#42 Auckland and Piha: What we did in two months traveling through New Zealand

Knapp eine Woche vor Abflug erreichen wir Auckland. Da es keine kostenlosen Campingplätze in der Nähe der Stadt gibt, fahren wir direkt weiter an die Westküste nach Piha. Hier habe ich vor zehn Jahren einen meiner ersten Surfkurse gemacht, dieser Strand ist sozusagen die Wiege meiner steilen Surfkarriere. Naja… lassen wir das steil weg. Deutlich steiler fällt jedoch der Weg dorthin aus, und so kurven wir mit Bärbel die Serpentinen ins kleine Örtchen von Piha herab und erhaschen schöne Blicke auf den Lions Rock (ein riesiger Fels mitten am Sandstrand, der ein wenig wie ein sitzender Löwe aussieht, der aufs Meer hinausschaut). Durch die Vorhersage wusste ich, dass ziemlich große Wellen hereinrollen sollten, doch erst am nächsten Tag. Wir spazieren am Strand entlang, gönnen uns eine kalte Stranddusche, kochen unser Abendessen mit Blick aufs Meer und fahren dann zu einem nahegelegenen Campingplatz, den wir über die Campermate-App finden. Hätten wir uns doch mal die Kommentare von anderen Usern durchgelesen. Wir mussten nur noch zum Zähneputzen und für einen kurzen Gang auf die Toilette den Campervan verlassen, und dennoch wimmelt es kurze Zeit später im Inneren von Mücken! Das Töten der Biester wird zur Teamarbeit. Lotti scheucht und spürt einzelne Mücken auf und ich zerquetsche sie in der Luft oder an der Wand/Scheibe.

One week before leaving New Zealand, we’re arriving at Auckland. Because there are no free camp sites in the city, we decide to drive to Piha which is an hour away. Ten years ago, I did my first surf lessons here, so Piha Beach could be described as the beginning of my fruitful and steep surfing career. Well, the way to Piha is steeper, so it takes quite a while to conquer the serpentines with Bärbel. From top of the cliffs, we’re enjoying a beautiful view on the Lion Rock – a big stone in the middle of Piha Beach which looks like a sitting lion (with much imagination). I checked before that the next big swell will arrive tomorrow morning, so the rest of the day we just walk around the beach, have a cold beach shower and cook ourselves a nice dinner while having a beautiful view on the sea and the sunset. For the night, we’re driving to a free campsite we found on Campermate. Unfortunately, it turns out to be a place loaded of mosquitos – we forgot to read the user comments before. We end up killing nearly 20 mosquitos that found their way into our camper van. It’s hard team work.

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Wir überleben die Nacht, ohne auch nur annähernd zerstochen zu werden. Mich drängt es zum Strand. Entweder sind die Wellen schon sehr groß, oder sie sind noch gar nicht angekommen. Das Sturmtief, das die bis zu 4m großen Wellen produziert, liegt schließlich tausende Kilometer weit entfernt und macht eine stundengenaue Vorhersage schwierig. Ein Blick über die Düne reicht aus, sodass ich mich ruck zuck in den Neo quetsche und mir mein Board schnappe. Es sind zwar viele Surfer im Wasser, doch nicht jeder paddelt in diese riesigen, rollenden Wände aus Wasser. Ich erwische ein paar wirklich gute Wellen, aber jedes Mal ist das Herauspaddeln ein Kraftakt. Nach gut drei Stunden lasse ich mich erschöpft wieder an den Strand spülen.

Es folgt der angenehme Teil des Tages. In einer Shoppingmall nahe Auckland möchte Lotti zur Pediküre. Ich willige kurzfristig ein, mich dazuzusetzen, und kurze Zeit später wuseln zwei Asiatinnen um uns herum, massieren unsere Füße und bringen sie auf Hochglanz. Ich entscheide mich gegen lila Fußnägel und Politur. Außerdem hat meine Pediküristin (gibt’s das Wort?) eh schon genug zu tun. Zwei Monate lang barfuß Autofahren und in Flip-Flops laufen haben ordentlich Spuren hinterlassen.

We survive the night with only a few mosquito bites but quickly drive back to the ocean. I want to go surfing, but I am not sure how big the waves are yet. The deep depression that is producing the up to 4-metre-high waves is thousands of kilometres away, so you can never be sure when the waves hit the coastline. I’m quickly checking the surf and decide to immediately get into the water. A lot of other people had the same idea as well, but not everyone is brave enough to surf the massive waves rolling in. I am surfing a few really good waves, but the paddle back each time is strenuous. After three hours, I am completely exhausted and get back to the beach.

Now we’re off to the more relaxing part of the day. In a shopping mall close to Auckland, Lotti intends to get a pedicure. At short notice, I decide to join as well and find myself on a nice massage chair talking about nail polish. After two months of driving barefoot and walking in flip-flops, the pedicure is probably a good idea and an even better way of relaxation.

