#65 Isla Mujeres: Our last stop before coming home

Die nun wirklich letzten Tage unserer Weltreise möchten wir entspannt an einem schönen Strand der Karibik verbringen, einfach unter Palmen liegen und einen Cocktail oder ein Corona schlürfen. Entlang des Festlandes sind ja sämtliche paradiesischen Strände von den Braunalgen befallen, deswegen weichen wir auf die Insel der Frauen – Isla Mujeres– aus. Der Vorteil ist auch, dass wir am allerletzten Tag einfach nur noch per Fähre und Taxi zum Flughafen Cancún gelangen müssen. Unsere Recherchen haben ergeben, dass hier keine Algen an den Strand gespült wurden und das Wasser kristallklar und karibisch blau sein soll. Diese Rechnung haben wir aber ohne den Wirbelsturm Michael gemacht, der sich vor der Yucatan-Halbinsel aufgebaut und wenige Tage später als Hurrikan Stufe 4 für Verwüstungen und Überschwemmungen in Florida gesorgt hat. Irgendwie haben wir´s mit Stürmen… drei Zyklone in Neuseeland, Hurrikan Lane auf Hawaii und nun Hurrikan Michael. Letzterer wühlt also kurz vor unserer Ankunft auf der Isla Mujeresdas pipiwarme Wasser auf, sammelt ein paar Braunalgen ein und entlädt sie an den schönsten Stränden der acht Kilometer langen Insel. Danke dafür. Hinzu kommt, dass wir im Zentrum der Insel vom amerikanischen Massentourismus regelrecht erschlagen werden, dementsprechend gepfeffert sind auch die Preise. Unser kleines Zimmer riecht muffig und die Laune ist im Keller. Hier sollen wir vier Nächte verbringen? Alternativoptionen sind superteure all-inclusive Resorts oder eben Unterkünfte weit ab vom Schuss. Bleibt uns eigentlich nur noch eins: gutes Essen und Alkohol. Wir stillen unseren Hunger mit Tacos und Quesadillas und gehen recht schnell in die Vernichtung diverser Cocktails über. Der Frozen Mojito in einer Bar gefällt uns so gut, dass wir diesen noch vier weitere Male in den darauffolgenden Tagen bestellen.

We want to spend the last days of our travel relaxing on a beautiful Caribbean beach. Just lying underneath palm trees, drinking cocktails or beers and do not have to worry about the stressful life that might awaits us back home. Due to the fact that the whole Caribbean coastline of Mexico is covered by sargassum, we decided to escape to one of the nearby Mexican islands – Isla Mujeres – which literally means island of the women. According to the Internet research we did, this island should be able to offer us the crystal clear water and white sand beaches –exactly what we are craving for. Unfortunately, we did not take into account that there has been a tropical storm on the Yucatan peninsula just two days ago. You might have heard of this storm in the media, its name is Michael and it developed into a category four hurricane just after hitting Mexico and caused huge damages in Florida. Yes, you heard correctly, another storm crossing right into our travel route. Is it destiny or global warming? I don’t know, but Michael makes sure that heaps of sargassum find its way onto the beautiful beaches of Isla Mujeres. On top of that, we are quite shocked seeing how touristic ally developed the island is. Flooded by American tourists, the centre is full of restaurants and souvenir shops and finding a cheap accommodation has been tricky. Our room turns out to be mouldy and musty, but still it’s the best option regarding the fact that it is situated right in the middle of the city centre. Other options would be way to expensive all-inclusive resorts or accommodations on the other side of the island which is not that developed. It’s only for our last four nights and the money we save we can easily invest in good food and cocktails. There are actually a few good bars around and we keep on exploring different ones every day.

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Um die Zeit herumzubekommen, schlendern wir die nahen Strände ab und dümpeln ein wenig (manchmal neben zentnerschweren Amis) im seichten Wasser. Mit der Taucherbrille kann man etwa fünf Meter vom Strand entfernt die Braunalgen am Meeresgrund sehen. Immerhin liegen sie hier nicht direkt am Strand. Das Wasser ist zwar etwas trübe, aber echt angenehm warm und einigermaßen blau. Eine weitere Beschäftigung auf der Insel ist offensichtlich, in einem Golfkart durch die Gegend zu fahren. Super Idee, leider sind die Dinger übertrieben teuer. Wir leihen uns einen Roller (zu zweit passen wir da ja auch drauf, im Gegensatz zu so manchen bereits erwähnten Mitmenschen, die sich dann eben mit Bier in der Hand auf so ein Golfkart hieven) und erkunden die Insel. Doch so richtig überzeugt uns das auch nicht. Überall stehen halb fertig gebaute Hotelruinen herum und die wenigen kleinen Buchten werden von Resorts umzingelt. Dort latschen wir auch einfach dreist durch, um unser Recht wahrzunehmen, denn jeder Strand in Mexiko darf von jedem betreten werden. Trauriger Höhepunkt dieses Strändeabklapperns: wir entdecken zwei kleine Walhaie, die eingezäunt an einem Steg im seichten Wasser gehalten werden. Eine Treppe bietet einfachen Zugang. Hier kann man auch außerhalb der Saison mit Walhaien „schwimmen“! Die sanften Riesen leben üblicherweise von Mai bis September in diesen Gewässern und man kann dann die in freier Wildbahn lebende Tiere beobachten und mit ihnen schnorcheln. Um solch eine „Attraktion“ wohl ganzjährig anbieten zu können, gibt es diese beiden gefangenen Walhaie. Einen anderen, weniger traurigen Grund kann ich nicht erkennen.

