Drinking beer does also nicely gets along with watching the sunset on the beach. The street dogs all come together and play catching in the sand.

Um wenigstens doch mal etwas zu unternehmen, liegen wir mal für ein paar Stunden nicht auf den Liegen an unserem Pool, sondern auf Liegen in einer kleinen Bucht in Puerto Escondido, in der keine Wellen brechen. Ja, wir liegen viel. Ist ja gerade auch Urlaub und nicht Reisen. In der Bucht kann man hervorragend im 30 Grad warmen Wasser dümpeln. Von hier aus starten wir einen anderen Tag auch auf eine Bootstour, um ein paar Kilometer vor der Küste nicht nur Delfine zu sehen, sondern auch mit ihnen zu schwimmen. Letzteres stellt sich leider als fast unmögliches Unterfangen heraus, denn die kleine Gruppe Delfine sind ziemlich scheu und schwimmen schnell weiter. Beeindruckend finde ich aber noch das Plankton, was in der scheinbar unendlichen Tiefe des blauen Ozeans glitzert. Wir sehen auch die ein oder andere Meeresschildkröte. Die armen Tiere sind nicht gerade die schnellsten, und bevor ein Exemplar fix abtauchen kann, ist der Skipper schon über Board gesprungen und hält die Schildkröte fest. Sie wehrt sich halbherzig, scheint dieses Prozedere aber schon zu kennen. Was sie wohl denken mag? Schon wieder diese Touristen mit ihren GoPros und Smartphones, die sie mir ins Gesicht halten, als sei ich die einzige Schildkröte auf dieser Welt… Immerhin werde ich gleich wieder losgelassen, und dann tauche ich ganz tief hinab.

Es wird Zeit wieder weiterzureisen. Auch wenn wir noch auf der Yucatan-Halbinsel viel vor uns haben, sind wir kopfmäßig schon ein kleines bisschen auf der Heimreise.

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To change the scene, we change the pool loungers for beach chairs at a small bay in Puerto Escondido where no waves break. Taking into account that the water temperature is around 30 degrees, taking a dip is not really a cool-off, but we still enjoy the crystal clear water. From this bay we also start a boat trip the other day, aiming to swim with dolphins a few kilometers off the coast. Unfortunately, this turns out to be almost impossible, as the small group of dolphins are rather shy and swim away pretty fast. But I also like the plankton, which glitters in the seemingly endless depth of the blue ocean. Moreover, we also see a few sea turtles. The poor animals are not the fastest, so the skipper has an easy job jumping over board and catching a turtle with his bare hands. She defends herself half-heartedly, but already seems to know this procedure. What is she thinking? Again, these tourists with their GoPros and smartphones, taking pictures of me as if I was the only turtle in the world … as soon as I’ll be released, I will dive very deep…

It´s time to travel again. Even though we still have a lot to do on the Yucatan Peninsula, our mind is already preparing to return home soon.

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#53 Honululu: Our first days on the island of Oahu

Wir sind in Hawaii. WIR SIND IN HAWAII! Oder heißt es doch “auf” Hawaii? Egal, ich kann es immer noch kaum fassen. Es fühlt sich an wie Weihnachten und Geburtstag gleichzeitig. Nach neunstündigem Flug über den Pazifik landen wir pünktlich um sechs Uhr morgens auf Oahu, einer der Hauptinseln Hawaiis. Nachdem wir an der Grenzkontrolle zwei Möhren, fünf Erdbeeren, einen Apfel und eine Packung Cherrytomaten abgeben müssen (Reste unseres Verpflegungspakets, da wir mal wieder mit einem Billigflieger unterwegs waren) und unseren Mietwagen abholen, kann das Hawaii-Abenteuer losgehen.

We are in Hawaii. WE ARE IN HAWAII! Or is it “on“ Hawaii? I don’t know or care, but I still cannot believe this is really happening. After a long and not so comfy 9-hour flight we are landing at 6 am on Oahu, one of the main islands of Hawaii. At border control, we have to give away the rests of our food package we took on the flight (because Jetstar does not even provide you with water). After we got to our rental car, the Hawaiian adventure can finally start.

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Die letzten Tage in Australien stecken uns noch in den Knochen. Die 1800 kilometerlange Rückfahrt nach Sydney, der Verkauf unseres Autos und das Packen unserer Rucksäcke war wahrlich kein Zuckerschlecken. Wer sich noch nach einer kleinen Zusammenfassung unseres Abenteuers in Australien sehnt, für den haben wir ein kleines Video zusammengeschnitten, welches ihr auf dieser Seite findet.

The past days in Australia were kind of stressful – driving back 1800 kilometres to Sydney, sell our car on time, and of course, pack our bags (which means to also get rid of a lot of things). The ones of you who would like to watch a little summary of our Australian adventure – we just uploaded it on our travel video site.

Zurück nach Hawaii. Da wir unser Airbnb, welches etwas außerhalb der Hauptstadt Honolulu liegt, erst gegen 10 Uhr morgens beziehen können, entscheiden wir uns spontan, erst einmal zum berühmten Waikiki Strand zu fahren. Nach nur wenigen Stunden Schlaf sehnen wir uns beide nach einem Eiskaffee, schlüpfen ins Strandoutfit und setzen uns unter die nächste Palme. Es ist ein verrücktes Gefühl, wenn man bedenkt, dass wir gestern noch bei australisch-winterlichen Temperaturen in Sydney gesessen haben. Was noch verrückter ist: Wir erleben Samstag, den 18. August, gerade ein zweites Mal, da wir über die Datumsgrenze geflogen sind. Das heißt, diese Woche hat für uns acht Tage. Und während ich am Samstag gestern noch meine letzten Sachen in Sydney gepackt habe, liege ich am heutigen Samstag bei 28 Grad an Hawaiis berühmtesten Strand und beobachte, wie sogar Hunde auf Surfbrettern stehen.

