#40 Coromandel, Whangarei and Bay of Islands: Why not book a $268 cruise?

Nach unserem Kurzaufenthalt in Mount Maunganui und der Einsicht, dass dort ziemlich viele, ziemlich fitte Neuseeländer leben, deren Fitness-Credo daraus besteht, täglich mehrmals Mount Maunganui zu besteigen, geht es weiter auf die Coromandel Halbinsel. Das Wetter ist schön, wir kommen gut voran und Marius hat am späten Nachmittag sogar noch Zeit, bei Opoutere zu surfen. Währenddessen versuche ich, mein eigenes Sportprogramm durchzuziehen (man kann sich ja schließlich nicht gehen lassen). Ich ziehe mir brav meine Sportsachen an und rolle meine Sportmatte auf dem angrenzenden Rasen aus. Nach den ersten Situps stelle ich fest, dass der Rasen vor Sandfliegen wimmelt. Sobald ich mich hinlege, habe ich sprichwörtlich eine Wolke von Sandfliegen über meinem Körper. Ich probiere eine Rasenfläche aus, die weiter vom Strand entfernt liegt. Auch hier gebe ich nach wenigen Minuten auf. Sandfliegen zehren weiter nach meinem Blut. Die Sportmatte wird also wieder eingerollt, ich verschiebe mein Sixpacktraining auf eine Sandfliegen-freie Location in den nächsten Tagen und entscheide mich für ein kurzes Sprinttraining. So schnell wie ich renne, da kommt keine Sandfliege hinterher. Übrigens gibt es hier in Neuseeland ziemlich viele Sandfliegen. Ob es jetzt mehr auf der Süd- oder Nordinsel gibt, das habe ich noch nicht abschließend evaluiert.

After our short stop at Mount Maunganui, where we realized that Mount Maunganui people are very fit and love to hike up the mountain several times a day, we’re heading further to Coromandel Peninsula. The weather is beautiful and the roads are easy. Marius even finds time to go for a quick surf in the late afternoon when we arrive at Ouputere. Meanwhile, I am trying to comply with my own workout schedule. I quickly change into my sportswear and roll out my mat on the grass next to our van. After finishing the first round of sit-ups, I realise that the grass is contaminated by sandflies. Even if I just quickly lie on my mat for a second, I find myself covered in a massive cloud of aggressive biting insects. I try another grassy area which is a bit further away of the beach, but also give up eventually and decide that I don’t want to be bitten to death. Instead of working on my sixpack – which I reschedule to a sandfly-free location – I decide to do some sprints on the parking area, which also allows me to escape the insects. Unfortunately, you will find sandflies on many beaches in New Zealand.

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In der Nähe von Opoutere finden wir einen schönen und kostenlosen Campingplatz für die Nacht. Am nächsten Morgen wollen wir früh weiterfahren, um noch vor den Touristenscharen zum Hot Water Beach zu kommen. Hier buddelt man sich mit Spaten Löcher in den Sand und kann, dank der heißen Quellen, in badewannenwarmen Sandlöchern sitzen (wie es der Name bereits suggeriert). Der Wecker klingelt um Viertel vor Sieben, und die Sehnsucht nach einem warmen Bad treibt uns an. Das Frühaufstehen wird belohnt: Wir ergattern einen der wenigen kostenfreien Parkplätze direkt am Strand. Zur Belohnung gibt es erstmal einen frischen Kaffee und Frühstück. Ich liebe die neidischen Blicke von vorbeigehenden Passanten. Es ist einfach wahnsinnig praktisch, seine Küche immer und überall dabei zu haben.

 Close to Opoutere, we find a nice and free camping spot for the night. The next day we want to start early and visit the Hot Water Beach before it gets hit by the tourist crowds. At Hot Water Beach, you can dig your own hole into the sand and enjoy bathtub-warm water coming out of the hot springs in the ground. The alarm rings at quarter to seven and the desire for a hot bath gets us moving out of the warm bed pretty fast. We’re lucky to catch on of the last free parking lots at Hot Water Beach and first decide to have breakfast – I love how people jealously look at our breakfast table when they run past. It is definitely convenient to always have your kitchen with you.