What to explore on a relatively little island? There is honestly not much to do except lying on the beach or swimming. With my diving googles I can spot the tons of sargassum just five metres away from the beach. The water is still murky, but nicely warm and still looking blue (not brown, as it has been the case in Tulum). We decide to explore the island with a scooter the other day. Most tourists rent golf carts here, but we found out this activity is super expensive and the golf carts not as speedy as the scooter we end up with. To be honest, the south of the islands cannot be called a beauty. Everywhere you can see unfinished construction projects or hotels that are for sale. All the beaches are blocked by expensive beach clubs, too. Due to the fact that it is Mexican law that the beaches stay open for everyone, we just make our way through the resorts to get to them. Here, we see one of the most disappointing things we encountered in our whole travel: two little whale sharks kept locked up just a few metres away from the sun chairs. There is actually a big whale shark migration season from May to September, but this terrible keeping indicates that the two whale sharks ensure a nearby hotel an all-around-the-year swimming experience with whale sharks for paying customers. That is so sad.

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Ich erkunde noch einmal allein eine Ecke der Insel mit dem Roller und entdecke eine kleine Bucht (gut, so versteckt ist sie gar nicht), in der keine Algen angeschwemmt wurden. Das Wasser ist unfassbar blau, der Strand geht ganz seicht in die Lagune über und alles wird von schattenspendenden Palmen gesäumt. Für Hotelliegen ist auf diesem kleinen Strand kein Platz, zu schmal ist er. Wir haben unser Paradies gefunden! Die folgenden und letzten zweieinhalb Tage sind wir viermal hier und treiben im karibischen Wasser, dösen im Schatten am Strand und trinken ein Corona am späten Nachmittag (kein Bier vor Vier!). Lotti findet per Tripadvisor richtig gute, aber immer noch recht günstige Restaurants und so beenden wir unsere lange Reise eigentlich damit, was wir am Häufigsten gemacht haben: leckeres Essen essen. Am Ende sind die vier Tage auf der Isla Mujeresdoch gar nicht so schlimm, wie anfangs befürchtet. Das Wasser wurde Tag für Tag klarer, da der Hurrikan ja schon ein paar Tage her ist. Die Steilküste zum offenen Meer ist an den komplett unbebauten Abschnitten echt schön. Die Amerikaner haben einfach auf ihre Art Spaß, gurken tagtäglich mit ihren Golfkarts um die Insel und genießen ihren kargen Jahresurlaub offensichtlich in vollen Zügen. Und Lotti und ich saugen jeden Sonnenstrahl in uns auf, denn nach knapp sechs Wochen mittelamerikanischer Wärme geht es endgültig heim und damit hinein in den deutschen Herbst und Winter. Wir freuen uns schon riesig und können es kaum erwarten, endlich wieder zu Hause zu sein.

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On my way exploring the island on my own, I finally spot the perfect beach to chill the next days. The water is insanely blue and the situation of the bay ensured that there is nearly no sargassum. Moreover, the beach is quite small and therefore also not popular among tourists. Which means, no sun chairs, no restaurants and only white sand and palm trees giving shade. We end up going here four times, lying in the water and drinking beer. Lotti finds some awesome but affordable restaurants on the island and we end up doing what we enjoyed the most during our travels: eating delicious food. On top of that, also the water quality gets better every day. Lotti and I spend every free minute enjoying this little paradise, because after more than six weeks being in Latin America and enjoying the sun, it’s nearly time to face the cold German autumn and winter. However, we are looking forward to finally be back home with friends and family.

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  1. Och Mensch, mir hat das lesen des Blogs immer so viel Spaß gemacht. Schade, dass eure Reise vorbei ist.
    Einen schönen Start in euren Alltag wünsche ich euch.

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