Back to Hawaii. Due to the fact that we can move into our Airbnb by 10 am, we decide to spend the time waiting at Honolulu’s (or Hawaii’s?) most famous beach: Waikiki. With a lack of sleep, there is nothing more rewarding and comforting than an iced coffee. We get ourselves dressed beach-appropriately and find the next palm tree to sit underneath. It’s crazy that only a few hours ago, it was freezing cold in Sydney. Funnily enough, we are actually experiencing Saturday, the 18thof August twice, because we flew over the International Date line. So yesterday on Saturday, I was packing my last things. And today on Saturday, I am sitting at the beach watching hundreds of surfers in the water (we even see a dog on a surfboard). How crazy is that?

Nach einem kleinen Powernap in unserer Unterkunft fahren wir zur Made in Hawaii Ausstellung. Hier gibt es alles, für was Hawaii wohl berühmt ist: Hawaii-Hemden, Ukulelen, Blumenketten… wir schauen uns ein wenig um, dürfen ein paar lokale Köstlichkeiten probieren und bleiben am Ende in der Entertainment-Arena hängen, wo eine dreiköpfige hawaiianische Band gerade ein kleines Konzert gibt. Die Stimmung ist super, die Musik lässt sofort Urlaubsstimmung aufkommen, und als eine ältere Dame sogar noch Hula auf der Bühne zum Besten gibt, ist es um mich geschehen: Ich habe mich offiziell in Hawaii verliebt.

After a little powernap in our tiny Airbnb, we go to explore the “Made in Hawaii” fair, which is happening this weekend. We stroll around the various stands which obviously try to sell everything Hawaii is famous for – Hawaii shirts, ukuleles, flower garlands… we end up listening to a small Hawaiian band which truly knows how to entertain the crowd. It is so much fun to watch them play, and after an older Hawaiian lady decides to dance Hula to the music, I can’t deny it anymore: I am officially in love with Hawaii.

Gegen Abend schauen wir uns noch eine weitere Hula Gruppe an. Am Royal Hawaiian Center (welches zu einem der populärsten Hotels der Insel gehört) gibt es jeden Abend kostenlose Auftritte. Wir lernen einiges über die Bedeutung des Hula-Tanzes, die verschiedenen Stammesrituale und wie wichtig es ist, diese Kultur an die nächste Generation weiterzugeben. Die meiste Zeit starre ich wie gefesselt auf die Tänzerinnen, und ich kann nicht anders, als zu behaupten, dass Hula der wahrscheinlich schönste Tanz der Welt ist.

In the evening, we decide to watch another hula performance in Waikiki. At the Royal Hawaiian Center (which belongs to the famous Royal Hawaiian Hotel) you can watch free Hula performances nearly every evening. While watching, we learn a lot about the meaning of Hula, the differences of Hula according to the tribes and how important it is to make sure the next generation dances Hula as well. Most of the time, I cannot take my eyes of the dancers. It is probably the most beautiful dance I’ve ever seen. It’s so pure, and divine, and magical.

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Am nächsten Tag stehen wir früh auf. Einerseits, um dem Jetlag entgegenzuwirken, andererseits auch, da die Temperaturen um sieben Uhr morgens bereits über 20 Grad liegen und wir vorhaben, auf den Koko Headhochzuwandern. Wobei wandern bei diesem Treck vielleicht die falsche Bezeichnung ist. Der Weg auf den 368 Meter hohen Vulkankrater ist eher bekannt als „Koko Head Stairs“ und gehört zu einem der populärsten Trecks der Insel. Man läuft auf ehemaligen Tramgleisen, die im zweiten Weltkrieg dazu benutzt wurden, um Vorräte und Gerätschaften in die auf der höchsten Spitze des Vulkankraters liegenden Bunker zu transportieren. Insgesamt zählt der Weg über 1000 „Stufen“ und ist an der stärksten Neigung über 50 Grad Steil. Es sollte also etwas anstrengender werden, als auf die Halde Hoheward hochzulaufen.

It’s an early morning the next day. We want to climb the Koko Head before it’s too getting too hot. The trail up on the 366-meter-high volcanic crater is also known as “Koko Head Stairs” and one of the most popular hikes in Hawaii. You are actually walking on the old tram ties which were used in World War 2 to get supplies to the bunkers located on top of the crater. In total, there are more than a 1000 “stairs” to take – this should be a good and sweaty workout for us I guess.