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Am darauffolgenden Tag haben wir eine weitere Besichtigung für Bärbel. Wir sind online mit dem Preis schon heruntergegangen, nachdem sich bislang niemand gemeldet hat und der Markt momentan von zig Campern überschwemmt wird. Der Sommer ist vorbei und viele Reisende wollen ihren Van loswerden. Ein britisches Pärchen schaut sich unsere Bärbel sehr genau an, macht eine Probefahrt und zeigt sich überraschend begeistert – besonders vom detailreichen Ausbau. Kurze Zeit später ist alles beschlossene Sache und eine erste Anzahlung erfolgt schon über dieses Internet. Toll! Wir sind super erleichtert, Käufer gefunden zu haben und das Pärchen ist froh, sich mit ihrem geringen Budget einen schönen Van kaufen zu können. Lotti und ich genießen das letzte Abendessen, die letzte Nacht und das letzte Frühstück mit Bärbel und wir treffen uns zur Übergabe einen Tag später in einem Vorort von Auckland, wenn auch mit einem etwas traurigen Gefühl im Bauch.

The next day, we have another inspection for selling the van. We already dropped the price enormously, considering the fact that the campervan market is currently flooded with great options. It’s obvious that everyone is leaving New Zealand for the winter. The British couple inspecting our van is surprisingly enthusiastic after the test drive – and minutes later the advance payment is already on Lotti’s PayPal account. Great! We immediately feel relieved and the British couple is happy to start their New Zealand adventure in a beautiful little camper van. Lotti and me enjoying the last dinner and last night with Bärbel at a spot high on the cliffs and drive to Auckland the next day for handing over the car. It feels weird to say goodbye, and we’re both a little bit sad that this adventure has come to an end.

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Weil wir etliche Kilometer und Zeit in unserem liebgewonnenen Van verbracht haben, haben wir nebenbei immer mal wieder verschiedene Statistiken geführt. Diese zeigen ganz anschaulich und auf eine andere Art und Weise die Dimensionen unseres Roadtrips in Neuseeland. Wir haben alles in Euro umgerechnet und alles mit einbezogen, was wir in den 50 Tagen in und mit Bärbel erlebt haben:

Because we spent so much time and kilometres in our lovely van, it’s time to sum it up in some breath-taking statistics that will hopefully support your understanding about the dimension of our travel journey throughout New Zealand. We converted everything into euros and included all the things we experienced in 50 days on the road:

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Nach dem Verkauf von Bärbel ziehen wir für je zwei Tage in ein AirBnB. Der Luxus eines großen Bettes mit vernünftiger Matratze, ein schönes Badezimmer und eine vollausgestattete Küche (inklusive hochwertiger Kaffeemaschine und Saftpresse) fühlt sich herrlich an, gerade weil Auckland sich für einen Tag von seiner regnerischen Seite zeigt. Wir genießen unser Frühstück und Abendessen auf richtigen Stühlen an einem richtigen Tisch. Nichts muss man vorher ausklappen und aufbauen. Und dann das: eine Spülmaschine! Wer auch immer dieses Gerät erfunden hat, sollte tausend Orden erhalten. Als das Wetter am nächsten Tag es wieder zulässt, fahren wir mit der Bahn ins CBD von Auckland und spazieren an der Promenade entlang. Zurzeit findet das Art Festival statt und wir erleben eine Performance eines achtköpfigen Chores, der in leeren Speichertürmen im Hafen Klassik zum Besten gibt.

After having sold Bärbel, we’re sleeping in Airbnb’s for the last four nights. It feels very luxurious to finally have a big bed with a decent mattress as well as a beautiful bathroom and a fully equipped kitchen (not to mention the coffee machine and the juicer), especially because the upcoming day appears to be super rainy. Is there anything better than having breakfast while sitting on proper chairs at a proper table? I don’t think so. The dishwasher is a nice plus and very much appreciated. The weather looks better the next day, so we’re taking public transport into the city centre and walk at the waterfront. There is an art festival going on that weekend, so we get to listen to a free acapella concert in one of the empty storage towers at the harbour.

