#62 Oaxaca: The coolest waterfall I’ve ever seen

Ab in die nächste Stadt. Nach 12 Stunden im mexikanischen Nachtbus kommen wir leicht verschlafen in Oaxaca an. Für die Stadt im gleichnamigen Bundesstaat haben wir nur drei Nächte eingeplant – die Vorfreude auf die kommenden Strandtage ist bereits zu groß um viel Zeit in einer Großstadt zu verplempern.

Großstadt ist vielleicht übertrieben: Oaxaca hat gerade einmal 300.000 Einwohner. Trotz der Tatsache, dass die Architektur San Cristóbal verdammt ähnelt, erscheint mir auf den ersten Blick alles ein bisschen lauter, größer und touristischer.

Let’s get to the next city. After 12 hours in a Mexican overnight bus we tiredly arrive in Oaxaca. In the city, which is located in the state of the same name, we have planned to stay three nights. After weeks of not-seeing the ocean, we can’t wait to finally feel the sand underneath our feet again. Therefore, why should we spend too much time in another big city?

Well, maybe I shouldn’t call it big city – Oaxaca has only 300.000 citizens. Although the city feels like lookalike of San Cristóbal regarding architecture, everything seems a little bit bigger and more touristy.

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Wie wir am nächsten Tag bei der Free Walking Tour feststellen, sind die beiden Städte doch nicht so grundverschieden – zumindest was die Anzahl der Kirchen angeht. Vor der Kathedrale von Oaxaca, an der die Tour beginnt, bestaunen wir zunächst die Zeltstadt, die auf dem angrenzenden Platz aufgebaut ist. Die Lehrer streiken mal wieder, ist die nüchterne Antwort unserer Führerin. Wofür sie genau streiken, weiß sie leider nicht – mal ist für es mehr Gehalt, mal ist es für mehr Rente, mal ist es für weniger Arbeitszeit, sagt sie. Vor dem Stadthaus sind weitere Stoffbahnen mit Forderungen aufgehängt. Ob die auch von den mexikanischen Lehrern kämen, frage ich. Nein, das ist eine andere Berufsgruppe, die gerade streikt, ist die Antwort. Fazit: Mexikaner mögen anscheinend gerne streiken und sind, wie wir zudem erfahren, nicht wirklich zufrieden mit der aktuellen politischen Situation. „Vielleicht wird es ja mit dem nächsten Präsidenten in Mexiko besser“ scherzt eine texanische Teilnehmerin unserer Gruppe. „Das hoffe ich“ ist die vielsagende Antwort unserer Führerin. „Das hoffe ich für uns auch“ ergänzt die Texanerin und ich kann mir ein Lachen nicht verkneifen.

On the next day, we take part in a free walking tour. First thing we learn – both cities are similar regarding the amounts of churches you find everywhere. On our meeting point, which is, of course, a church, we’re surprised to spot a little tent city which has been set up at the main square. It’s a teacher strike, our guide tells us. What are they striking for?, we ask. It’s always something different, the guide replies. On the opposite side of the square, in front of the city hall, there are even more banners. Does this belong to the teacher strike as well?, I ask. No, that’s a different strike, the guide says, and adds: Mexicans love to strike. And apparently, they don’t seem to be that happy with their current political situation, as we learn later. One of the other tour participants, an older Texan lady, tries to find supportive words: ‘Maybe everything gets better with your next president’, she says.  And adds: ‘We hope that for ourselves, too’.

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Wir schließen die Stadttour mit einem typischen Eis aus Oaxaca ab. Leche quemada con tuna sollen wir bestellen, sagt die Führerin. Bedeutet Tuna gleich Thunfisch? Die Begriffsbezeichnung geht weiter über meine aktuellen Spanischkenntnisse hinaus, aber davon lassen wir uns natürlich nicht abschrecken. Es wird schon schmecken. Wie sich heraustellt, ist Leche quemada con tuna kein Thunfischeis, sondern Milcheis mit einem Topping aus Feigenkaktuswassereis. Für alle Nicht-Botaniker unter euch habe ich mal ein Foto von einem original-mexikanischen Feigenkaktus geschossen (bei dem Feigenkaktus handelt es sich um die platten, tropfenförmigen Kakteen im Hintergrund). Vielleicht habt ihr ja selbst einen zu Hause auf der Fensterbank und ich kann im nächsten Sommer ein Feigenkaktuseis bei euch essen.

