#56 Maui: Waterfalls, beaches and a very muddy hike

Wir haben es nach Maui geschafft. Ich will nicht leugnen, die letzte Nacht war kein Zuckerschlecken. Netterweise durften wir noch etwas länger in unserem Airbnb bleiben (wir hatten eigentlich vor, die letzte (halbe) Nacht am Strand von Waikiki zu schlafen, ganz romantisch unter dem Sternenhimmel – aber der Sturm hat uns da einen Strich durch die Rechnung gemacht). So machen wir uns verschlafen um halb zwei Uhr nachts Richtung Flughafen auf. Dass dieser erst um 3:30 Uhr aufmacht, erfahren wir erst bei der Ankunft. Wir schlafen noch eine Weile im Auto, bis uns ein Sicherheitsmann darauf aufmerksam macht, dass wir nicht in der Loading Zone parken können. Majo bringt daraufhin das Mietauto weg, während ich weiterhin vor den verschlossenen Türen des Flughafens warte. Das ist einer der Momente, der vielleicht zeigt, dass nicht alles so wunderbar ist, wie es vielleicht manchmal auf diesem Reiseblog erscheint. Wir versuchen, so günstig wie möglich zu reisen, und dazu gehört auch, die etwas unbeliebteren Flugverbindungen um fünf Uhr morgens zu nehmen und am Flughafen zu schlafen. Zumindest ist unser Flug fast menschenleer, was wahrscheinlich auch mit Hurrikane Lane zu tun hat.

We made it to Maui. I do not want to lie, the last night has been a little bit of a struggle. Luckily, we could stay a little bit longer at our Airbnb for no cost (we had actually planned to sleep at Waikiki Beach on our last night before heading to the airport, very romantically under the stars, but did not calculate with a hurricane) and drive rather sleepy at 1.30 AM to the airport. What we only learn on arrival – the airport opens at 3.30 AM. So we keep on sleeping in our car until a security guard reminds us that we are parking in a no parking zone. While Marius is bringing back the car to the rental company, I remain waiting in front of closed doors. These are probably the not-so-glamorous moments of traveling – but this is how traveling on a tight budget looks like very often. We always try to catch the cheapest flight, even if this means that we have to catch the unpopular connection at 5 AM in the morning. At least our plane to Maui is nearly empty, but I guess this has to do with hurricane lane.

Auf Maui haben wir uns ein Hostel gebucht (auf beste Empfehlung von Debby und Christian). Das ist allerdings nicht gerade günstig, wie man zunächst erwarten könnte, bietet aber zumindest kostenlose Tagestouren an. So sparen wir uns den Mietwagen, und damit auch die Gefahr, wieder in einen Unfall verwickelt zu sein. Nach einer Woche in schönen Airbnbs ist das auf jeden Fall wieder eine ganz schöne Umstellung. Es riecht leicht modrig, die Zimmer sind etwas veraltet, aber zumindest erscheinen die Laken auf den ersten Blick recht sauber und ich kann keine Flecken jeglicher Körperflüssigkeiten erkennen. Die tropische Feuchtigkeit scheint in jede Ecke des Hostels gekrochen zu sein, und so bekommt man die Türen zur Duschtoilette nur mit sehr viel Kraft zu. Mein Arm weist am Ende der vier Tage ein paar blaue Flecken auf, die wahrscheinlich daher stammen, dass ich mich meist mit meinem gesamten Körpergewicht auf die Tür geschmissen habe, um sie zu schließen. Eine lustige Erfahrung, aber auf Dauer etwas nervig.

On Maui, we booked a hostel. It is not cheap as you might think when hearing the word “hostel”, but at least it provides free airport pickups and free daily tours. This means we can skip the hassle with getting a rental car. After a week in nice and clean Airbnbs, being in a hostel again is definitely a tough change. The smell of humidity paired with human sweat is sticking in every corner of the building. The rooms look quite old and badly maintained, but at least everything seems clean and I don’t find any suspicious spots on my towels or linen. However, the constant humidity on Maui has led to the fact that the doors to showers and toilets can only be closed by full use of physical strength. Sounds like a great workout, but after four days my right arm shows some bruises. Still, super fun.

Um dem Schlafentzug der vergangenen Nacht entgegenzuwirken, melden wir uns direkt für die heutige Tour an. Es geht an die westliche Seite der Insel. Maui ist die zweitgrößte Insel des Archipels. Das bemerken wir auch in den nächsten Tagen – wir sitzen einige Stunden im Auto. Da der Hostelbus nicht gerade der bequemste ist und auf Maximalladung fährt, entschließen wir uns schon nach kurzer Zeit, bei zwei netten Brasilianern (die auch im Hostel wohnen) im komfortablen Nissan Armada mitzufahren. Heute geht es hoch bis zum Küstenstädtchen Lāhainā – unterwegs halten wir an verschiedenen Buchten und Aussichtspunkten an und unser erster Besuch im Dschungel ist überragend.

To cope with the lack of sleep from last night, we sign up right away for the tour. Sleeping is totally overrated, and we are happy to see the western part of the island. Maui is the second largest island in the archipelago which we feel straight away – sitting in the car will be our favourite activity for the upcoming days. Due to the fact that the hostel van is not the most spacious or comfortable, we play our charm and get two seats in a private car of an Brazilian couple. Today, we drive up to Lāhainā – and make various stops at bays and lookout points and the first visit to the jungle is epic.

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Am zweiten Tag geht es mit dem Hostel zum Big Beach und Little Beach. Beide Strände sind wahnsinnig schön, das Wasser ist glasklar, und Majo sieht sogar eine riesige Schildkröte. An Kamera oder GoPro haben wir heute leider nicht gedacht, aber eure Vorstellungskraft sollte ja auch mal gefordert sein. Der Little Beach ist übrigens der einzige FKK-Strand der Insel, und wir haben das Gefühl, dass es sich hier ausschließlich um Hippies handelt. Es wird getrommelt, Leute verkaufen Hash-Kekse und die gute Laune ist ansteckend.

