#43 Melbourne: We’re back in Australia!

Es fühlt sich gut an, wieder auf australischem Boden zu sein. Das sage ich nicht nur, weil wir endlich wieder in einer richtigen Großstadt sind (die tatsächlich genauso viele Einwohner hat wie ganz Neuseeland), sondern vor allem, weil wir schon wissen, wie hier der (australische) Hase läuft. Leicht entkräftet von der langen Reise (unser Flug hatte über eine Stunde Verspätung) geht es mit dem Bus und Uber in unser Airbnb. Damian, der Besitzer, ist tatsächlich noch bis ein Uhr wach und holt uns an der Pforte ab. Es geht hinauf in den 38. Stock und ich muss zweimal blinzeln, als ich den sagenhaften Ausblick aus dem Fenster sehe. Auch wenn wir in dieser Unterkunft ein wenig mehr bezahlen, als in einem stinkenden 10-Bett Hostelzimmer, bin ich mir jetzt schon sicher, dass ich bei dieser Buchung alles richtiggemacht habe. Vor allem, weil auf dem 52. Stock noch ein großes Schwimmbecken, ein Whirlpool, ein Fitnessstudio und ein Dampfbad auf uns warten. Da können die popeligen Hostels einstecken! Und wer möchte nicht gerne über der glitzernden Skyline nächtigen.

It feels good to be back on Australian ground. Not only, because we’re finally back in a big city (which actually has as many citizens as whole New Zealand), but also because we generally know how things work around here. Arriving late and exhausted (our flight had a delay of more than one hour) we’re taking a bus and Uber to our Airbnb. Damian, the owner of the place, is still up at 1 o’clock (thank God) and welcomes us at the gate of the huge apartment complex. We’re taking the lift to the 38th floor, and to be honest, the first view on the skyline feels surreal. Even though we’re paying a few more dollars for this accommodation compared to smelly hostel bunkbeds, I’m already sure that it is worth every cent. Especially taking into account that there is supposed to be a swimming pool, a Jacuzzi, a gym and a steam room on the 52th floor. Hell yes, let’s pamper ourselves for the next three nights. And who doesn’t want to sleep above a sparkling skyline.

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Trotz Jetlag und wenig Schlaf klingelt uns der Wecker am nächsten Morgen um acht Uhr wach. Auch wenn die Zeit in Melbourne noch als ‚Urlaub’ deklariert werden kann, haben wir in diesen drei Tagen ein klares Ziel: es muss ein neues Auto her! Nach reiflicher Überlegung haben wir überlegt, dass wir in Australien ähnlich flexibel sein wollen, wie in Neuseeland. Das gilt a) für unser Vorhaben, mehr vom Land zu sehen als ein paar Metropolen und b) für die Jobsuche, bei der wir dann auch flexibler sein können. Irgendwann muss ja schließlich wieder Geld auf unsere Bankkonten fließen (sonst bleibt nachher womöglich gar kein Geld mehr für ein Rückflugticket). Da unser Budget durch zwei Monate Neuseeland und einen verlustbringenden Verkauf von Bärbel etwas geschrumpft ist, wir uns aber trotzdem mehr Fahrkomfort wünschen (und weniger Besuche beim Mechaniker), soll ein jüngeres Auto mit Allradantrieb her und kein richtiger, alter Campervan. Beim Gedanken daran sehe ich mich schon über die Sanddünen auf Fraser Island heizen.

Despite jetlag and an obvious lack of sleep the alarm rings at 8 o’clock the next morning. Even though the days that we’ll spend in Melbourne can still be declared as ‘holiday’, there is an urgent goal for the upcoming three days: find a new car! After putting much thought into it, we came to the decision that this is the only reasonable option for us. We want to a) be more flexible regarding new workplaces (we have to make new money sooner or later) and b) see more of Australia than just the suburbs of a big city. Because our budget has shrunk enormously after spending two months in New Zealand (not to mention the awful selling price of our campervan), we will not be able to afford another self-contained campervan. However, cars with a four-wheel drive seem quite affordable to us and would also give us a better comfort of driving. Why not go for this option? I am already seeing myself racing through the sand on Fraser Island.

Meine Tourplanung von Melbourne hält sich daher strickt an Marius’ geplante Autobesichtigungen. Ein Panini und einen Kaffee später befinden wir uns also schon um 10 Uhr morgens auf einem Parkplatz und schauen uns einen Mitsubishi Outlander von 1999 an. Was ein Monster! Alleine der Motor ist mindestens doppelt so groß als das, was wir von Bärbel gewöhnt waren. Die Reifen sind leider heruntergefahren, es gibt einen riesigen Riss in der Windschutzscheibe und wir entdecken verdächtige Ölspuren im Motor – damit ist der Wagen abgeschrieben. Dass der Wagen aussah, als käme er gerade von einer Wüstenrallye, kann ich beiläufig erwähnen. Ihr merkt, wir avancieren langsam aber sicher zu Autoprofis – und je mehr man plötzlich über Motoren und verdächtige Geräusche im Motor weiß, desto einfacher laufen auch die Besichtigungstermine und Verhandlungsgespräche. Und davon haben wir jetzt noch sechs vor der Brust.