Unser Frühstück dauert länger als gedacht, und so ist der Strand bereits brechend voll und die ersten dreißig Löcher schon gebuddelt. Wir haben wieder Glück und ein holländisches Pärchen überlässt uns ihr Sandloch. Die beiden haben bereits genug geplantscht. Marius ist enttäuscht, kein Loch buddeln zu können. Wir haben doch extra einen Spaten für fünf Dollar ausgeliehen. Ich überlege nicht lange, ob es besser wäre, sein eigenes Loch zu buddeln, und entscheide mich für ein erstes Bad. Der erste Eindruck: Das Wasser ist verdammt heiß. Ich fühle mich, als würde ich in einem Wasserkocher sitzen. Bloß nicht mit den Zehen im Sand graben, denn je weiter man in die Tiefe vordringt, desto wärmer wird es. Zumindest ist die Luft noch kühl und sorgt für einen notwendigen Temperaturausgleich. Marius hilft indessen einem älteren britischen Pärchen beim Buddeln. Die beiden erhoffen direkt neben uns auf eine weitere heiße Quelle zu stoßen. Nach zehn Minuten schweißtreibender Arbeit folgt die Ernüchterung: Leider nur kaltes Wasser. Wir bieten an, unser Loch mit ihnen zu teilen und unterhalten uns nett über zukünftige Reisepläne. Die beiden haben einen richtigen Caravan und reisen deutlich luxuriöser als wir.

Our breakfast takes longer than expected and so we find the beach already crowded by tons of tourists. They already digged at least 30 holes into the sand. We’re lucky again and a Dutch couple is about to leave. They are offering us their spot and I don’t decline. Marius however seems a bit disappointed that we don’t have to dig anymore. We actually rented a spade for five dollars, but I don’t care anymore and quickly change into my bikini. The first impression after getting into the sand hole: It’s very, very hot. I seriously feel like I instantly burn myself. The more you dig with your toes into the sand, the worse it gets. After a while, I’m getting used to it. Meanwhile, Marius supports an older British couple who chose to dig a hole right next to ours – hoping that there will be hot water, too. After ten minutes of collective digging, there is nothing more than a cold stream of water, and we generously offer to share our little pool to cure their disappointment.

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Mit roter Körperrückseite (das heiße Wasser in den Sandlöchern ist leider maximal 20 cm tief) geht es nach einer guten Stunde zurück zum Auto. An der Stranddusche versuche ich wenig erfolgreich, mich irgendwie vom Sand zu befreien. Zumindest friere ich nicht. Ein zweites Frühstück später geht es weiter nach Hahei. Von hier aus kann man zur Cathedral Cove wandern, einer Höhle an der Mercury Bay. Am Parkplatz entscheiden wir, dass wir jung genug sind, um auf den 10 Dollar Shuttle Bus zum Anfang des Wanderwegs zu verzichten. Der Wanderweg (und der Weg dorthin) ist ein angenehmer Spaziergang. An einem Sonntag wie diesem aber leider auch brechend voll. Nach anderthalb Stunden erreichen wir Mercury Bay und die Kathedralen Höhle. Beeindruckend, ja, aber leider überschwemmt von Touristen. Auch das Wetter spielt nicht mehr ganz so mit, und so entscheiden wir nach einer kurzen Trinkpause, dass wir lieber wieder den Heimweg antreten. Auch die Wettervorhersage für die nächsten Tage ist eher mäßig, daher verlassen wir die Coromandel Halbinsel auf schnellstmöglichem Wege und treten die Weiterfahrt nach Norden an.