The second day is all about the beaches. We drive to Little Beach and Big Beach (the first one is actually the only nudist one on Maui) and snorkel around in the crystal-clear water. Marius even spots a huge turtle in the water, but we completely forgot all camera equipment. I’m sure, your imagination is good enough though!

Nach dem sehr entspannten Strandtag steht für den dritten Tag eine Wanderung mit Wasserfall auf dem Programm. Ohne großes Briefing gehen wir davon aus, dass die Wanderung nicht sehr anspruchsvoll sein kann (da der Tourguide barfuß läuft). Ich beschließe, in Flipflops zu laufen, was sich im Nachhinein als großer Fehler herausstellen wird. Die ersten Meter sind noch gut zu bewältigen, aber nach einer halben Stunde fängt der schlammige Teil an. Ich beschließe, barfuß weiterzulaufen, während Majo seine Reefboots trägt, die für sowas wahrscheinlich besser geeignet sind. Der Schlamm ist teilweise mehr als knöcheltief, und wir kommen nur sehr langsam voran. Mittendrin schneide ich mich an einem Baumstumpf. Die Verletzung an meiner Fußsohle ist zwar nur oberflächlich und es fließt kein Blut, aber ich stelle mir trotzdem vor, wie viele Bakterien jetzt wohl in meinen Fuß gelangen können. Tetanus? Bin ich gegen geimpft. Hoffentlich. In meinem Kopf spielen sich Szenarien ab, die ich besser nicht mit euch teile. Sie reichen bis zur Amputation meines gesamten Beines. Trotzdem kämpfe ich mich weiter durch den Schlamm, obwohl Majo schon besorgt fragt, ob wir nicht lieber umkehren mögen. Nichts da. Mein Stolz verweigert mir, frühzeitig umzukehren. Auch nicht, als uns nach zwei Stunden eine Gruppe entgegenkommt, die erwähnt, dass es noch mindestens eine Stunde bis zum Aussichtspunkt ist. Ich frage mich, wo der erwähnte Wasserfall sein soll, den wir auf den Fotos im Hostel bewundert haben. Ich habe den Schlamm mittlerweile fast überall an meinem Körper, was vielleicht auch daran liegen mag, dass ein guter Gleichgewichtssinn überlebenswichtig ist (und ich mich dann einmal doch auf meinen Hosenboden setzten musste). Nach gefühlt vier Stunden sind wir oben, und der Ausblick wenig spektakulär. Wir schießen ein obligatorisches „Man sind wir schlammig“- Foto, und begeben uns auf den Abstieg. Ich habe immer noch keinen Wasserfall gesehen, an dem man schwimmen kann. Da der Abstieg genauso schlammig verläuft, wie der Aufstieg, kürze ich hier einmal ab und erwähne zu diesem Tag nur noch, dass wir nicht (wie verhofft) unter einem Wasserfall gebadet haben, und das meine Füße und Zehen noch tagelang schlammfarben bleiben werden. Eine Nagelbürste haben wir leider nicht im Gepäck.

After the relaxing beach day, the hostel offers a hike to a waterfall on day 3. Without getting briefed so well, we assume that it will be a chill and easy hike with a nice dip in the waterfall pool at the end. Therefore, I decide to only pack flipflops – which occurs to be a big, very big mistake. While the first half an hour is easily doable and offers some nice views on the jungle mountains, the path afterwards becomes muddy. And when I say muddy, I mean it. Slippery, wet, and at some points so deep that you don’t see your feet anymore. While Majo wears reef boots and copes with the mud easily, I work hard to not fall into the mud the next second. You can imagine that we don’t get to a high pace, and at one point I even cut the sole of my foot on a tree root. It is not deep, no blood, but – it hurts. Majo asks, if we should turn back. I am too proud, but my mind is going crazy. What if bacteria get into my bloodstream? Will it end in a sepsis? Will I lose my foot? The fact that my travel insurance covers the US and the not-so-cheap healthcare as well, relaxes me a bit. I can do it. It is just the mud. After a while, we meet a small group on their way back and ask them how long it still takes to the summit. Another hour, is the answer. I feel exhausted, but giving up is not an option. The only thing I am questioning is the waterfall we are still waiting for. The higher we get, the dryer the path becomes. When we finally reach the summit, I am more than disappointed. The view is nice, but the struggle to get here stands in no relation to it. Right now, I have mud all over my body (which might be due to the fact that I fell once), but we can’t go back without taking the mandatory “wow we are so muddy but got here” picture. To keep this story short, I’ll only tell you that the way back was as muddy as before, that we didn’t swim in a waterfall pool at all and that I can’t get the brown muddy colour off my feet.

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Tag vier: Heute machen wir die „Road to Hana“. Die 106 kilometerlange Straße ist eine der Hauptattraktionen der Insel und manch einer sagt, sie sei die schönste Straße der Welt. Das einzige was ich zunächst bestätigen kann, ist die Tatsache, dass diese Straße viele Kurven hat. 600, um genau zu sein. Ich bin froh, dass wir uns wieder bei den Brasilianern einquartiert haben und meine Reisetabletten bleiben griffbereit. Das wir gestern etwas über den Durst getrunken haben, erschwert das ganze eventuell zusätzlich. Mein Körper schreit nach Schlaf in einer horizontalen Lage, aber mein Geist ist bereit fürs Abenteuer. Wir sehen Wasserfälle. So viele Wasserfälle. Bei der Zahl 30 hören wir auf zu zählen. Überall wuchert der Dschungel über die Straße hinüber, und man bekommt fast Augenkrebs, so grün ist die Landschaft. Wir halten an einem Strand mit schwarzem Sand. Wie auf Lanzarote. Wir halten an einem Strand mit rotem Sand. Ich weiß nicht, ob es rote Sandstrände auf Lanzarote gibt. Es ist wunderschön. Das blaue Meer und der rote Sand – ein atemberaubender Kontrast. Wir benötigen fast den gesamten Tag, um die Ostseite der Insel einmal zu umrunden. Wir kommen aus dem Staunen nicht mehr heraus. Auch wenn heute unser letzter Tag ist, weiß ich, dass wir auf jeden Fall noch einmal nach Hawaii müssen. Ich möchte noch die grünen Sandstrände auf Big Island sehen. Und den Vulkanismus. Und all die anderen Inseln des Archipels. Ich habe Hawaii und seine Menschen in mein Herz geschlossen.