Ausgerüstet mit genügend Sonnenschutz und Wasser geht es los. Die ersten hundert Meter sind noch einfach zu bewältigen, aber dann nimmt die Steigung extrem zu. Schweißperlen laufen ununterbrochen an mir herunter, und mein Puls schlägt auf Maximalgeschwindigkeit. Wir müssen einige Male anhalten, verschnaufen, unseren Wasserhaushalt auffüllen und den Ausblick genießen. An einigen Stellen ist es so steil, dass wir auf allen vieren die Tramgleise hinaufklettern. Die Motivation lässt dennoch nicht nach, sieht man doch einige duzend Menschen die gleichen Qualen ins Gesicht geschrieben. Nach einer dreiviertel Stunde ist es geschafft: die letzten Meter überwinde ich mit zitternden Beinen und bin überwältigt vom Ausblick. Aber seht selbst:

Prepared with enough water and a hat we are starting the stair workout. While the first one hundred meters are easy to walk, the incline rises extremely quickly. Sweat drops are making their way down my body and my heart rate is at its maximum speed. We have to stop a few times, catch some breath, fill up our water levels and enjoy the fantastic view. At a few points the slope gets so steep that I find myself crawling up the ties. Still, we are highly motivated to make it, and a quick look on all the other struggling people around us eases the pain tremendously. After very long 45 minutes we finally climb the last few stairs (me with shivering legs) and are blown away by the panoramic view.

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Der Rückweg stellt sich nicht leichter heraus als der Aufstieg. Schlussendlich entscheide ich mich, die steilsten Teile auf meinem Popo herunterzurutschen. Sicher ist sicher. Wir sehen Leute, die mehrere Male täglich hoch- und wieder herunterlaufen. Ein Mann erzählt uns, dass es bereits sein dritter Aufstieg am heutigen Tage ist. Selbst die Army scheint die Strecke zu nutzen (aber wohl eher privat), um ihre Soldaten fit zu halten. Wer weiß schon, mit wem Amerika sich als nächstes im Krieg befindet.

The way back isn’t easier as the way up. At one point, I decide that it is easier (and safer) to just slide down the steep parts on my butt. We meet people, who do the trail several times a day. One guy tells us it is already his third time up today. Even the army seems to use the trail to keep their soldiers fit. And who knows when America will start the next war, right?

Den Rest des Tages verbringen wir in Hanauma Bay. Die Bucht ist wunderschön, aber leider auch sehr gut besucht. Zum Schutz des Korallenriffs in der Bucht müssen wir uns einen kurzen Informationsfilm ansehen. Nichts anfassen, nichts füttern, und bloß nicht auf die Korallen stellen. Für uns ist das nicht neues, aber wir sehen später trotzdem viele Touristen, die sich aufs felsige Korallenriff stellen. Kein Wunder also, dass vieles in Strandnähe bereits zerstört ist. Wir unterhalten uns mit einheimischen Freiwilligen, die hier versuchen, die Besucher für das Thema Umweltschutz zu sensibilisieren. Eine schwierige Aufgabe, gerade, da Hawaii so abhängig vom Tourismus ist. Aber wusstet ihr, das Hawaii vor ein paar Monaten ein Gesetz verabschiedet hat, das am 2021 den Verkauf von ozeanschädlicher Sonnencreme verbietet? Hier ist ein sehr interessanter Artikel, der über dieses Thema informiert. Auch wir rüsten uns mit biologisch abbaubarer Sonnencreme auf, die wir in Hanauma Bay sogar gegen den Eintausch unserer alten, oxybenzonhaltigen Sonnencreme vergünstigt kaufen können. Es gibt schließlich nichts wichtigeres, als unsere Natur zu schützen, und was ist einfacher, als am Strand einfach eine zinkhaltige Sonnencreme zu benutzen.

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The rest of the day we are sunbathing at Hanauma Bay. The beach is beautiful and the water is full of corals and fish, but it’s also super crowded by tourists. In order to save the reef and the bay, everyone that wants to enter the Bay has to watch an information video about how to behave. It’s nothing new for us, but still we see many tourists who step onto the corals without caring, and a lot of the corals close to the beach we find already dead. At one stand, we talk with some Hawaiian volunteers for a while who try to preserve the beautiful nature here. It’s a difficult job, having in mind that Hawaii is dependent on tourism mostly. But did you know that the Hawaiian state actually adopted a bill a few months ago that bans the use of chemical sunscreen from 2021? I think it’s a great start to save the reefs and most sun lotion causes bleaching and death to the corals. And because there is nothing more important than saving our nature, we also use reef-friendly sun lotion from now on.

bis bald charlotte

 

#50 Coolangatta/Lennoxhead: Whale-watching, village life and becoming 25

Wie ist das Dorf-Leben in Lennox Head? Ich würde sagen – nicht gerade sehr aufregend, aber trotzdem irgendwie schön. Es ist das erste Mal, dass ich in so einem kleinen Dorf lebe, und gerade nach meinen Erfahrungen in Sydney oder auch Hong Kong eine ganz schöne Umstellung. Lennox Head zählt gerade einmal eine Handvoll Restaurants, Cafés und Bekleidungsläden. Dazu gibt es noch zwei „Bottle Shops“ (Bottle-Shops sind Läden, die Alkohol verkaufen können – einer ist sogar ein Drive-Through), eine Post, ein Gemeindezentrum, zwei Frisöre, eine Bäckerei und ein winziger Supermarkt. Selbst die Bochumer Straße in Recklinghausen bietet da also mehr Einkaufserlebnis.

How is the village life in Lennox Head? I’d say – not really excited but still beautiful. It is the very first time for me to live in such a small town, and especially after my big city life in Sydney and Hong Kong, this means a serious change for me. Our town’s main street only counts a few restaurants, cafés and small shops. In addition, we’ve got two bottle shops (one of them is even a drive-through), a post office, a community centre, two hairdressers, a bakery and a tiny little supermarket. Everything to survive, but not really offering a thrilling shopping experience.   