Our backs are pretty red and we decide to go back to the car after an hour. At the beach shower, I try to get rid of all the sand – impossible, but at least I’m not freezing. After a second breakfast, we’re driving further to Hahei. From here, you can walk to Cathedral Cove, a beach with a massive cave. At the parking area, we decide to skip the ten-dollar shuttle bus to the beginning of the trek and rather keep fit by walking. The trek (and the way to the trek) is pretty easy and the views on the ocean are amazing. After one and a half hours, we finally reach Mercury Bay and Cathedral Cove. It’s Sunday and packed by tourists, and we therefore just quickly take a look before heading back to the car. It starts to rain and the forecast for the next days does not seem promising, too, so we decide to leave Coromandel Peninsula as quickly as possible and head up further north.

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Wie gerufen kommt die Idee von Gesa und Rebecca (aufmerksame Leser erinnern sich zurück, dass wir mit beiden bereits in Queenstown gepicknickt und das Tongariro Crossing bestritten haben), den oberen Teil der Nordinsel zusammen zu erkunden. Wir starten in Whangarei, ungefähr 160 Kilometer von Auckland entfernt. Whangarei wird übrigens nicht mit W ausgesprochen, sondern mit F. Das ist bei allen Städten so, die mit Wh beginnen. Der Name der Stadt Whangarei stammt aus der maorischen Sprache und bezieht sich auf die wartende Prinzessin Reipae. Da es weiterhin in Strömen regnet, entscheiden wir uns, Rebecca und Gesa ins YHA Hostel zu folgen. Hier dürfen wir unser Auto für 22 Dollar pro Person pro Nacht parken. Das ist bislang die teuerste Campingnacht, bringt aber auch entscheidende Vorteile: unbegrenzt heiße Duschen, einen Whirlpool, einen Swimmingpool, eine gutausgestattete Küche, eine Art Wohnzimmer und Martin, dem Hostelbetreiber, der wie selbstverständlich die morgige Tourplanung übernimmt. Wir verbringen den Rest des Abends im Whirlpool, kochen Spaghetti, trinken Rotwein und werden von Gesa und Rebecca in die Regeln von Wizard eingeführt. Marius und ich verlieren kläglich.

Right on cue, Rebecca and Gesa (you might remember them from our posts about Queenstown and the Tongariro Crossing) suggest to explore the Far North together. We meet in Whangarei, which is around 160 km north of Auckland. You probably pronounce it false, but Whangarei is spoken ‘Fangarei’. This pronunciation applies to all Maori words beginning with ‘Wh’. Because it’s still raining cats and dogs, we book the same hostel as Gesa and Rebecca. For 22 dollars per night and per person it is the most expensive camping spot so far – but at least we get extras like a whirlpool, a swimming pool, unlimited hot showers as well as a nice kitchen and living room. On top of that, the owner Martin takes over our planning for the next day. We spend most of the time chilling in the whirlpool, before cooking pasta together, drinking red wine and playing Wizard (a German card game).

Am nächsten Tag geht es dank Martin’s Planung zunächst zu den Whangarei Falls, einem riesigen Wasserfall keine 300 Meter vom Hostel entfernt. Von dort aus spazieren wir durch den angrenzenden Wald und fahren danach (auf Empfehlung von Martin) nach Tutukaku. Von hier starten wir eine dreißigminütige Wanderung zu den Meerjungenfrauenpools. Die Wanderung ist anstrengender und schlammiger als gedacht, und wir sind alle etwas enttäuscht, dass keine Meerjungfrauen in den natürlichen Pools schwimmen. Da muss Martin uns also etwas angelogen haben. Durch die aufkommende Flut erscheint es zu gefährlich, sein eigenes Meerjungfrauenpotential zu testen, und so entscheiden wir uns gegen ein Bad und für den Rückweg. Am wunderschönen Strand von Matapouri wird ein kurzer Mittagsschlaf eingelegt, aber hier werden wir schließlich von Sandfliegen verjagt. Für die Nacht fahren wir nach Sandy Bay auf einen Campingplatz, wo auch Gesa und Rebecca ihr Zelt kostenlos aufstellen können. Während Marius surfen geht, bereiten wir langsam das Abendessen zu. Er hat seine Hausfrauen gut im Griff und kommt genau dann wieder aus dem Wasser, als das Essen fertig auf dem Tisch steht. Zur Couscouspfanne mit Brokkoli (wir sind alle erstaunt, dass Marius den Brokkoli plötzlich mag), gibt es wieder Wein und darauffolgend endlose Runden Wizard. Die Stimmung ist beflügelt und heiter, und wir überlegen, was wir am nächsten Tag unternehmen könnten. Wir wollen zur Bay Of Islands, einer Küstenregion mit 144 Inseln. Ich stöbere durchs Internet und finde eine 268 Dollar teure 22-stündige Kreuzfahrt durch die Bay Of Islands. Die Beschreibung klingt überzeugend, wir wägen Vor- und Nachteile trotzdem gewissenhaft ab. Schlussendlich überwiegt der Abenteuergeist den Geldbeutel, und ich buche vier Plätze. Morgen um 17 Uhr geht es los, und Marius und ich werden zum ersten Mal seit über einem Monat nicht in unserem Campervan schlafen.