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Day 4: On our last day on Maui, we drive the „Road to Hana“. The 106 kilometre-long road is one of the main attractions on the island and some people say, it is the most beautiful in the world. The only thing I can confirm so far is the fact that this road has many curves. 600, to be precise. I am happy that we drive in the Brazilians’ car again and that I took some motion sickness medicine with me. We had a bit of a night yesterday, and drinking more alcohol as necessary doesn’t really improve the situation. My body asks for sleep, but my mind is up for adventures. We see waterfalls. So many waterfalls. I stop counting after 30. It is insane. Everywhere, the jungle tries to take back the road. The landscape is so green; it even hurts my eyes. We drive to a black sand beach. We drive to a red sand beach. We eat banana bread and buy some souvenirs in Hana. This trip is just perfect. It takes us the whole day to get around the east part of the island. I can’t stop wowing. Even if this is our last day, I already know that I want to be back on Hawaii. I want to see the green sand beaches on Big Island. And the active volcanos over there. And all the other islands of the archipelago. Hawaii, its breath-taking nature and kind people definitely found a place deep in my heart.

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bis bald charlotte

PS: Die wunderschöne Kultur spiegelt sich auch im Safety Video von Hawaiian Airlines wieder – schaut es euch doch einfach mal an und kriegt etwas Reisefieber!

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#55 Oahu: Hurricane Lane and a different view on the island

Einige von euch haben es eventuell mitbekommen: es steuerte ein Hurrikan der Stufe 5 von 5 auf Hawaii zu. Dass ihr diesen Blogbeitrag lesen könnt, liegt wohl am wahrscheinlichsten daran, dass wir Hurrikan Lane überlebt haben. Aber alles der Reihe nach. Noch an der Südküste von Oahu wissen wir über den aufziehenden tropischen Wirbelsturm. Die amerikanischen Medien spielen schon längst verrückt, aber das wundert uns in Anbetracht der hiesigen Medienwelt nicht. Wobei dieser Sturm der erste seit 26 Jahren sein kann, der mit aller Kraft auf die hawaiische Inselkette trifft. Stündlich gibt es neue Prognosen über den möglichen Verlauf des Hurrikans, der sich mittlerweile mit dem Namen Lane schmückt. Gut, eine Dame also mit stürmischem Gemüt, die gern mit Regenmassen um sich wirft. Sie nimmt Fahrt auf und erreicht Spitzenwindgeschwindigkeiten von über 250 mph (ja, Meilen pro Stunde… über den Irrsinn der Verweigerung unseres metrischen Systems haben wir uns übrigens schon sehr amüsant mit einem Amerikaner unterhalten. Meilen, Inches, Pfund, Gallonen, Fahrenheit etc. „I guess we want to be special in a way“). Wir quartieren uns mittlerweile an der Northshore ein, während Lane ihr Unwesen auf Big Island (die südöstlichste aller Inseln) treibt, Überschwemmungen und Erdrutsche hinterlässt und ganz langsam (mit einer Geschwindigkeit von 6 mph, man könnte fast nebenher joggen) nach Nordwest in unsere Richtung zieht. Der Bürgermeister von Honolulu rät den Inselbewohnern, sich mit Proviant für bis zu zwei Wochen einzudecken. Wir liegen am Strand, schnorcheln eine Runde und ich gehe nochmal surfen.

A few of you have might have heard that a category 5 hurricane is about to crash into Hawaii. Due to the fact that you can read this article, it’s kind of safe to say that we have survived. But let’s highlight the facts about this extraordinary event first. We know early that there might be a tropical storm hitting the island. The American media is already turning nuts about the possibility of a storm hitting Hawaii. It would be the first hurricane since 26 years that could hit the islands with full force. Everyone is suddenly talking about Lane (that’s the name of the hurricane) and with 250 mph, it does not feel like a joke anymore. What does feel like a joke is the fact that the Americans aren’t using the metric system like everyone else. Miles, lbs, inches, gallons, Fahrenheit – we talk with some liberal-minded Americans about this issue and the answer we get is: “I guess we want to be special in a way”. While Lane is already causing floods and landslides on the Big Island and slowly progresses to Maui and Oahu (with 6 mph, so you basically jog next to her), we move into our new Airbnb on the Northshore of Oahu. The major of Honululu asks everyone to stock up on food and water for at least two weeks and locate a safe spot in the house. We are lying on the beach, snorkel and I go surfing another time.

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In unserem AirBnB wohnen wir im ersten Stock. Unter uns werden an der zum Hang zeigenden Seite der Veranda Sandsäcke gestapelt. Sollten wir vielleicht doch ein wenig Proviant einkaufen? Mal sehen, erstmal essen wir Shaved Ice, eine lokale Spezialität, super süß und wahrscheinlich extrem zuckerhaltig. Und überhaupt: das kalorienreiche Essen hier erklärt ganz sicher die größeren Toiletten, die ja schließlich auch mehr Gewicht tragen müssen. So viel dazu. Wir sind fast die letzten Touristen, die ein Shaved Ice bekommen, denn der Laden wird, so wie alle anderen drum herum auch, von außen mit Spanplatten verriegelt und verrammelt. Das Klamottengeschäft um die Ecke hat noch auf, doch das Bummeln wird von einer nervtötenden Sirene gestört. Gleichzeitig erhalten wir in Großbuchstaben geschriebene Warnungen auf unseren Handys von dem sich nähernden Hurrikan. Okaaaay, jetzt ist wirklich die Zeit gekommen, uns wenigstens für die nächsten zweieinhalb Tage mit Lebensmitteln einzudecken, die man eventuell auch ohne Strom zubereiten kann. Es gibt: kalte Wraps mit Salat, Obst und andere Knabbereien. Die Dosenabteilung im Supermarkt ist zu etwa 90% leergekauft, aber ansonsten haben die Menschen hier ihren Aloha-Spirit noch längst nicht verloren. Alles wird gut. Die einzige Sorge bereitet mir tatsächlich unser Flug nach Maui, der Samstag früh um fünf stattfinden soll. Hurrikan Lane könnte eventuell (die Prognosen gehen weit auseinander) am Freitagabend auf Oahu treffen und ziemlich verheerend sein. So ist der Stand am Donnerstagnachmittag und wir kontaktieren Hawaiian Airlines, um vielleicht Maui auszulassen und noch vor Eintreffen des Hurrikans einen Flieger direkt von Honolulu nach San Francisco zu nehmen. Erfolglos. Bleibt also die kleine Hoffnung, dass Lane Leine zieht (obacht, kleiner bilingualer Wortwitz!). Und tatsächlich, der Sturm wird auf Stufe 4 herabgesetzt, ist aber immer noch ziemlich kräftig.