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Um drei Uhr nachmittags werden hier in Lennox die ersten Bordsteine sprichwörtlich hochgeklappt, und nach 19 Uhr sind die Straßen fast wie leergefegt. Wobei sich das „wuselige“ Dorfleben sowieso eher in den Morgenstunden abspielt, wo jeder sich zum Kaffeetrinken oder Surfen trifft. Die Einwohner sind loyal zu ihren Lieblingscafés – wenn mein Café um sieben Uhr morgens die Türen öffnet, begrüßen wir tatsächlich jeden Tag dieselben Gäste. Ich kenne inzwischen alle Namen und könnte genau angeben, wer um wieviel Uhr an der Türpforte steht und welchen Kaffee bestellt. Menschen sind halt Gewohnheitstiere.

Because Lennox it’s a village, not many shops have opened after 3 pm. I’d even say that you won’t come across anyone after 7 pm. However, most of the buzzing village life unfolds in the early morning hours, when everyone crawls outside to get some coffee or go surfing. The Lennox people can be described as quite loyal to their favourite cafés and places – when the café where I work at opens at 7 am, we welcome the same guests every day. I bet that I can tell you all of their names, when they approximately arrive and what they are going to order. It sounds crazy, but all humans are just little creatures of habit.

Momentan arbeite ich sechs Tage die Woche. Die Arbeitszeiten sind angenehm, ich habe mich inzwischen ans frühe Aufstehen gewöhnt und ab 15 Uhr beginnt meistens meine Freizeit. Neben einem Spanisch-Kurs habe ich mich im örtlichen Fitnessstudio angemeldet, die mich beim Dorffest mit einer dreißig Tage Mitgliedschaft für 30 Dollar geworben haben. Ich mache viel Yoga am Strand, genieße die Sonne auf unserem Balkon oder halte Ausschau nach Walen, die momentan zu tausenden an der Küste vorbeiziehen. Selbst von unserem Strand konnte ich letzte Woche schon zwei Wale aus dem Wasser springen sehen. Gut, so leichtfüßig sind die beiden Tiere nicht aus dem Wasser „gehüpft“, aber es war tatsächlich das Beeindruckteste, was ich bislang gesehen habe. Da konnte selbst unsere Whale-Wachting Tour in Neuseeland nicht mithalten.

At the moment, I’ll work around six days a week. That sounds tough, but my shifts are pretty nice. Getting up early in the morning (I’m already used to that), and enjoying free time after 3 pm. Not mention that I usually tend to go to bed early nowadays, but hey, sleep is everything. I also started to take Spanish lessons (you might guess what is happening the upcoming months) and subscribed to the local gym (they got me with a 30 days for 30 bucks offer). Besides these stressful commitments, I do yoga at the beach, enjoying the sunshine on our balcony or do some whale-watching. Last week, I just found myself spotting two massive whales jumping out of the water. They went on jumping for at least 20 minutes, and I cannot describe you how grateful I felt. Even our whale-watching flight in New Zealand was nothing compared to that.

Zum Geburtstag der Queen (an dieser Stelle herzlichen Glückwunsch zum 92. Geburtstag) hatten wir letzte Woche Montag einen freien Tag, und sind für eine Nacht nach Coolangatta gefahren. Bereits um halb sechs morgens ging es zum ersten Halt an das Cape Byron, wo wir bibbernd in der Kälte ausharrten, um den Sonnenaufgang und (hoffentlich) die ersten Wale zu bestaunen. Ja, der australische Winter lässt auch an der Küste nicht auf sich warten. Während es im Inland (ungefähr 400 Kilometer südlichwestlich von uns entfernt) bereits 70 cm Neuschnee gegeben hat (!) frieren wir hier nachts bei Außentemperaturen von um die 8 Grad. Da die Häuser hier eher die Bezeichnung „Strandhüttte“ verdient haben und die in Deutschland populären Begriffe „Isolierung“ und „Dreifachverglasung“ hier ein kategorisches Fremdwort sind, ist es auch im Haus ungemütlich kalt. Was für mich bedeutet, dass ich ohne Wärmeflasche (und Pulli) nicht ins Bett gehe. Kälter soll es hier in Lennox aber Gott sei Dank nicht mehr werden – ansonsten müsste ich mich tatsächlich auch noch einmal mit wärmeren Klamotten versorgen – als ich vor fast neun Monaten meinen Rucksack gepackt habe, war mir irgendwie nicht bewusst, dass es in Australien im Winter auch schneien kann. Immerhin wissen wir, dass Aldi auch in Australien Skiunterwäsche vertreibt.

Due to the birthday of Queen Elizabeth (Happy Birthday old lady) Marius and I got a day off from work and took the opportunity to explore more of the coastline around us. We decided to drive to Coolangatta, which is around an hour drive away from here. Already at six o’clock in the morning we drove to Cape Byron to enjoy the sunrise and spot the first whales of the day. On the pictures, you might notice that we look like we’re on a ski vacation – I don’t have to tell you how freezing cold it is here in the mornings. Yes, it is winter now in Australia and that means, that at nighttime, we enjoy temperatures around 8 to 10 deegrees. In the inland, it snowed more than 70 centimetres just a few days ago! Due to the fact that houses here in Lennox can generally be described as beach shacks and popular German words like “triple glazing” or “insulation” are rather alien concepts in Australia, my sleeping outfit usually includes a jumper and a hot-water bottle. Luckily, it won’t get any colder at the coast. Otherwise, I probably had to buy winter-proof clothes, because I naively packed my backpack nine months ago without even imagining that there could be snow in Australia. At least I know now that you can also get skiing underwear at Aldi Australia.