Unsere letzten zwei Nächte in Neuseeland verbringen wir dann im zweiten AirBnB, diesmal an der Northshore von Auckland, dort, wo die Reichen und Schönen wohnen. Vollgepackt mit unseren Siebensachen nehmen wir die Fähre vom CBD aus und überqueren den natürlichen Binnenhafen der Metropole. Dabei haben wir einen wirklich schönen Blick auf die Skyline. Wir werden sehr herzlich, ja quasi mütterlich empfangen und genießen erneut den bereits oben genannten Luxus alltäglicher Dinge. Es ist sehr warm, wir schnappen uns die zwei klapprigen Fahrräder und fahren zu einem der umliegenden Strände. Mein struppiger Bart mutiert als hervorragender Fliegenfänger, die ich später im Meer wieder herauswasche. Unseren letzten richtigen Tag verbringen wir wieder in der Innenstadt von Auckland. Über eine Walking Tour eines Reiseführers lernen wir die verschiedensten Ecken dieser Stadt kennen und stellen fest, dass es ganz nett ist, aber Wellington war irgendwie doch schöner. Einzigartig sind aber die 48 erloschenen Vulkane, die die Stadt und das gesamte Umfeld prägen. Wir stehen (nach schweißtreibender Wanderung) auf dem mit 196 m höchsten Vulkan und können gerade einmal sechs oder sieben weitere Vulkankegel ausmachen. Die restlichen sind über die Jahrtausende einfach zu stark erodiert. Der Ausblick ist aber echt schön! Da wir mehr davon wollen, beschließen wir zum Sonnenuntergang auf den 328m hohen Skytower zu liften. Im Boden der Aussichtsplattform sind Glasscheiben eingefasst und ich kann mich sehr gut daran erinnern, dass Mama sich damals kaum getraut hat, diese zu betreten. Lotti ist anfangs ähnlich zögerlich, mir wird bei dem Blick in die Tiefe aber auch etwas mulmig zumute. Unser letzter Sonnenuntergang von hier oben ist beeindruckend schön. Als wir mit der Fähre spätabends zurückfahren, bekommen wir noch einmal den Blick auf die nächtliche Skyline zu sehen. Der Wow-Effekt bleibt irgendwie seit längerem aus, sind wir doch tatsächlich etwas Neuseeland-müde! Und in Gedanken werden ja auch schon die nächsten Abenteuer in Australien geschmiedet.

After two nights, we’re moving to a different Airbnb at the Northshore of Auckland (not intentionally, but we assumed we would sell the car at a much later stage of the trip). It is a totally different neighbourhood (I’d say most of the rich and famous might live here) and we get a beautiful view of the city’s skyline while taking the ferry to Bayswater. At the Airbnb, we’re receiving a warm welcome. Julia and her husband make us feel like arriving home. They’re British, so the first official act is having a little tea time were we get to know each other. Julia advises us to explore the nearby beaches, and we can gladly use their bikes to enjoy the summer day. My shaggy beard turns into a fly catcher but it’s nice to drive around and eventually a short dip in the sea allows me to get rid of the unwanted passengers. The next day, we’re heading to Auckland city centre again for a little walking tour that we found in one of the tour guides Julia provided. We get to know a lot more about the city itself, but in the end I have to admit that I liked Wellington much more. However, it is very interesting to learn more about the unique Auckland landscape. In this area, you can actually find 48 extinct volcanos. After a sweaty hike, we find ourselves on top of Mount Eden, which is the highest volcano in the city (with 196 metres). The view onto the crater and the city is amazing and we count seven other volcanos in the surrounding. For the last stop, we go on top of the Auckland Sky Tower. The tower itself is 328 metres high and some parts of the 360 degrees viewing platform consist of glass – Lotti is a bit scared at first. We watch an amazing sunset and it seems like the perfect last night being in New Zealand. While taking back the last ferry to Bayswater, we get another incredible view of the skyline. Still, I have to say that the number of wow-moments have decreased. That’s probably due to huge amount of things we already experienced in the last 50 days of traveling in New Zealand. Are we sick of traveling yet? I’d rather say, we’re sick of traveling in New Zealand, because we’re already planning our next adventures in Australia…

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Während ich dies schreibe, sitze ich mitten im nirgendwo auf dem Weg ins australische Outback. Es ist heiß, trocken und staubig. Wir hängen mit dem Blog ein wenig hinterher, aber das liegt wohl auch an den vergangenen zwei ereignisreichen Wochen, die wir bereits im australischen Bundesstaat Victoria verbracht haben. Dazu bald mehr…

While I am writing this post, I am sitting somewhere in the Australian outback. It is hot, dry and dusty. We are still behind in updating the blog, but that’s probably because of all the things that happened in the past two weeks traveling through Victoria. But more about that soon…

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  1. Ihr Lieben,
    wieder einmal ein so schönes Vergnügen eueren Blog zu lesen!!!
    Ich finde es übrigens sehr nett,d.ihr euch damit abwechselt!
    Wenn ich dann die wunderbaren Bilder sehe,ist mir NZ sowas von präsent,als wenn es gestern gewesen wäre und nicht vor 9Jahren :-))
    Diese Erfahrung auf eurer Weltreise wird euch ein Leben lang begleiten und ich freue mich so sehr mit euch!!!Viel Glück dann in Australien und möglichst keine giftigen Schlangen,Spinnen oder dergleichen.

    In Gedanken sehr,sehr oft bei euch!
    Euere Ma/Iris

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