Luckily, our room is located on the second floor. On the terrace outside, neighbours are stapling sandbags. We consider stocking up with food (as recommended by the major), but decide instead to drive to Haleiwa first, a cute little town just a few minutes away by car. Here, we enjoy Shaved Ice, a speciality in Hawaii. We appear to be the last customers and right after we leave the store, everything is shut down and clamping plates are nailed in front of the windows. Most of the stores here have already closed too, or are closing while the hurricane siren is turned on. In the same minute, we get a hurricane alert message on our phones. Rational as someone can be in this situation, we decide to do some grocery shopping. Who knows how bad it will be. Funnily, the can-section in the supermarket is nearly empty and you can’t even buy water anymore. Crazy Americans. We go for some fresh food we don’t have to cook (because at our accommodation, there is only an electric stove), beer (which isn’t sold out yet) and chocolate. Hurricane Lane could actually hit the island of Oahu on Friday night, and we are slowly getting a little worried that our flight on Saturday morning might be cancelled. Unfortunately, there is no chance of rescheduling our tickets to another day (at least not for the next few days), so we accept the fact that we might be stuck here for a while. There could be a worse place to be in this situation for sure.

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Während wir durch das kleine Dorf Hale´iwa fahren, knallt es plötzlich und es gibt einen ordentlichen Ruck. Ist vom kräftigen Wind ein Ast aufs Auto gekracht? Habe ich einen Stein am Straßenrand übersehen und seitlich mitgenommen? Nein, ich war kein unaufmerksamer Fahrer, denn offenbar ist eine Frau mit ihrer Karre (was Anderes kann man ihr abgenudeltes Gefährt kaum nennen) seitlich in mich hineingefahren. Schulterblick war in ihrer Fahrschule wohl kein Begriff. Ihre linke Front hat unsere komplette rechte Seite, beginnend bei der Beifahrertür ordentlich zerfurcht FOTO. Die Frau ärgert sich total, ist aber ansonsten nett und entschuldigt sich ziemlich oft. Der herbeigerufene Polizist nimmt alles auf und mit der Reportnummer ist für uns alles erledigt. Bleibt nur noch zu erwähnen, dass der Polizist im Privatwagen unterwegs ist: ein fetter, schwarzer Ford Mustang mit dezentem Blaulicht oben drauf, typisch amerikanisch. Läuft bei ihm. Jede Wette, der ist danach Donuts essen gefahren. Ach nee, geht ja nicht. Hat ja jetzt alles geschlossen.

While we are driving through Haleiwa, an old lady crashes into our car. The whole left side of our car (luckily it’s a rental) is completely damaged, her car lost a front light, but luckily everyone is fine. After a few minutes waiting, the police turns up in style (the guy drives a Ford Mustang, apparently, they can drive their private car) and quickly fills out the papers we need as a proof for the rental company. At least, we can still drive further with the car and don’t have to be worried that anyone attempts to steal it or break in. Not with this used look.

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Freitag früh. Ich checke meine App, die den Hurrikan in seiner aktuellen Position anzeigt. Er ist weit von Oahu entfernt und zieht nun ziemlich offensichtlich südlich daran vorbei. Die verschiedenen Farben in der Darstellung zeigen mir, dass er auch an Kraft verliert. Wenig später erfahre ich genau das auch in den Medien. Doch was nicht ausbleibt, ist der anhaltende Regen, der schon in der Nacht eingesetzt hat. Einmal fällt kurz der Strom aus, der kleine Fluss schwillt ziemlich an und der Wind hat ein wenig zugenommen. Ansonsten passiert nichts Erwähnenswertes und wir verbringen den Tag mit Wäsche waschen, schlafen und Serien schauen. We survived hurricane Lane!

Friday morning. I am checking my weather app again. The direction of the hurricane has changed again, and now it seems like it’s turning away from Hawaii. Moreover, it has lost a lot of strength and is only categorized as a tropical storm. The only thing bothering us now is the constant rain that already begun during the night. At one point, the power switches off for a few minutes, and the small river next to our house rises a bit, and the wind has gotten stronger. Besides that, nothing really happens. We stay the day in our accommodation, do the laundry, sleep and watch Netflix. We survived hurricane Lane!

Vielmehr möchte ich von einer Überraschung berichten, die ich so nicht erwartet hätte! Zu meinem 30. Geburtstag hat Lotti gesagt, dass wir früh aufstehen müssen, um von der Northshore nach Honolulu zu fahren. Toll, ich fahre mich zu meinem eigenen Geburtstagsgeschenk! Ich bin wirklich aufgeregt, denn im Vorhinein muss Lotti noch einige Male sehr ominöse Anrufe tätigen (liegt wohl an dem aufziehenden Hurrikan, die Überraschung ist für Mittwochmorgen geplant). Ich darf meine GoPro mitnehmen, aber keine Halterung länger als acht Inches (ca. 20 cm). Ich benötige eventuell eine lange Hose und Pullover, obwohl die Temperaturen bei über 25 Grad liegen. Mit meiner starken Vermutung lag ich goldrichtig: wir nähern uns dem Flughafen und unternehmen einen Helikopterflug rund um Oahu. Wow!!!