Viele werden jetzt bestimmt einen kleinen Aufschrei unterdrücken – was, du bist bereits seit fast neun Monaten unterwegs? Ähm ja, auch wenn ich es selbst gar nicht fassen kann. Wenn ich mir alte Blogartikel anschaue und sehe, was ich bzw. wir schon alles erlebt haben, fühlt es sich wirklich ein wenig surreal an. Und dass dies bereits der 50. Artikel (!) ist, verdient ein wenig Applaus, oder?

 At lot of you might be shocked that I am already nine months away from home. Yep, I don’t even realize myself. Reading old blog articles (which I do a lot lately) and seeing what we have experienced so far, is truly crazy. And that this is even the 50. (!) article on the blog sounds even surreal.

Aber zurück zu unserem frühmorgendlichen Abenteuer. Das Meer war spiegelglatt und bot die perfekten Bedingungen, um die Wasserfontänen der vorbeiziehenden Wale zu entdecken. Auch wenn ich es vorher nicht für möglich gehalten hätte, aber wir waren um kurz nach halb sieben Uhr morgens tatsächlich nicht die einzigen Zuschauer. Australier sind und bleiben die absoluten Frühaufsteher. Erinnert ihr euch noch an die Anektdote von unserem letzten Sonnenaufgang in Coogee Bay? Different place, same story – selbst bei uns im Dorf beginnt um sechs Uhr morgens das tägliche Bootcamp am Strand.

But let’s get back to our early morning adventure. The sea was super calm and provided the perfect conditions to spot the whales’ water fountains. Of course, we weren’t the only early birds this morning. I’ll always remember Australians as the craziest early bird nation – just think back at our sunrise tour at Coogee Bay. Different place, same story – even in Lennox, people train in a boot camp at 6 o’clock in the morning.

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Mein Tee war inzwischen kalt, als wir die erste Fontäne einige Meter entfernt von der Küste entdeckten. Der Buckelwal, der nach einiger Zeit sogar aus dem Wasser sprang, wirkte ziemlich klein und schien noch ein Jungtier zu sein. Wir wissen inzwischen, dass ab Mai erst die Jungtiere und die Mütter mit Kälbern ihren Weg in die tropischen Gewässer beginnen, bevor dann die älteren und größeren Tiere folgen. Insgesamt wandern mehr als 30.000 Wale bis Oktober an der australischen Ostküste entlang.

My tea was already cold when we finally saw the first fountains after freezing in the cold for 20 minutes. The humpback whale, that even jumped out of the water after a while, still seemed pretty small and rather young. We now know that in the months May to June, the young and the mothers first start their travel to the tropical waters before the older males and females continue. In total, more than 30.000 whales will migrate until October at the Australian East Coast.

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Mit einem warmen Kaffee bewaffnet machten wir uns auf zu den nächsten Stränden, die auf dem Weg nach Coolangatta liegen. Jeder Strand war wunderschön weiß, das Wasser türkisblau und in der Ferne sahen wir meist immer den ein oder anderen Wal. Was ein Paradies! Zum Mittag checkten wir in unser gemütliches AirBnB ein, welches wir für die Nacht gebucht hatten und bummelten ein wenig an der Strandpromenade von Coolangatta. Die Stadt ist ungefähr eine Stunde Autofahrt von Lennox Head entfernt und liegt neben der Gold Coast – auf den Bildern könnt ihr im Hintergrund die mächtige Skyline der Goldküste erspähen. Coolangatta gehört bereits zum Bundesstaat Queensland, ist aber mit der Nachbarstadt Tweed Heads (die zu New South Wales gehört) verschmolzen – allein an der Einkaufsstraße weist ein Grenzmonument auf die fragwürdige Grenzlinie zwischen beiden Städten hin. Wie es sich zu einem Kurzurlaub gehört, habe ich mir eine Pediküre gegönnt, während Majo die Wellen am berühmten Surfspot Snapper Rocks getestet hat. Zum Abendessen sind wir zum lokalen Italiener gegangen, haben uns die Bäuche mit Pizza und Tiramisu vollgeschlagen und die Seele baumeln lassen. Ein richtiger Urlaub vom Urlaub halt (bzw. von unserer Weltreise).

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After getting ourselves a coffee, we drove further to the next beaches that are situated on the way to Coolangatta. Every beach was more beautiful, the sand white and the water crystal clear. On top of that, we easily spotted whales at the other beaches, too. The first indicator was usually a little water fountain in the distance. What a paradise! At lunchtime, we checked in at our Airbnb in Tweed Heads. It is the neighbouring city of Coolangatta but still belongs to New South Wales (while Coolangatta is in Queensland), but you don’t really notice that you are in two different cities because they have literally grown together so much. The only thing that reminds you that you’re stepping on different state territory is the little border monument close to the shopping street. While one side of the street is in New South Wales, the other side is in Queensland. A very confusing situation. Both towns are close to the Gold Coast. On the pictures, you can see the massive skyline in the distance. Because our two-day trip was declared as vacation, I got myself a pedicure, Marius went surfing at Snapper Rocks and we ended up having dinner in a really nice Italian place. After tons of pizza and tiramisu, we felt completely relaxed and on vacation mood. But somehow it is funny to write that we actually took a vacation from the vacation (or how else should I describe our world trip?).