My planned city trip has therefore only secondary priority. First and foremost, we want to inspect as many cars as possible. Having said that, I find myself on a carpark at 10 o’clock checking the first vehicle: A Mitsubishi Outlander from 1999. Luckily, we had enough time to have a quick breakfast and coffee before. The car turns out to be a real monster, it is unbelievably huge (especially compared to our old tiny little one)! Nevertheless, the tyres look quite old, there is a huge crack in the windscreen and we discover suspicious oil stains in the engine. Not to mention that the car looks like it just competed in a desert rally. It is obvious that we won’t take this car – and you can acknowledge that we definitely advanced our car buying skills after having dealt with some serious issues in New Zealand. We now feel much more confident and hey, there are just six more inspections to go.

Nach der ersten eher negativ-verlaufenden Besichtigung haben wir ein paar Stunden, um erste Eindrücke von Melbourne zu sammeln. Mein Stadtführer-Modus läuft auf Hochtouren und ich freue mich richtig, die Stadt zu entdecken. Ein dickes Dankeschön muss ich hier erst einmal an Alina aussprechen, die unsere Reiseplanung für Melbourne mit ihren Tipps komplett abgedeckt hat. Und wie immer muss ich hinzufügen, dass man eine Stadt am besten an der Seite oder mit Empfehlungen von Einheimischen bereisen sollte.

After the first rather disappointing inspection we have a few hours to collect some first impressions of the city itself. I am really excited to discover the city, especially because our friend Alina gave us so many promising tips for Melbourne (thank you!). It’s just always better to explore with recommendations of a local.

Von unserem Apartment können wir bequem über die Sandridge Bridge in die Innenstadt spazieren. An der Seite der Brücke sind riesige Glastafeln befestigt, die Informationen über die verschiedenen Einwanderergruppen Melbournes preisgeben. So wird der Spaziergang zur ersten Lehrstunde über die bunte Bevölkerungsstruktur Melbournes und man bekommt das Gefühl, dass die Stadt stolz auf ihre Einwanderungsgeschichte ist. Gleich hinter der Brücke fängt der Central Business District an. Innerhalb der sechs Quadratkilometer bietet die Stadt einen kostenlosen Straßenbahnservice an, und so hüpfen Marius und ich direkt auf die nächste urige Bahn (laufen werden wir die nächsten Tage noch genug). Nach einem kurzen Halt an der ACDC Lane (die tatsächlich der gleichnamigen australischen Rockband gewidmet wird) geht es direkt nach Fitzroy, dass laut Alina das hippste Viertel der ganzen Stadt sein soll. Wir werden nicht enttäuscht und schlendern gemütlich durch die verschiedenen Geschäfte und Secondhandläden. An der Bar „Naked For Satan“ machen wir (natürlich angezogen) eine längere Mittagspause, tanken unsere Akkus mit Cocktails und ein paar Tapas auf und genießen nebenbei eine wunderschöne Aussicht auf die Skyline Melbournes und die Backsteingebäude von Fitzroy. So lässt es sich leben!

From our apartment in Southbank it is an easy walk into the city centre. We cross the Sandridge Bridge, which is covered with glass boards on one side that give information about the various migrant groups of Melbourne. The bridge crossing turns into a lesson about the city’s diverse population structure all of a sudden and I get the impression that Melbourne is quite proud of its immigration history. Right behind the bridge, we find ourselves in the CBD. Within this six square kilometres, the city offers a free tram service. Taking into account that we probably walk a lot the next days, we gladly take advantage of this offer (and to be honest, how cool are the historic trams?). After a quick stop on ACDC lane (which is obviously named after the famous Australian rock band) we’re driving to Fitzroy, which, according to our friend, is the most popular and hip area in town. We stroll through the cute little shops and stop at the bar ‘Naked for Satan’ for some cocktails and tapas. On their rooftop terrace, you get an amazing view on the Melbourne skyline and the brick buildings of Fitzroy. What do you need more?

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Melbourne gefällt uns. Wir schlendern am nächsten Morgen nach erfolgreichem Frühsport und einer weiteren Autobesichtigung über den riesigen Queen Victoria Markt, kaufen ein paar Zutaten fürs Abendessen ein und machen uns dann auf nach Chinatown, um Vietnamesisch essen zu gehen. Zwischendurch entdecken wir immer wieder Streetart in den kleinen Gassen und durch die vielen Cafés duftet es fast durchgehend nach frisch aufgebrühtem Kaffee. Den Rest des Tages stehen weitere Autobesichtigungen an, aber am Abend steht fest, dass wir uns für einen Ford Escape 2003 entscheiden. Nur am Kaufpreis müssen wir noch feilen, da dieser noch über unserem angedachten Budget liegt.

