#53 Honululu: Our first days on the island of Oahu

Wir sind in Hawaii. WIR SIND IN HAWAII! Oder heißt es doch “auf” Hawaii? Egal, ich kann es immer noch kaum fassen. Es fühlt sich an wie Weihnachten und Geburtstag gleichzeitig. Nach neunstündigem Flug über den Pazifik landen wir pünktlich um sechs Uhr morgens auf Oahu, einer der Hauptinseln Hawaiis. Nachdem wir an der Grenzkontrolle zwei Möhren, fünf Erdbeeren, einen Apfel und eine Packung Cherrytomaten abgeben müssen (Reste unseres Verpflegungspakets, da wir mal wieder mit einem Billigflieger unterwegs waren) und unseren Mietwagen abholen, kann das Hawaii-Abenteuer losgehen.

We are in Hawaii. WE ARE IN HAWAII! Or is it “on“ Hawaii? I don’t know or care, but I still cannot believe this is really happening. After a long and not so comfy 9-hour flight we are landing at 6 am on Oahu, one of the main islands of Hawaii. At border control, we have to give away the rests of our food package we took on the flight (because Jetstar does not even provide you with water). After we got to our rental car, the Hawaiian adventure can finally start.

Processed with VSCO with av8 presetProcessed with VSCO with av8 preset

Die letzten Tage in Australien stecken uns noch in den Knochen. Die 1800 kilometerlange Rückfahrt nach Sydney, der Verkauf unseres Autos und das Packen unserer Rucksäcke war wahrlich kein Zuckerschlecken. Wer sich noch nach einer kleinen Zusammenfassung unseres Abenteuers in Australien sehnt, für den haben wir ein kleines Video zusammengeschnitten, welches ihr auf dieser Seite findet.

The past days in Australia were kind of stressful – driving back 1800 kilometres to Sydney, sell our car on time, and of course, pack our bags (which means to also get rid of a lot of things). The ones of you who would like to watch a little summary of our Australian adventure – we just uploaded it on our travel video site.

Zurück nach Hawaii. Da wir unser Airbnb, welches etwas außerhalb der Hauptstadt Honolulu liegt, erst gegen 10 Uhr morgens beziehen können, entscheiden wir uns spontan, erst einmal zum berühmten Waikiki Strand zu fahren. Nach nur wenigen Stunden Schlaf sehnen wir uns beide nach einem Eiskaffee, schlüpfen ins Strandoutfit und setzen uns unter die nächste Palme. Es ist ein verrücktes Gefühl, wenn man bedenkt, dass wir gestern noch bei australisch-winterlichen Temperaturen in Sydney gesessen haben. Was noch verrückter ist: Wir erleben Samstag, den 18. August, gerade ein zweites Mal, da wir über die Datumsgrenze geflogen sind. Das heißt, diese Woche hat für uns acht Tage. Und während ich am Samstag gestern noch meine letzten Sachen in Sydney gepackt habe, liege ich am heutigen Samstag bei 28 Grad an Hawaiis berühmtesten Strand und beobachte, wie sogar Hunde auf Surfbrettern stehen.

Back to Hawaii. Due to the fact that we can move into our Airbnb by 10 am, we decide to spend the time waiting at Honolulu’s (or Hawaii’s?) most famous beach: Waikiki. With a lack of sleep, there is nothing more rewarding and comforting than an iced coffee. We get ourselves dressed beach-appropriately and find the next palm tree to sit underneath. It’s crazy that only a few hours ago, it was freezing cold in Sydney. Funnily enough, we are actually experiencing Saturday, the 18thof August twice, because we flew over the International Date line. So yesterday on Saturday, I was packing my last things. And today on Saturday, I am sitting at the beach watching hundreds of surfers in the water (we even see a dog on a surfboard). How crazy is that?

Nach einem kleinen Powernap in unserer Unterkunft fahren wir zur Made in Hawaii Ausstellung. Hier gibt es alles, für was Hawaii wohl berühmt ist: Hawaii-Hemden, Ukulelen, Blumenketten… wir schauen uns ein wenig um, dürfen ein paar lokale Köstlichkeiten probieren und bleiben am Ende in der Entertainment-Arena hängen, wo eine dreiköpfige hawaiianische Band gerade ein kleines Konzert gibt. Die Stimmung ist super, die Musik lässt sofort Urlaubsstimmung aufkommen, und als eine ältere Dame sogar noch Hula auf der Bühne zum Besten gibt, ist es um mich geschehen: Ich habe mich offiziell in Hawaii verliebt.