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Letzte Woche war auch mein Geburtstag – es war schon ein komisches Gefühl, nicht zu Hause zu sein, aber ich habe (trotz meiner Arbeitsschicht) einen schönen Tag verbracht – mit obligatorischer Geburtstagstorte und, passend zu den australischen Temperaturen, Glühwein. Da ich ja ansonsten immer strahlendem Sonnenschein, Sommer, frischen Erdbeerkuchen und gekühltes Bier mit meinem Geburtstag assoziiere, war mein 25. Geburtstag eine interessante (wenn auch nicht willkommene) Abwechslung. Wann werde ich schon jemals wieder einen Geburtstag im Winter feiern? Es war eine einmalige Erfahrung wert (aber ich war zugegebenermaßen ein wenig neidisch, mir die Wettervorhersage für Deutschland anzuschauen!).

An dieser Stelle noch einmal vielen, vielen Dank an alle Glückwünsche, die mich über WhatsApp, Facebook und sogar per Post erreicht haben. Ich habe mich sehr über eure Nachrichten gefreut und kann es kaum erwarten, meinen Geburtstag mit euch nachzufeiern, wenn ich dann mal wieder zu Hause bin. Bis dahin bleibt gespannt, was Majo und ich noch alles erleben!

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Last week, I also turned 25. It was a weird feeling not being at home, but (although I also had to work) it was still a nice birthday – with birthday cake, and, in consideration of the cold temperatures, mulled wine. Usually, I celebrate my birthday in German summer, which means high temperatures, sunshine, and cold beer. I remember it only rained once on my birthday. Well, this birthday will be remembered as the only birthday I had in winter. It was an interesting experience, but let’s be honest, I can’t wait to go back to normal next year. I just missed my strawberry cake too much.

At this point, I also want to thank you to all the nice birthday wishes that I received via WhatsApp, Facebook or even mail. I felt so blessed to receive all of your messages and can’t wait to celebrate my birthday with you once we are back (although that might take some time). Right now, we still have some energy left for adventures and exploring!

bis bald charlotte

Ergänzung von Marius: Ja, es ist kalt und nachts ganz schön frisch. Aber so richtig winterlich ist es nicht wirklich. Tagsüber erreichen die Temperaturen oft noch die 20 Grad Marke und das Wasser ist sogar noch ein, zwei Grad wärmer! Meinen dicken Neoprenanzug muss ich noch nicht auspacken, es sei denn, es herrscht mal wieder ein eisiger Wind aus Südwest (ja, aus der Richtung, wo 400 km entfernt Schnee liegt). Dazu ist der hiesige Winter von längeren Trockenperioden gekennzeichnet. Wir haben also oft tagelang strahlend blauen Himmel und die Sonne verliert Down Under eben nie so richtig ihre Kraft. Gestern übrigens nochmal 50+ Sonnencreme eingekauft…

What Marius wanted to add to this article: Yes, it is cold especially at night. But you can’t compare it to the German winter. During the day, we still enjoy temperatures around 20 degrees and the water is even 22 degrees warm. I haven’t even started to wear my thick wetsuit yet, only if the wind comes from southwest (because 400 kilometres southwest from here, you’ll find the first snow). In addition to that, it rarely rains here in Lennox in the winter. Therefore, we usually enjoy countless days of blue sky and sunshine, and to be honest, the sun here in Down Under is still strong in winter. We just bought a new 50 SPF sun lotion yesterday…

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#48 Lennox Head: Hello from the paradise side of life!

Es sind mittlerweile drei Wochen vergangen, seit wir aus unserem Dachzelt in ein gemütliches und sehr geräumiges Zimmer in Lennox Head gezogen sind (hier kommt ihr zum letzten Eintrag). Da Lotti ja sofort als Barista in einem örtlichen Café angeheuert wurde, macht sich recht schnell ein angenehmer Alltag bemerkbar. Etwa eine Woche später kommt auch meine Arbeitssuche zu einem positiven Ergebnis: ich arbeite nun als Kellner in einer Tapas- und Cocktailbar namens Shorty´s und komme auf knapp 20 Stunden die Woche. Ich habe spaßeshalber mal die Route zu Fuß bei Google eingegeben: das Shorty´s ist exakt genauso weit von unserem Apartment entfernt, wie das Bat Country von unserem damaligen Zuhause in Sydney, nämlich 550 Meter. Doch hier kann ich einen Teil der Strecke am Meer entlanglaufen, was mich irgendwie immer glücklich macht. Die Arbeit als Kellner unterscheidet sich im Prinzip nicht groß von dem, was ich aus Sydney gewohnt bin. Allerdings steckt hier in Lennox Head ein etwas anderes Konzept dahinter. Viele Gäste reservieren vorher einen Tisch und es gibt eine relativ komprimierte Stoßzeit zwischen 18 und 20 Uhr, in denen bis zu 80 Gäste mit Getränken und Essen versorgt werden müssen. Dafür ist meistens gegen neun oder zehn Uhr abends Schluss und wir können den kompletten Laden aufräumen. In Sydney hingegen haben wir noch viele spontane Gäste nach 22 Uhr begrüßen können und ich war insbesondere am Wochenende erst nach null Uhr fertig. Beide Bars glänzen mit exzellenten Cocktails, die ich so noch nicht in Deutschland gefunden bzw. getrunken habe. Und die Auswahl der Tapas hier im Shorty´s gefällt mir wirklich sehr gut.