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The next day, we follow Martin’s suggested tour plan and first visit the Whangarei falls, just 300 meter away from the YHA hostel. We take a nice walk through the forest and then head further to Tutukaku (of course recommended by Martin as well). From here, we can start a 30-minute hike to the mermaid pools. The trek is muddier and steeper than expected, and we’re all a bit disappointed to not find any mermaids swimming in the natural pools. Martin might have set our expectations too high. Because of the rising tide, we decide to skip exploring our own mermaid potential by taking a bath and rather go back. We stop at Matapouri for an afternoon nap, but – you won’t believe it – sandflies getting us back to our car quickly. We look for a camping spot for the night and just have to drive to one of the next beaches. We stop at Sandy Bay, which is just minutes away from Matapouri. While Marius is taking the opportunity for a surf, the girls slowly start to prepare dinner (we take gender stereotypes seriously). After dinner, we play endless rounds of Wizard and think about the next day. We all want to explore Bay of Islands, a coastal region with 144 islands. I browse through the Internet and find a 22-hour cruise for 268 dollars departing the next day. The description sounds convincing, but we take time to weigh all the pros and cons. In the end, our desire to pursue a real adventure wins and I book 4 seats on the boat.

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Die Stimmung am nächsten Tag ist euphorisch. Ich habe noch nie auf einem Boot geschlafen, und bin etwas nervös, dass ich den Wellengang eventuell nicht vertragen könnte. Die Reisetabletten liegen im Rucksack bereit. Wir packen noch am Campingplatz unser Gepäck für die nächste Nacht und machen uns auf nach Paihia, von wo aus die Schifffahrt starten wird. Mit dem Schlauchboot werden wir am Pier abgeholt und auf das Holzboot gebracht, was passenderweise den Namen „The Rock“ trägt. Die Crew ist jung und der Betreiber Timo ist sogar deutsch (er spricht aber nur noch Englisch, wie sich herausstellt). Das 22-stündige Abenteuer beginnt mit einer Vorstellungsrunde. Um schnell neue Freunde zu finden, darf jeder ein Geheimnis über sich verraten und dreimal mit einer Paintballpistole auf eine Plastikente schießen, die hinter dem Boot hergezogen wird. Wer die Ente trifft, bekommt ein Freigetränk. Marius trifft gleich zweimal und gönnt sich ein erfrischendes Bier. Insgesamt haben 44 Passagiere Platz auf The Rock. Es gibt mehrere Kabinen am oberen Deck, zwei Toiletten und zwei Duschen. Im unteren Teil befindet sich die Bar, Tische, Sofas und ein Pool-Tisch. Währenddessen geht es direkt weiter mit dem Entertainmentprogramm. Jetzt heißt es, das Abendessen zu Angeln!