After a little powernap in our tiny Airbnb, we go to explore the “Made in Hawaii” fair, which is happening this weekend. We stroll around the various stands which obviously try to sell everything Hawaii is famous for – Hawaii shirts, ukuleles, flower garlands… we end up listening to a small Hawaiian band which truly knows how to entertain the crowd. It is so much fun to watch them play, and after an older Hawaiian lady decides to dance Hula to the music, I can’t deny it anymore: I am officially in love with Hawaii.

Gegen Abend schauen wir uns noch eine weitere Hula Gruppe an. Am Royal Hawaiian Center (welches zu einem der populärsten Hotels der Insel gehört) gibt es jeden Abend kostenlose Auftritte. Wir lernen einiges über die Bedeutung des Hula-Tanzes, die verschiedenen Stammesrituale und wie wichtig es ist, diese Kultur an die nächste Generation weiterzugeben. Die meiste Zeit starre ich wie gefesselt auf die Tänzerinnen, und ich kann nicht anders, als zu behaupten, dass Hula der wahrscheinlich schönste Tanz der Welt ist.

In the evening, we decide to watch another hula performance in Waikiki. At the Royal Hawaiian Center (which belongs to the famous Royal Hawaiian Hotel) you can watch free Hula performances nearly every evening. While watching, we learn a lot about the meaning of Hula, the differences of Hula according to the tribes and how important it is to make sure the next generation dances Hula as well. Most of the time, I cannot take my eyes of the dancers. It is probably the most beautiful dance I’ve ever seen. It’s so pure, and divine, and magical.

Processed with VSCO with av8 presetProcessed with VSCO with av8 presetProcessed with VSCO with av8 preset

Am nächsten Tag stehen wir früh auf. Einerseits, um dem Jetlag entgegenzuwirken, andererseits auch, da die Temperaturen um sieben Uhr morgens bereits über 20 Grad liegen und wir vorhaben, auf den Koko Headhochzuwandern. Wobei wandern bei diesem Treck vielleicht die falsche Bezeichnung ist. Der Weg auf den 368 Meter hohen Vulkankrater ist eher bekannt als „Koko Head Stairs“ und gehört zu einem der populärsten Trecks der Insel. Man läuft auf ehemaligen Tramgleisen, die im zweiten Weltkrieg dazu benutzt wurden, um Vorräte und Gerätschaften in die auf der höchsten Spitze des Vulkankraters liegenden Bunker zu transportieren. Insgesamt zählt der Weg über 1000 „Stufen“ und ist an der stärksten Neigung über 50 Grad Steil. Es sollte also etwas anstrengender werden, als auf die Halde Hoheward hochzulaufen.

It’s an early morning the next day. We want to climb the Koko Head before it’s too getting too hot. The trail up on the 366-meter-high volcanic crater is also known as “Koko Head Stairs” and one of the most popular hikes in Hawaii. You are actually walking on the old tram ties which were used in World War 2 to get supplies to the bunkers located on top of the crater. In total, there are more than a 1000 “stairs” to take – this should be a good and sweaty workout for us I guess.

Ausgerüstet mit genügend Sonnenschutz und Wasser geht es los. Die ersten hundert Meter sind noch einfach zu bewältigen, aber dann nimmt die Steigung extrem zu. Schweißperlen laufen ununterbrochen an mir herunter, und mein Puls schlägt auf Maximalgeschwindigkeit. Wir müssen einige Male anhalten, verschnaufen, unseren Wasserhaushalt auffüllen und den Ausblick genießen. An einigen Stellen ist es so steil, dass wir auf allen vieren die Tramgleise hinaufklettern. Die Motivation lässt dennoch nicht nach, sieht man doch einige duzend Menschen die gleichen Qualen ins Gesicht geschrieben. Nach einer dreiviertel Stunde ist es geschafft: die letzten Meter überwinde ich mit zitternden Beinen und bin überwältigt vom Ausblick. Aber seht selbst:

Prepared with enough water and a hat we are starting the stair workout. While the first one hundred meters are easy to walk, the incline rises extremely quickly. Sweat drops are making their way down my body and my heart rate is at its maximum speed. We have to stop a few times, catch some breath, fill up our water levels and enjoy the fantastic view. At a few points the slope gets so steep that I find myself crawling up the ties. Still, we are highly motivated to make it, and a quick look on all the other struggling people around us eases the pain tremendously. After very long 45 minutes we finally climb the last few stairs (me with shivering legs) and are blown away by the panoramic view.

Processed with VSCO with av8 presetProcessed with VSCO with av8 presetProcessed with VSCO with av8 presetProcessed with VSCO with av8 presetProcessed with VSCO with av8 preset715039E8-2166-4E39-BF23-324648B63940516CC887-E646-4B34-9723-82C9CAAE45F5

Der Rückweg stellt sich nicht leichter heraus als der Aufstieg. Schlussendlich entscheide ich mich, die steilsten Teile auf meinem Popo herunterzurutschen. Sicher ist sicher. Wir sehen Leute, die mehrere Male täglich hoch- und wieder herunterlaufen. Ein Mann erzählt uns, dass es bereits sein dritter Aufstieg am heutigen Tage ist. Selbst die Army scheint die Strecke zu nutzen (aber wohl eher privat), um ihre Soldaten fit zu halten. Wer weiß schon, mit wem Amerika sich als nächstes im Krieg befindet.

The way back isn’t easier as the way up. At one point, I decide that it is easier (and safer) to just slide down the steep parts on my butt. We meet people, who do the trail several times a day. One guy tells us it is already his third time up today. Even the army seems to use the trail to keep their soldiers fit. And who knows when America will start the next war, right?

Den Rest des Tages verbringen wir in Hanauma Bay. Die Bucht ist wunderschön, aber leider auch sehr gut besucht. Zum Schutz des Korallenriffs in der Bucht müssen wir uns einen kurzen Informationsfilm ansehen. Nichts anfassen, nichts füttern, und bloß nicht auf die Korallen stellen. Für uns ist das nicht neues, aber wir sehen später trotzdem viele Touristen, die sich aufs felsige Korallenriff stellen. Kein Wunder also, dass vieles in Strandnähe bereits zerstört ist. Wir unterhalten uns mit einheimischen Freiwilligen, die hier versuchen, die Besucher für das Thema Umweltschutz zu sensibilisieren. Eine schwierige Aufgabe, gerade, da Hawaii so abhängig vom Tourismus ist. Aber wusstet ihr, das Hawaii vor ein paar Monaten ein Gesetz verabschiedet hat, das am 2021 den Verkauf von ozeanschädlicher Sonnencreme verbietet? Hier ist ein sehr interessanter Artikel, der über dieses Thema informiert. Auch wir rüsten uns mit biologisch abbaubarer Sonnencreme auf, die wir in Hanauma Bay sogar gegen den Eintausch unserer alten, oxybenzonhaltigen Sonnencreme vergünstigt kaufen können. Es gibt schließlich nichts wichtigeres, als unsere Natur zu schützen, und was ist einfacher, als am Strand einfach eine zinkhaltige Sonnencreme zu benutzen.

Processed with VSCO with av8 presetProcessed with VSCO with av8 presetProcessed with VSCO with av8 preset

The rest of the day we are sunbathing at Hanauma Bay. The beach is beautiful and the water is full of corals and fish, but it’s also super crowded by tourists. In order to save the reef and the bay, everyone that wants to enter the Bay has to watch an information video about how to behave. It’s nothing new for us, but still we see many tourists who step onto the corals without caring, and a lot of the corals close to the beach we find already dead. At one stand, we talk with some Hawaiian volunteers for a while who try to preserve the beautiful nature here. It’s a difficult job, having in mind that Hawaii is dependent on tourism mostly. But did you know that the Hawaiian state actually adopted a bill a few months ago that bans the use of chemical sunscreen from 2021? I think it’s a great start to save the reefs and most sun lotion causes bleaching and death to the corals. And because there is nothing more important than saving our nature, we also use reef-friendly sun lotion from now on.

bis bald charlotte

 

5 Antworten auf “#53 Honululu: Our first days on the island of Oahu”

  1. Findet ihr nicht, dass Ihr eine Doppelmoral pflegt?
    Behaupten, dass man die Natur schützen muss und biologisch abbaubare Sonnencreme nutzen sollte aber eine Weltreise unternehmen mit tausenden von Flugkilometern?