It has been three weeks now since we moved from our rooftop tent into a cosy and spacy room in Lennox Head. Because Lotti could immediately start as a barista in one of the local cafés, a nice daily routine quickly replaced our travel-overloaded minds. A week later my job search also came to a positive result: I am now working as a waiter in a tapas- and cocktail bar called Shorty´s for around 20 hours a week. I´ve just checked the walking distance on google maps: I enjoy the same walking distance to Shorty´s than I did in Sydney, where I worked at Bat Country – just 550 metres. The good thing here is that I can walk parts of the way along the ocean, which somehow makes me happy. The work as a waiter is pretty much the same what I am used to from Sydney. But there is quite a different concept in how the bar is run here in Lennox Head, as we have not many of those spontaneous walk-in guests like at Bat Country. Many guests have a reservation and there is a relative stuffed and busy time between six and eight, where we take care of up to 80 hungry and cocktail-thirsty people. But after nine or ten at night the big rush is over and we can start packing and cleaning up the whole bar. In Sydney there were often folks walking in for a couple of drinks after ten and I therefore finished way after midnight. Both bars do excellent cocktails which I haven’t found yet in Germany, and the tapas-style food is very delicious.

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Ein großer Vorteil, dass ich nicht bis tief in die Nacht arbeiten muss, ist, dass ich morgens die beste Zeit zum Surfen mitnehmen kann. Sobald ich mit meinem Brett das Gartentor verlasse, renne ich keine dreißig Sekunden, bis ich den Sand unter meinen Füßen habe. (Warum rennen eigentlich alle Surfer, wenn sie auf dem Weg ins Meer sind? David hat mich in Sydney darauf aufmerksam gemacht und es ist tatsächlich so… das Meer zieht seine Surfer eben magisch an!) Ohne es vorher zu wissen, haben wir unsere Wohnung zufällig so gewählt, dass einer der besten Spots quasi direkt vor der Haustür liegt (Google Maps sagt 130m). Zum wesentlich bekannteren Spot Lennox Point muss ich etwa 20 Minuten laufen, allerdings sind die Wellen dort sehr unbeständig. Eines Morgens – die Wellen liefen perfekt, der Wind war kaum zu spüren und das Wasser schön glatt – hat sich plötzlich eine Gruppe Delfine zu uns Surfern gesellt. Ich traure meinen Augen kaum und dachte beim Anblick der ersten Finne sofort an einen Hai. Aber das kurze Auftauchen mehrerer schwarzer Finnen ist dann doch sehr typisch für Delfine. Was für ein Erlebnis!

A huge benefit from finishing work not too late at night is the fact that I can get up early to surf at the best time of the day. As soon as I am leaving the little gate at our house I run less than 30 seconds until I can feel the sand between my toes. (By the way: Why are all Surfers running on their way to the waves? David caught my attention to this in Sydney, and it´s true that every surfer does it…I guess, the ocean just magically attracts all surfers.) Without knowing before, we randomly chose a flat that is right in front of one of the best surf spots around (google maps says 130m distance). There is a way more famous spot called Lennox Point, but it is quite inconsistent and to walk there it takes me around 20 minutes. But when the swell is good and big, this spot lights up! One surf session at my home spot – the waves were perfectly peeling and the wind was just a little breeze – a little group of dolphins joined us surfers in the line-up. I couldn’t trust my eyes and I first thought about a shark seeing the black fin suddenly appearing. But the movement of a lot of fins is typical for dolphins. What an experience!

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Kaum eine Woche später teile ich mir perfekte, aber kleine Wellen mit zwei anderen Surfern. Die beiden paddeln nach einiger Zeit jedoch in Richtung Strand und ich sitze allein im glasklaren Wasser. Wirklich ganz allein? Klar, der Gedanke an Haie ist immer präsent. Erst neulich hat eine Umfrage einer amerikanischen Surfzeitschrift ergeben, das 66% aller Surfer im Wasser ab und zu an Haie denken. Umso größer war der Schreck, als ich wieder etwas Schwarzes im Wasser schwimmen sehe. Mit der nächsten Welle, die sich vor mir erhebt, stellt sich heraus: Delfine! Sie sind einfach die besten Wellenreiter und schwimmen im Kamm der Welle mit, bis sie bricht. Diese Gruppe Delfine kommt ziemlich nah an mich heran und beäugt mich. Kaum zehn Meter entfernt taucht sogar eine Mutter mit ihrem Jungtier auf. Ich bewege mich keinen Zentimeter, denn schließlich sind diese wunderschönen Geschöpfe immer noch Raubtiere. Wieder ein paar Tage später, dieses Mal an einem anderen Strand, spielen ein paar Delfine für kurze Zeit in den Wellen und springen locker ein, zwei Meter aus dem Wasser heraus. Einfach nur schön! Die Qualität der Wellen rund um Lennox Head ist so gut, dass ich fast jeden Tag zwei bis drei Stunden surfe. Das Wasser hat noch angenehme 23 Grad. Und bei Ebbe brechen an meinem Homespot die Wellen manchmal so steil auf einer seichten Sandbank, dass ich endlich mal die ein oder andere Barrel bzw. Tube surfen konnte. Es ist wahrlich paradiesisch hier. (Alle Delfinfotos stammen von verschiedenen Instagram-Accounts und sind hier in Lennox Head aufgenommen worden – wir haben leider keine Drohne, um diese Schnappschüsse selber zu schießen)