The next morning, everyone is excited. I never slept on a boat, and are a bit scared of getting sea sick. We take our time to pack our luggage for the next night (including tablets against sea sickness) and drive to Paihia, the starting point of the cruise. At 5 pm, we’re collected with an inflatable, which brings us to the wooden cruise boot named “The Rock” (what a suitable name, isn’t it?). The crew seems quite young and the owner and boat driver Timo is even German (but actually doesn’t speak German anymore, as we find out quickly). The 22-hour adventure starts with a little round of introduction of the cruise passengers. To quickly make new friends, everyone states a little secret about himself and then shoots on a plastic duck at the back of the boat (of course not with a real gun, just paintball). The person that hits the duck will get a free drink. Marius even scores two times and allows himself a nice and cold beer. In total, the boat can accommodate 44 passengers. On top of the boat, you’ll find the cabins and two showers. Downstairs, there is the bar, tables, two toilets and a pool table. Meanwhile, we’re already into our second activity: fishing dinner!

 Processed with VSCO with av8 presetProcessed with VSCO with av8 presetProcessed with VSCO with av8 presetProcessed with VSCO with av8 presetProcessed with VSCO with av8 presetProcessed with VSCO with av8 presetProcessed with VSCO with av8 presetProcessed with VSCO with av8 presetProcessed with VSCO with av8 preset

Die Vorgaben sind streng. Wir angeln den Snapper, der in diesen Gebieten anscheinend häufig vorkommt. Um Überfischung zu vermeiden, muss der Fisch mindestens dreißig Zentimeter lang sein. Ich verzichte dankend auf die Möglichkeit, und vertreibe meine Zeit, Fotos vom Spektakel zu schießen. Es werden so einige Snapper aus dem Wasser geholt, aber glücklicherweise ist jeder Fisch zu kurz. Marius zieht zum Schluss den größten Snapper aus dem Wasser, aber die Messung ergibt, dass der Fisch zwei Zentimeter zu kurz ist. Der Weg auf den Grill ist damit versperrt und der Fisch wird wieder zurück ins Wasser geworfen.

Processed with VSCO with av8 presetProcessed with VSCO with av8 presetProcessed with VSCO with av8 presetProcessed with VSCO with av8 presetProcessed with VSCO with av8 presetProcessed with VSCO with av8 presetDas Abendessen bleibt trotz hartnäckiger Bemühungen fischfrei, ist aber trotzdem ungemein lecker. Das mag auch an der Tatsache liegen, dass wir mal nicht kochen müssen. Nach dem Abendessen und einem kurzen Kartenspiel wartet wohl das beste Erlebnis auf uns: Wir fahren in totaler Dunkelheit Kajak! Die Buchten in der Bay Of Islands sind bekannt für fluoreszierendes Plankton. Wir haben Glück, der Himmel ist bewölkt, frei von störendem Mondschein und schon einige Meter vom hellen Boot entfernt erzeugen unsere Paddelschläge ein helles Leuchten im Wasser. Unter uns erkennen wir Fische, die wie Blitze durchs Wasser rasen, da sie das Plankton durch Bewegung dazu anregen, das tagsüber aufgenommene Sonnenlicht wieder abzustrahlen. Es gleicht Sternschnuppen im Wasser und wir kommen aus dem Staunen nicht mehr heraus. Der absolute Wahnsinn!

The rules are strict. We are fishing snappers, a fish that seems quite common in the Bay of Islands. To avoid overfishing, we can only use snappers that are longer than 30 centimetres. I decide to better not participate and rather take over the photo part. It doesn’t take long until the first snapper bites. Luckily, every fish appears way too short to become tonight’s dinner. Marius is the closed with a snapper around 28 centimetres long. But still, the fish is thrown back into the water. Dinner therefore stays fish free but is still delicious. That might also be due to the fact that we don’t have to cook for ourselves. After dinner, the best activity of the whole cruise starts – night kayaking! We’re lucky that the sky is cloudy and the bay is therefore super dark. A few metres away from the Rock, we already create lightened water with our paddles. Below us, there are fishes swimming like flashes. Every movement gets the fluorescent plankton to loosen up the collected sunlight. It feels like we see shooting stars in the water. It looks absolutely incredible and is a moment I’ll probably never forget.