Rather than bore you with more information about this not so dangerous hurricane, I would like to share the surprise I got from Lotti for my 30th birthday. The only thing I knew before was that we had to get up early and drive to Honululu again. The last days before, Lotti had to call someone various times, and I had no clue what it was about (in retrospect, this was due to the approaching hurricane). I could take my GoPro, but no selfiestick, long pants and a jumper – although the average temperature on Oahu is around 30 degrees – because we did do a helicopter flight around Oahu. Wow!

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Eine ganze Stunde dauert das Unterfangen, Lotti sitzt in der Mitte zwischen der Hubschrauberpilotin (ganz klischeehaft mit Pilotenbrille) und mir. Daneben? Nichts, keine Tür die mich von der Tiefe trennt! Ein absolut überwältigendes Erlebnis. Man ist so viel näher dran. Wir fliegen über Honolulu und sehen die Surfer am Waikiki Beach, können den Touristenmassen auf dem Diamond Head Krater beim Wandern zuschauen und bekommen noch einmal eine andere Perspektive auf die super steilen Schienen, auf denen wir ein paar Tage zuvor den Koko Head hochgekraxelt sind. Während wir an der Ostküste durch ein grünes Tal fliegen, hören wir über die dicken Kopfhörer den Soundtrack von Jurassic Park. Unsere Pilotin erklärt uns, dass hier viele Aufnahmen gedreht wurden. Lottis Highlight des Rundflugs sind die Sacred Falls, die man nicht mehr zu Fuß erreichen kann. Der Hubschrauber kratzt an der unteren Wolkendecke, die sich im steilen Gebirge verfangen hat und wir drehen eine wirklich enge Kurve im Ende dieses Tals. Kein Flugzeug hätte hier so tief hineinfliegen können.

The flight lasts a whole hour. We sit in the front, right next to the pilot. I am sitting on the right side next to the door, but there is actually no door! Nothing, that could secure me from falling out of the helicopter (besides the seatbelts, of course). This doors-off flight is amazing for taking pictures and pushes your adrenaline even more. We fly over Honululu, see the surfers at Waikiki Beach and the masses of tourists on Diamond Head Crater. While we fly over a green valley on the eastern side of the coast, we listen to the soundtrack of Jurassic Park. Our pilot explains, that a lot of scenes are actually filmed here. Lotti’s highlight are the Sacred Falls we see from the helicopter. You can actually do not hike there anymore because a few people died due to a landslide recently. Flying with the helicopter seems so surreal, but it is an amazing feeling flying so close to the ridges of the mountains.

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Als wir dann die Northshore erreichen, erkenne ich all die vielen Surfspots, die mir aus Videos und Contests (wie z.B. der Triple Crown) bekannt sind. Auch die Bucht von Waimea liegt ganz ruhig dort unten. Im Winter rollen hier riesige Wellen heran, jetzt kann ich durch das glasklare Wasser das Riff durchschimmern sehen. Auf dem Rückweg durchqueren wir Oahu in der Mitte und fliegen über viele Bananen- und Ananasplantagen. Ich werde bestimmt noch an dieses Erlebnis denken, wenn ich zuhause die DOLE-Bananen im Supermarkt sehe. Letzte Attraktion auf der Tour ist Pearl Harbor. Wir haben bereits ein paar Tage zuvor das Denkmal besichtigt und sind mit einem Boot an den versunkenen Schiffen vorbeigefahren (die eigentlich kaum noch zu erkennen sind, nur ganz wenige Teile ragen aus dem Wasser hinaus). Aus der Luft können wir die USS Arizona sehr gut erkennen. Sie ist damals so präzise bombardiert worden, dass das gesamte Munitionslager in die Luft geflogen ist. Auf einen Schlag sind mehr als tausend Soldaten gestorben. Genau an dieser Stelle ist das weiße Kriegsdenkmal errichtet worden. Bis heute hat man die Verstorbenen nicht geborgen, es tritt sogar noch ein wenig Öl aus dem Schiff aus. Man sagt, dass dies die Tränen der Nation symbolisiert.

While we are flying over the Northshore, I notice all the surf spots I know from videos and surf contests. Even Waimea Bay is easy to identify. It’s crazy to assume that in winter, big waves roll into this bay and right now, the water looks super flat. On our way back to the airport, we cross the agricultural side of Oahu. We see many banana and pineapple plantation. I am probably thinking about this day every time when I see Dole bananas or pineapples in the German supermarket. The last thing to visit is Pearl Harbour. We already visited the site a few days ago, but by boat it wasn’t as spectacular as flying over the memorials. You can see the sunken ships from above in much more detail and we even spot the oil leaks from the USS Arizona. More than a thousand men have died on this ship, and until today, the ship leaks around a gallon of oil every day. Some people call them the “tears of a nation”.

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Unser Landeanflug findet quer über den Flughafen statt und ich bin erstaunt, dass wir einfach so darüber hinweg fliegen können. Die Leute im Tower haben sicher allerhand zu tun. Wir steigen aus dem Hubschrauber und sind total von der Rolle. Dies war ein absolut starkes Erlebnis und ich kann mir auf der Welt momentan keinen besseren Ort vorstellen, an dem man einen Hubschrauberrundflug geschenkt bekommt. Danke, Lotti!

Meinen 30. Geburtstag feiern wir ansonsten ziemlich unspektakulär. Abends essen wir wunderbar leckere Burger und Pommes. Letztere heißen witzigerweise Hurricane Fries, und der freundliche Besitzer des Foodtrucks sagt uns, dass es nichts mit dem aufziehenden Wirbelsturm zu tun hat. Mit einem „stay safe“ werden wir verabschiedet und erfahren, dass es für die nächsten Tage wohl die letzte Möglichkeit war, hier zu essen.

On our way back to the helicopter base we fly right over the airport. I am surprised that it seems so easy crossing the runways. The people sitting in the tower probably work hard to avoid accidents. We step out of the helicopter, take one last photo with it and I can’t believe what we just did. This was such a great experience and I couldn’t imagine a better place to do a helicopter flight. This was such a special present. Thank you, Lotti!

The rest of my 30th birthday is not as spectacular. In the evening, we eat yummy burgers and fries, which are actually called hurricane fries (well, very suitable for the current event). The lasts words of the friendly food truck owner are: “Stay safe!”. Well, we did.