    Gefällt mir

    1. Hallo Jonas,
      natürlich ist unser CO2-Abdruck durch unsere Flugreisen nicht gerade positiv. Wir versuchen, unseren Beitrag zum Umweltschutz in anderen Aspekten umzusetzen: Reduzierung von Plastik, eine vegetarische Ernährung mit möglichst regionalen Lebensmitteln, und halt auch eine korallenriff-freundliche Sonnencreme. Für uns ist diese Weltreise eine einmalige Sache, die wir schon lange verwirklichen wollten und uns hart erarbeitet haben, und wir nehmen die Flugreisen dafür in Kauf. Nenne es Doppelmoral, wenn du magst, aber für uns ist es wichtig, dass wir in allen Aspekten des tägliche Lebens kleine Dinge verändern, die der Umwelt zugute kommen. Und ich bin mir sicher, dass wir nach unserer Weltreise nicht unbedingt das Flugzeug nutzen werden, um in den Urlaub zu fahren!
      In diesem Sinne: Haters gonna hate and potatoes gonna potate!

      Liebe Grüße aus Hawaii,
      Lotti

      Gefällt mir

      1. Ich gönnen euch die Reise sehr und verfolge als ehemaliger Klassenkamerad von Marius euren Reiseblog in unregelmäßigen Abständen mit viel Aufmerksamkeit.
        Grundsätzlich ein dickes Lob für die überwiegend tollen Berichte und Fotos.
        Nur dieser eine Punkt ist mir ein wenig negativ aufgestoßen…

        Aber das wichtigste für euch ist: genießt die Reise egal was andere sagen oder euch vorschreiben!

        Gefällt mir

  2. Hallo,ihr Zwei!
    Als allererstes hoffe ich,daß ihr Hurrican „Lane“gut überstehen werdet!!!
    Habe gestern mein Handy bei meinem Daddy vergessen und werde es gleich abholen.
    Letzte Nacht viel an euch gedacht.
    Sehr schöne Bilder und Eindrücke!!
    Heute vormittag kamen in den Nachrichten erste Aufnahmen vom Unwetter.
    Hoffe,daß euer Airbnb gut genug konstruiert ist!!

    Bis bald
    euere Ma/Iris

    Gefällt mir

  3. Der heutige Montagmorgen fängt gut an: Ich habe endliche Zeit Euren neuen Blog zu lesen. Und dann noch dieser wunderbare Videofilm über Australien. Beim Abspielen denke ich, der Film hat zwei Seiten. Die für den Betrachter: Er darf in eine unbekannte Welt schnuppern und dabei anfangen zu träumen (übrigens tolle Musik dazu!!). Für den / die Produzenten: Jeden Bruchteil der Filmscenen könntet Ihr mit stundenlangen Erzählungen ausschmücken und sie bringen Euch gedanklich in das Erlebte zurück. Einfach super!!!
    Bei dem Anstieg zum Vulkan musste ich unweigerlich an den Aufstieg zum Machu Picchu denken. Es war bei uns stockdunkel (morgens gegen 5 Uhr) und wir sind in der Gruppe 1 Stunden nur Stufen bergauf gelaufen. Da blieb keine Haut trocken und der Puls lief ebenfalls auf Hochtouren. Hat sich dann auch mehr als gelohnt.
    Apropo Film: Ich arbeite gerade an meinem neuen Sailing-Film von der Ostsee. Ist fast fertig und ein Produkt von 14 Minuten. Muss gleich noch die passende Musik dazu finden. Ihr werdet ihn sicherlich ab Oktober zu sehen bekommen.
    Weiterhin viele schöne Erlebnisse und übrigens Marius: Hier werden händeringend Lehrer gesucht 😉
    Liebe Grüße von WinniPa

    Gefällt 1 Person

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s