Nach einer kurzen aber angenehmen Nacht klingelt die Frühstücksglocke um acht Uhr. Nach einem leckeren Frühstück beginnt der Tag mit Schnorcheln. Wir sollen Seeigel vom Meeresgrund aufsammeln. Die Seeigel verbreiten sich rasend schnell in der Küstenregion und sorgen nicht nur hier dafür, dass die Unterwasserwelt fast vollständig verschwindet. Auch wenn das Wasser keine Badewannentemperatur wie in Asien besitzt, ist mein Ehrgeiz geweckt: So viele Seeigel wie möglich sammeln! Zum Schutz bekommen wir Handschuhe, um die Seeigel vom Grund zu entfernen. Es ist leichter gesagt als getan, die stacheligen Kugeln vom Boden zu entfernen und ein komisches Gefühl, die Seeigel in der Hand zu halten, da man merkt, dass sie noch leben und sich bewegen. Alle Seeigel werden in einem riesigen Beutel gesammelt. Zurück an Bord schneiden wir zwei Seeigel auf und die Crew erklärt uns das Innenleben des Seeigels. Mit fünf Mägen und fünf riesigen Zähnen ist dieses Tier ein richtiges Monster! Nathan, der Neue in der Crew, darf die gesamten Innereien des Seeigels ausschlürfen. Lecker! Die Eier bzw. Roben der Seeigel gelten in Asien übrigens als Delikatesse und für ein Kilogramm zahlt man 500 Dollar. Jeder Seeigel enthält aber kaum mehr als einen halben Teelöffel des „Seeigel-Kaviars“. Der Rest der Seeigel wird nach Paihia gebracht und dort ordnungsgemäß entsorgt.

After a short but comfy night, the breakfast bell rings at 8 o’clock. After breakfast, we get into our snorkelling outfits. This time, it is not so much about enjoying the sea life, but rather to collect sea urchins in order to save the diverse marine life in Bay of Islands. The sea urchins are a real pest here and take over everything. Even though the water does not have a comfy temperature to snorkel, I love the idea to do something good for mother nature. We also get gloves to secure our hands when getting the urchins off the ground. It is a very, very weird feeling to hold them in our hands, especially because they are moving (of course, they’re still alive). All the sea urchins are collected in a big bag and brought back to the boat. Here, we’re opening two of them and the crew members explain some facts about the animals. A sea urchin actually has five stomachs and five huge teeth. It really looks like a sea monster! Nathan, the newest member of the crew, has to eat the offal. Yummy! The eggs of the sea urchin are actually a delicatessen in Asia and you pay more than 500 dollars for a kilogram. However, you only get half a teaspoon ‘caviar’ out of every sea urchin. The rest of the collected sea urchins will be brought back to Paihia and properly destroyed.

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Komplett K.O. kommen wir gegen Nachmittag wieder in Paihia an. Was ein Abenteuer! Ich habe das Gefühl, noch nie so viel in so kurzer Zeit erlebt zu haben. Die 268 Dollar und unsere Spontanität haben sich auf jeden Fall gelohnt!

Completely exhausted, we’re brought back to Paihia in the afternoon. What an adventure! I feel like I never experienced so much in such a short amount of time. The cruse was definitely worth every dollar!

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bis bald charlotte

2 Antworten auf “#40 Coromandel, Whangarei and Bay of Islands: Why not book a $268 cruise?”

  1. Ich kann Eure Abenteuer gedanklich gut nachvollziehen. Es ist schon der Wahnsinn, was man bei so einer Reise alles erlebt. Bald sende ich Euch den Reisebericht über Peru und die leeren Blätter für Handnotizen sind bereits alle voll. Bis bald und weiter gute Reise!!! LG Winnipa

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