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#54 Oahu: More island adventures

Unsere Zeit in Honolulu ist quasi zu Ende, denn wir haben schon in Australien geplant, dass wir auch ein paar Tage an der (für Surfer weltbekannten) Nordküste bzw. Northshore von Oahu verbringen werden. Doch vorher sprinten wir noch schnell den Vulkankrater Diamond Head hinauf. Wobei… wir würden gern schneller gehen, doch die Massen an Touristen, die sich den engen Pfad hoch und wieder hinunter bahnen, macht das zu einem schwierigen Unterfangen. Auf dem höchsten Punkt des Kraters befindet sich eine alte Verteidigungsanlage aus dem zweiten Weltkrieg, die man sogar von innen besichtigen kann. Wir bekommen einen sehr guten Eindruck davon, wie hier die US-Soldaten Waikiki, Honolulu und die Bucht bis nach Pearl Harbor überwachen konnten.

Our time in Honolulu has nearly come to an end. Already in Australia, we decided to only stay a few days close to the city before heading to the famous Northshore of Oahu. Before we switch Airbnb’s and sides on the island, we quickly hike on top of Diamond Head, an old volcanic crater. Although the hike is not very challenging, the masses of tourists keep us from setting a new world record. On top of the crater there are old military observation points that were used in World War II. We are even able to visit on of them and see a glimpse of the fire control station which encompasses four levels. Here you can really imagine how US-soldiers could defend Waikiki, Honolulu and the coastline up to Pearl Harbour.

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Im Prinzip ist die Insel Oahu nicht groß und hinsichtlich der Infrastruktur wirklich gut ausgebaut (ausgenommen ist das Verkehrschaos zum Feierabend in Honolulu). So könnten wir innerhalb einer knappen Stunde ganz im Norden sein. Wir nehmen uns aber den Tag Zeit, um über die Ostküste nach Norden zu gelangen und dabei einige schöne Sachen mitzunehmen. Direkt nach dem Diamond Head unternehmen wir eine weitere Wanderung zu einem Leuchtturm an der südöstlichen Spitze der Insel. Die Temperaturen klettern mittlerweile über 30 Grad, ein starker Wind macht das ganze Unterfangen aber relativ erträglich. Unsere zinkhaltige Sonnencreme schützt uns vor der brennenden Sonne. Mein persönliches Highlight an diesem Tag war eine kurze, aber intensive Wanderung zum Crouching Lion, die auch ordentlich für eine Adrenalinausschüttung sorgte. Lotti habe ich dann nochmal auf eine gegenüberliegende Bergkette gejagt, damit sie von mir ein geiles Foto aus der Ferne schießen kann (eigentlich war es ihre Idee). Ansonsten sind besonders die steilen, dicht bewachsenen Hänge auf der gesamten Ostseite der Insel wunderschön und ziemlich fotogen. Das ist Hawaii, so wie ich es mir vorgestellt habe.

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Oahu is a well-developed island. Only in peak-times, you find yourself in short traffic jams around Honolulu. Thanks to the good infrastructure, it only takes us about an hour to reach the north of the island. We take the whole day to drive up and stop at various locations. Right after Diamond Head, we hike the Makapu’u Lighthouse Trail. The temperatures are up to 30° Celsius now, but the strong breeze makes it easy to cope with the sun. My personal highlight of the day is the short hike up to the Crouching Lion, which is for the rather adventurous among us. I make Lotti walk back to take some cool shots of me on top of the rock. Besides that, the opposite side of the island gives non-stop breath-taking views on steep, green mountains. That’s how I imagined Hawaii to be!

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Wir kommen nachmittags an der Northshore an und suchen uns erstmal einen Strand, an dem wir ins 27 Grad warme Wasser hüpfen können. Letztendlich landen wir am Sunset Beach, der seinem Namen meistens alle Ehre macht. Die Wellen sehen ziemlich gut aus und ich leihe mir für die letzten anderthalb Stunden Tageslicht noch schnell ein Surfboard aus. Sunset ist – wenn man endlich mal an der „famous northshore of oahu“ ist – ein absolutes Muss für alle Surfer, denn dieser Spot ist Teil der Triple Crown, die jedes Jahr auf Oahu stattfindet. Wer es kennt, weiß, wovon ich rede. Wer nicht: hier treffen sich jedes Jahr die weltweit besten Surfer, um den Triple Crown Champion zu krönen, eine der ruhmreichsten Auszeichnungen im modernen Wellenreiten. Sunset Beach wird hier quasi nur noch von einer weiteren Welle in den Schatten gestellt, und das ist die Banzai Pipeline. Diese Welle bleibt während unserer Zeit hier leider komplett flach, die Dünung ist einfach zu klein. Bei wem ich Interesse geweckt habe, der sollte mal Banzai Pipeline oder Pipeline Surf bei YouTube eingeben. Pipeline: ich komme zurück!!!

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In the afternoon, we arrive at the Northshore and decide it’s time for a refreshing dip (water temperature is around 27° Celsius). We end up at Sunset Beach, which (as the name suggests) provides us with an amazing sunset. The waves look pretty good so I rent a surfboard for the rest of the day. Surfing Sunset Beach is one of things every surfer wants to do once in a life time and the spot is part of the Triple Crown Champion, which takes place every year in Oahu. Banzai Pipeline is one of the waves which is even more famous than Sunset Beach, but during summer, there is no chance to surf this spot. If anyone is interested in watching some great videos about it, just search for Banzai Pipeline or Pipeline Surf on Youtube. I’ll definitely be back in wintertime to surf it.

Die paar Tage an der Northshore sind super entspannt. Wir schnorcheln, liegen am Strand, trinken typisch amerikanischen Kaffee und essen überragende Burger. Ich kann an zwei weiteren Spots surfen (Velzyland und Laniakea) und wir genießen das Leben in einem Beachhouse, auch wenn uns der anrückende Sturm (mehr dazu im nächsten Blogbeitrag!) ein wenig einen Strich durch die Rechnung macht. Ach, und wisst ihr was? Es gibt doch Bier auf Hawaii…

The few days at the Northshore are really relaxing. We snorkel, tan, drink typical American coffee and eat amazing burgers. I can surf two more spots (Velzyland and Laniakea) and we enjoy life in a typical Hawaiian beach house accommodation. Even though the incoming hurricane is somehow cancelling all the plans we had. More about that in the next blog post!