We fall in love with Melbourne easily. After going to the gym and surviving another car inspection the next morning, we wander around Queen Victoria Market. We end up buying a few ingredients for tonight’s dinner and head over to Chinatown for lunch. In between, we spot various lanes that are fully covered with street art. At nearly every corner, there is a nice little café and the smell of freshly brewed coffee is found all over the city. The rest of the day is packed with car inspections, but in the evening we decide to go for a Ford Escape 2003 that we inspected this morning. We just need to negotiate the price (which is currently beyond our budget).

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Generell haben wir so einige Kuriositäten bei den insgesamt sieben Besichtigungen erlebt. So haben uns zwei deutsche Mädels erzählt, dass sie bei ihrem Ford Territory erst nach dem Kauf gemerkt hatten, dass dieser kein Allradantrieb besitzt – und ich mich immer noch frage, wie leichtgläubig man ein Auto kaufen muss, damit so etwas passiert. Ein holländisches Pärchen wollte uns verklickern, dass das omnipräsente Klackern im Motor ‚lediglich’ ein kleines Problem an den Ventilspielausgleichelementen sei, dass keinerlei Auswirkungen auf die Fahrtüchtigkeit des Autos habe. Und das Auto sei ja trotz dieses kleinen Mangels laut dem Mechaniker noch mindestens 5000 Australische Dollar wert, auch wenn Kühlschrank und zweite Batterie nicht zur Ausstattung gehören. Na dann mal viel Glück beim Verkauf.

Generally, I can still laugh about some things we experienced during the inspections. There were the two German girls, who just noticed after buying a car that the Ford Territory they purchased is NOT a four-wheel-drive – I am still wondering how this is even possible. A Dutch couple claimed that the obvious and very loud clattering of the engine is nothing serious (according to several mechanics they consulted) and it wouldn’t affect the obvious value of 5000 dollars. Well, we wish you good luck for selling the car.

Wir handeln die Französinnen, oder eher gesagt, den Ford Escape, von 5500 Dollar auf 4300 Dollar runter und sind damit sehr zufrieden. Bis auf die abblätternde Farbe von Dach und Motorhaube gibt es keine direkt erkennbaren Mängel, die Reifen sind fast neu und der Motor schnurrt wie ein Kätzchen (leise und ohne jegliches Knattern, Klackern oder anders auffällige Geräusche). Wir feiern den erfolgreichen Autokauf mit einem Glas Wein und entspannen den Rest des Abends im Whirlpool und Dampfbad.

We negotiate the price for the Ford Escape from 5500 AUD to 4300 AUD and are super happy. Even though the outside of the car isn’t in great shape (the coating of the engine bonnet and the roof eroded from the sunlight) there are no visible defects and the engine runs super smooth. We celebrate the car purchase with a glass of wine and spend the rest of the evening in the Jacuzzi and the steam room.

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Am letzten Tag in Melbourne steht dann die obligatorische Free-Walking Tour auf dem Plan, die Alina uns noch ans Herz gelegt hat. Wir erfahren mehr über die Entstehung der Stadt; die Frage, warum weder Melbourne noch Sydney Hauptstadt Australiens ist; und bekommen neben einem lebenden australischem Opposum noch mehr Graffitikunst zu Gesicht. Die drei Stunden verstreichen wie im Flug, die Kamera ist voll mit Erinnerungsfotos und wir schlendern an der Promenade des Yarra Rivers langsam wieder zurück Richtung Airbnb. Schöne (und vor allem) sonnige drei Tage in Melbourne gehen zu Ende. Ich kann nun verstehen, warum mir so viele erzählt haben, dass sie Melbourne im Gegensatz zu Sydney bevorzugen würden (wobei die Strände von Sydney meiner Meinung nach unschlagbar bleiben). Wie auch immer,ab morgen findet ihr uns wieder on the road!

The last day in Melbourne we start with a free-walking tour which Alina also recommended to us. We learn a lot more about the rich history of the city; get an answer to the question why neither Melbourne nor Sydney did become capital city of Australia; see an Australian possum chilling in the trees and discover even more street art. The three hours of the tour fly by so fast, but at least the camera is full of memories. We walk back to our Airbnb on the Yarra river promenade. It’s sunny but you already recognize leaves falling from the trees. These three days in Melbourne have been absolutely amazing and I definitely understand why people might prefer Melbourne over Sydney (although I also agree that Sydney’s beaches are the best). Anyway, we’re back on the road again!

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bis bald charlotte

 

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