A week later I shared some nice and small waves with two other surfers. But these two mates paddled towards shore after a while, leaving me alone in the line-up. But was I really alone? Surely, my mind is sometimes thinking about sharks. Just recently, there was a survey of an American Surfing Magazine, saying that 66% of all surfers in the water think of sharks every now and then. The shock was even bigger, when I saw some black movement in the water again. But with the next wave growing in front of me I could clearly see my surfing companions: dolphins! They are just the best wave riders and swim in the peak of the wave until it collapses. This group of dolphins came pretty close to me and I could even see a mum with its little toddler. I was not moving at all, knowing that these beautiful animals are still predators. Again a few days later, this time at another beach, a few dolphins were playing in the waves and jumping one or two meters out of the water. Stunning beautiful! The waves around Lennox Head are of such a good quality that I am surfing two or three hours every day. The water is still at 23 degrees. At low tide at my home spot the waves are breaking nice and shallow over the sandbank, that I finally could score a few short barrels. We live in paradise here for sure! (All photographs from dolphins are from different Instagram-Accounts and are shot here in Lennox Head – still missing out on a drone to shoot this ourselves).

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Jeden Dienstag haben Lotti und ich einen gemeinsamen freien Tag. Diese Woche fahren wir zum Cape Byron, um dort einen Rundweg zu wandern und uns den alten Leuchtturm anzuschauen. Der Himmel ist azurblau und wolkenlos. Nach einer guten Stunde sieht auch Lotti zum ersten Mal Delfine, leider nur recht weit entfernt. Sie sind rund um das Cape ganzjährig heimisch und ziehen hier oft ihre Jungen groß. Die Delfine jetzt, nicht Lotti 😉 Wir halten aber gleichzeitig Ausschau nach Buckelwalen, denn ab Mai beginnt ihre Reise aus antarktischen Gewässern in Richtung Norden. Dabei folgen die Wale der australischen Ostküste, und weil das Cape Byron der östlichste Punkt des australischen Festlandes ist, schwimmen sie sehr nah am Cape vorbei. Noch sehen wir aber leider keine Wale, wir bleiben also weiter aufmerksam. Mein Blick streift sowieso jeden Morgen über das Meer… natürlich, um die Wellen zu checken. Am Leuchtturm angekommen nehmen wir eine kostenlose Turmbesichtigung mit und lernen etwas über das tatsächlich sehr harte Leben als Leuchtturmwächter in der Vergangenheit. Die damals kerosinbefeuerte Lampe musste jede halbe Stunde mit einem 700 kg schweren Gewicht „aufgezogen“ werden, damit sie sich dreht. Über einen Kurbelmechanismus wurde das Gewicht von Hand immer wieder nach oben befördert, im Prinzip so, wie eine alte Standuhr. Heute geschieht alles elektronisch und die alte, giftige Kerosinlampe wurde durch 15.000 Dollar teure LEDs ersetzt. Den Charme hat dieser Turm dennoch keineswegs verloren.

Every Tuesday Lotti and I have a day off together. This time we drive to Cape Byron to walk around the Cape and explore the old lighthouse. The sky is blue and we don’t see a cloud. After an hour, Lotti spots a group of dolphins in the bay – first time ever for her! There are a few domestic groups of dolphins all year round and raise their young generation. Meanwhile, we keep an eye on the ocean to spot some humpback whales. In early May their big journey begins from the cold Antarctic waters towards north. The whales follow the Australian east coast and swim by pretty close to Cape Byron – the most easterly point of the Australian mainland. But this time we are not lucky yet. At the lighthouse we join a free tour to explore the inside of this more than 100 years old tower and to learn something about the hard life as a lighthouse keeper back in the old days. Many years ago the kerosene driven lamp needed to be winded up with a 700 kg heavy weight every 30 minutes, so that the lamp kept on turning around. There was a manpowered mechanism to lift up the weight again and again, like you want to wind up an old grandfather’s clock.  Today electricity does its thing and the venomous kerosene has been replaced by a 15.000 dollar LED. But the charm of the old lighthouse still remains.

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Byron Bay selbst ist ein wenig vom Backpackertourismus verdorben, aber es gibt neben einer Armada an Reiseanbietern auch viele schöne Läden zum Schlendern und Stöbern. An jeder Ecke sieht man hippe Menschen und Globetrotter, die sich das Reisen zum einzigen Lebensinhalt gemacht haben. Die Extreme des alternativen Lebensstils werden wir aber sicher noch in einem Hippie-Dorf namens Nimbin kennenlernen. Darüber berichten wir dann ganz bestimmt. Auch ein Ausflug zur Goldküste und nach Coolangatta steht noch an. Bis dahin verweilen wir im beschaulichen Lennox Head, genießen ab und zu die hervorragende Küche der wenigen Restaurants (diese Woche war Pizza an der Reihe) und spazieren am Strand entlang. Oft trifft man dabei auf die drei alten Pelikane, die scheinen sich hier auch super wohl zu fühlen.

Byron Bay itself is a bit deteriorated by backpacker tourism, but next to an armada of travel companies there are a bunch of nice shops to stroll around. At every corner you will see some hip folks and globetrotters, which made travelling to their one and only purpose in life. But we will discover the extreme of alternative living soon in a hippie-village called Nimbin. We will tell you about it then. We also want to drive towards Gold Coast and to Coolangatta. Until then we enjoy our tranquil Lennox Head, have some gorgeous pizza in a local restaurant and soak up the sun on a little beach walk. Often you will stumble upon three old pelicans. They feel comfortable here as well as we do.

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bis bald marius