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bis bald marius

#53 Honululu: Our first days on the island of Oahu

Wir sind in Hawaii. WIR SIND IN HAWAII! Oder heißt es doch “auf” Hawaii? Egal, ich kann es immer noch kaum fassen. Es fühlt sich an wie Weihnachten und Geburtstag gleichzeitig. Nach neunstündigem Flug über den Pazifik landen wir pünktlich um sechs Uhr morgens auf Oahu, einer der Hauptinseln Hawaiis. Nachdem wir an der Grenzkontrolle zwei Möhren, fünf Erdbeeren, einen Apfel und eine Packung Cherrytomaten abgeben müssen (Reste unseres Verpflegungspakets, da wir mal wieder mit einem Billigflieger unterwegs waren) und unseren Mietwagen abholen, kann das Hawaii-Abenteuer losgehen.

We are in Hawaii. WE ARE IN HAWAII! Or is it “on“ Hawaii? I don’t know or care, but I still cannot believe this is really happening. After a long and not so comfy 9-hour flight we are landing at 6 am on Oahu, one of the main islands of Hawaii. At border control, we have to give away the rests of our food package we took on the flight (because Jetstar does not even provide you with water). After we got to our rental car, the Hawaiian adventure can finally start.

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Die letzten Tage in Australien stecken uns noch in den Knochen. Die 1800 kilometerlange Rückfahrt nach Sydney, der Verkauf unseres Autos und das Packen unserer Rucksäcke war wahrlich kein Zuckerschlecken. Wer sich noch nach einer kleinen Zusammenfassung unseres Abenteuers in Australien sehnt, für den haben wir ein kleines Video zusammengeschnitten, welches ihr auf dieser Seite findet.

The past days in Australia were kind of stressful – driving back 1800 kilometres to Sydney, sell our car on time, and of course, pack our bags (which means to also get rid of a lot of things). The ones of you who would like to watch a little summary of our Australian adventure – we just uploaded it on our travel video site.

Zurück nach Hawaii. Da wir unser Airbnb, welches etwas außerhalb der Hauptstadt Honolulu liegt, erst gegen 10 Uhr morgens beziehen können, entscheiden wir uns spontan, erst einmal zum berühmten Waikiki Strand zu fahren. Nach nur wenigen Stunden Schlaf sehnen wir uns beide nach einem Eiskaffee, schlüpfen ins Strandoutfit und setzen uns unter die nächste Palme. Es ist ein verrücktes Gefühl, wenn man bedenkt, dass wir gestern noch bei australisch-winterlichen Temperaturen in Sydney gesessen haben. Was noch verrückter ist: Wir erleben Samstag, den 18. August, gerade ein zweites Mal, da wir über die Datumsgrenze geflogen sind. Das heißt, diese Woche hat für uns acht Tage. Und während ich am Samstag gestern noch meine letzten Sachen in Sydney gepackt habe, liege ich am heutigen Samstag bei 28 Grad an Hawaiis berühmtesten Strand und beobachte, wie sogar Hunde auf Surfbrettern stehen.

Back to Hawaii. Due to the fact that we can move into our Airbnb by 10 am, we decide to spend the time waiting at Honolulu’s (or Hawaii’s?) most famous beach: Waikiki. With a lack of sleep, there is nothing more rewarding and comforting than an iced coffee. We get ourselves dressed beach-appropriately and find the next palm tree to sit underneath. It’s crazy that only a few hours ago, it was freezing cold in Sydney. Funnily enough, we are actually experiencing Saturday, the 18thof August twice, because we flew over the International Date line. So yesterday on Saturday, I was packing my last things. And today on Saturday, I am sitting at the beach watching hundreds of surfers in the water (we even see a dog on a surfboard). How crazy is that?

Nach einem kleinen Powernap in unserer Unterkunft fahren wir zur Made in Hawaii Ausstellung. Hier gibt es alles, für was Hawaii wohl berühmt ist: Hawaii-Hemden, Ukulelen, Blumenketten… wir schauen uns ein wenig um, dürfen ein paar lokale Köstlichkeiten probieren und bleiben am Ende in der Entertainment-Arena hängen, wo eine dreiköpfige hawaiianische Band gerade ein kleines Konzert gibt. Die Stimmung ist super, die Musik lässt sofort Urlaubsstimmung aufkommen, und als eine ältere Dame sogar noch Hula auf der Bühne zum Besten gibt, ist es um mich geschehen: Ich habe mich offiziell in Hawaii verliebt.

After a little powernap in our tiny Airbnb, we go to explore the “Made in Hawaii” fair, which is happening this weekend. We stroll around the various stands which obviously try to sell everything Hawaii is famous for – Hawaii shirts, ukuleles, flower garlands… we end up listening to a small Hawaiian band which truly knows how to entertain the crowd. It is so much fun to watch them play, and after an older Hawaiian lady decides to dance Hula to the music, I can’t deny it anymore: I am officially in love with Hawaii.

Gegen Abend schauen wir uns noch eine weitere Hula Gruppe an. Am Royal Hawaiian Center (welches zu einem der populärsten Hotels der Insel gehört) gibt es jeden Abend kostenlose Auftritte. Wir lernen einiges über die Bedeutung des Hula-Tanzes, die verschiedenen Stammesrituale und wie wichtig es ist, diese Kultur an die nächste Generation weiterzugeben. Die meiste Zeit starre ich wie gefesselt auf die Tänzerinnen, und ich kann nicht anders, als zu behaupten, dass Hula der wahrscheinlich schönste Tanz der Welt ist.

In the evening, we decide to watch another hula performance in Waikiki. At the Royal Hawaiian Center (which belongs to the famous Royal Hawaiian Hotel) you can watch free Hula performances nearly every evening. While watching, we learn a lot about the meaning of Hula, the differences of Hula according to the tribes and how important it is to make sure the next generation dances Hula as well. Most of the time, I cannot take my eyes of the dancers. It is probably the most beautiful dance I’ve ever seen. It’s so pure, and divine, and magical.