At the end of the city tour (which of course, ends at another church), we follow the recommendation of our tour guide and try Leche quemada con tuna. To be honest, I don’t know what I am ordering but I pray that it has nothing to do with what I translate with the little Spanish I know (and that would be burned milk with tuna). It turns out that tuna is not a sort of fish but a red slushy ice made from prickly pear cactus. For all of you who don’t know what that is – I spared neither expense nor effort to shoot a prickly pear cactus in Mexico (it’s the flat cactus in the back of the picture). Maybe one of you has a prickly pear cactus at home so we can eat prickly pear cactus ice-cream during the next summer. I really liked the flavour of it.

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Es hat tatsächlich bis Oaxaca gedauert, um Kakteen in der Landschaft zu entdecken. Da ich auch kein Botaniker bin überlasse ich euch mal lieber die korrekte Bestimmung für die nachfolgenden Fotos. Ich bin auf jeden Fall überrascht, wie unfassbar viele riesige Kakteen wir bereits zu Gesicht bekommen haben. Auch wenn ihr jetzt vielleicht sagt: Aber du bist doch in Mexiko, was erwartest du? – Ich werde mich weiterhin an jedem einzelnen Kaktus erfreuen, den wir zu Gesicht bekommen. Wusstet ihr zum Beispiel, wie riesige Kakteen aussehen, wenn sie absterben? Es sieht fast aus wie ein menschliches Skelett.

It actually took me until Oaxaca to spot the first cactus. Believe me, otherwise I would have spammed you before with hundreds of photos (as I intend to do now). I don’t know why, but standing next to a two-meter big cactus is making a big impression on me. I can’t fight it, I would start studying biology right away if it’s only about cactus. And to be honest, did you know how a dead cactus looks like (besides that one on your window board)? I doubt it, because I didn’t know before either. Watch and learn!

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Mein persönliches Highlight in Oaxaca (neben den unzähligen Kakteen) war der Besuch des Hierve el Agua. Die Steinformationen auf der Hochebene wirken wie ein riesiger eingefrorener Wasserfall. Versteinert sind die Wasserfälle nicht ganz, es läuft nur nicht so viel Wasser herunter wie beispielsweise bei den Wasserfällen von Agua Azul. Und da das Wasser hier besonders mineralstoffreich ist, hat es mit der Zeit die besonderen Steinformationen geschaffen. Während wir am unteren Ende des Wasserfalls stehen, komme ich mir vor, als würde ich in einer Outdoor-Tropfsteinhöhle stehen. Es ist wahnsinnig beindruckend! Auch als wir oben sehen, wie das warme Wasser aus dem Berg sprudelt, bin ich von der Tatsache, dass diese Wasserfälle in über Tausenden von Jahren entstanden sind, überwältigt. Als Extra gibt es die wunderschöne Landschaft und einen natürlichen Infinity Pool gratis mit dazu – der Besuch gehört jetzt schon zu einem meiner absoluten Naturhighlights unserer Reise. Was wir übrigens auch noch besucht haben, ist der dickste Baum der Welt – der Tule Baum. Er soll fast zweitausend Jahre alt sein und hat teilweise einen Durchmesser von mehr als vierzig Meter. Ganz schön viele Eindrücke also! Und weil wir ja nicht nur unterwegs sind, um neue Dinge zu erleben, sondern auch, um uns physisch und psychisch auf den stressigen Arbeitsalltag vorzubereiten, haben wir als nächstes einen kleinen Mini-Urlaub eingeplant. Nach all den Ruinen, Bäumen und Wasserfällen wird es Zeit für ein wenig Strandurlaub. Puerto Escondido, wir kommen!

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My personal favourite in Oaxaca was actually our visit to Hierve el Agua, massive petrified waterfalls. The waterfalls have been created during thousands of years due to its fresh spring water which is over-saturated with minerals. It’s a crazy feeling standing next to a frozen-like 30-meter-high water waterfalls. I’d say it’s comparable to a dripstone cave, but much better. On top of that, the landscape around Hierve el Agua is absolutely stunning. And did I mention there is a natural infinity pool where we could go for a swim? For me, this was surely one of the best natural attractions we visited on our travel! What also impressed me was the visit of the biggest tree in the world – the Tule tree, which is around 2000 years old and has a diameter of more than 40 metres. You see, this world trip is not only fun, but also caters educational purposes. And because that’s tough to take non-stop, we decided it’s time for a mini-vacation. For the next week, you will therefore find us in Puerto Escondido, lying at the pool or beach, surfing, reading a book, and preparing ourselves for the upcoming return to Germany.

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bis bald charlotte

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