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Am nächsten Tag stehen wir früh auf. Einerseits, um dem Jetlag entgegenzuwirken, andererseits auch, da die Temperaturen um sieben Uhr morgens bereits über 20 Grad liegen und wir vorhaben, auf den Koko Headhochzuwandern. Wobei wandern bei diesem Treck vielleicht die falsche Bezeichnung ist. Der Weg auf den 368 Meter hohen Vulkankrater ist eher bekannt als „Koko Head Stairs“ und gehört zu einem der populärsten Trecks der Insel. Man läuft auf ehemaligen Tramgleisen, die im zweiten Weltkrieg dazu benutzt wurden, um Vorräte und Gerätschaften in die auf der höchsten Spitze des Vulkankraters liegenden Bunker zu transportieren. Insgesamt zählt der Weg über 1000 „Stufen“ und ist an der stärksten Neigung über 50 Grad Steil. Es sollte also etwas anstrengender werden, als auf die Halde Hoheward hochzulaufen.

It’s an early morning the next day. We want to climb the Koko Head before it’s too getting too hot. The trail up on the 366-meter-high volcanic crater is also known as “Koko Head Stairs” and one of the most popular hikes in Hawaii. You are actually walking on the old tram ties which were used in World War 2 to get supplies to the bunkers located on top of the crater. In total, there are more than a 1000 “stairs” to take – this should be a good and sweaty workout for us I guess.

Ausgerüstet mit genügend Sonnenschutz und Wasser geht es los. Die ersten hundert Meter sind noch einfach zu bewältigen, aber dann nimmt die Steigung extrem zu. Schweißperlen laufen ununterbrochen an mir herunter, und mein Puls schlägt auf Maximalgeschwindigkeit. Wir müssen einige Male anhalten, verschnaufen, unseren Wasserhaushalt auffüllen und den Ausblick genießen. An einigen Stellen ist es so steil, dass wir auf allen vieren die Tramgleise hinaufklettern. Die Motivation lässt dennoch nicht nach, sieht man doch einige duzend Menschen die gleichen Qualen ins Gesicht geschrieben. Nach einer dreiviertel Stunde ist es geschafft: die letzten Meter überwinde ich mit zitternden Beinen und bin überwältigt vom Ausblick. Aber seht selbst:

Prepared with enough water and a hat we are starting the stair workout. While the first one hundred meters are easy to walk, the incline rises extremely quickly. Sweat drops are making their way down my body and my heart rate is at its maximum speed. We have to stop a few times, catch some breath, fill up our water levels and enjoy the fantastic view. At a few points the slope gets so steep that I find myself crawling up the ties. Still, we are highly motivated to make it, and a quick look on all the other struggling people around us eases the pain tremendously. After very long 45 minutes we finally climb the last few stairs (me with shivering legs) and are blown away by the panoramic view.

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Der Rückweg stellt sich nicht leichter heraus als der Aufstieg. Schlussendlich entscheide ich mich, die steilsten Teile auf meinem Popo herunterzurutschen. Sicher ist sicher. Wir sehen Leute, die mehrere Male täglich hoch- und wieder herunterlaufen. Ein Mann erzählt uns, dass es bereits sein dritter Aufstieg am heutigen Tage ist. Selbst die Army scheint die Strecke zu nutzen (aber wohl eher privat), um ihre Soldaten fit zu halten. Wer weiß schon, mit wem Amerika sich als nächstes im Krieg befindet.

The way back isn’t easier as the way up. At one point, I decide that it is easier (and safer) to just slide down the steep parts on my butt. We meet people, who do the trail several times a day. One guy tells us it is already his third time up today. Even the army seems to use the trail to keep their soldiers fit. And who knows when America will start the next war, right?

Den Rest des Tages verbringen wir in Hanauma Bay. Die Bucht ist wunderschön, aber leider auch sehr gut besucht. Zum Schutz des Korallenriffs in der Bucht müssen wir uns einen kurzen Informationsfilm ansehen. Nichts anfassen, nichts füttern, und bloß nicht auf die Korallen stellen. Für uns ist das nicht neues, aber wir sehen später trotzdem viele Touristen, die sich aufs felsige Korallenriff stellen. Kein Wunder also, dass vieles in Strandnähe bereits zerstört ist. Wir unterhalten uns mit einheimischen Freiwilligen, die hier versuchen, die Besucher für das Thema Umweltschutz zu sensibilisieren. Eine schwierige Aufgabe, gerade, da Hawaii so abhängig vom Tourismus ist. Aber wusstet ihr, das Hawaii vor ein paar Monaten ein Gesetz verabschiedet hat, das am 2021 den Verkauf von ozeanschädlicher Sonnencreme verbietet? Hier ist ein sehr interessanter Artikel, der über dieses Thema informiert. Auch wir rüsten uns mit biologisch abbaubarer Sonnencreme auf, die wir in Hanauma Bay sogar gegen den Eintausch unserer alten, oxybenzonhaltigen Sonnencreme vergünstigt kaufen können. Es gibt schließlich nichts wichtigeres, als unsere Natur zu schützen, und was ist einfacher, als am Strand einfach eine zinkhaltige Sonnencreme zu benutzen.

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The rest of the day we are sunbathing at Hanauma Bay. The beach is beautiful and the water is full of corals and fish, but it’s also super crowded by tourists. In order to save the reef and the bay, everyone that wants to enter the Bay has to watch an information video about how to behave. It’s nothing new for us, but still we see many tourists who step onto the corals without caring, and a lot of the corals close to the beach we find already dead. At one stand, we talk with some Hawaiian volunteers for a while who try to preserve the beautiful nature here. It’s a difficult job, having in mind that Hawaii is dependent on tourism mostly. But did you know that the Hawaiian state actually adopted a bill a few months ago that bans the use of chemical sunscreen from 2021? I think it’s a great start to save the reefs and most sun lotion causes bleaching and death to the corals. And because there is nothing more important than saving our nature, we also use reef-friendly sun lotion from now on.

bis bald charlotte