#39 Mt. Taranaki region, Raglan & Mt. Manganui: From West to East Coast

Hawera – der Ort unserer letzten Übernachtung – ist für mich als Surfer ein willkommenes Sprungbrett, denn ungefähr ab hier beginnt Neuseelands Surf-Highway 45! Wir brechen nach einem schnellen Frühstück direkt auf, um die nächsten Surfspots anzusteuern. Von nun an für die nächsten drei Tage immer zu unserer Rechten: der Mount Taranaki, ein fast perfekter Vulkankegel. Leider haben wir kein einziges Foto davon geschossen, deswegen seht ihr hier eines aus dem Internet. Schaut man sich die Karte genauer an, sieht man, dass das Land um den Vulkan kreisrund aus dem Meer herausragt. Dieser Vulkan ist mit seinen etwa 135.000 Jahren geologisch gesehen noch vergleichsweise jung und hat sich erst während seiner Wachstumsphase mit der Nordinsel verbunden. Der letzte Ausbruch war Mitte des 19. Jahrhunderts und so zählt der Vulkan noch zu den Aktiveren seiner Art. Anstatt aber nun über den Surf in dem Dörfchen Opunake zu berichten (nur so viel: es war perfekt und der Blick vom Wasser auf den Mt. Taranaki war atemberaubend schön), beschreibe ich den maorischen Mythos und damit das Schicksal dieses Vulkans:

Taranakis Zuhause war einst die Mitte der Nordinsel mit all den anderen Vulkanen (Pihanga, Ruhapehu, Tongariro, Ngauruhoe,…). Pihanga wurde aufgrund ihrer Schönheit von allen anderen Bergen begehrt, und so brach ein Streit zwischen ihnen aus. Tongariro gewann die Oberhand, weswegen Taranaki die Flucht gen Westen ergriff, dorthin, wo er heute noch zu finden ist. Wenn sich Taranaki in Regenwolken einhüllt, weint er über die verlorene Liebe zu Pihanga. Wird er von der Abendsonne in orangene Farben getaucht, möchte er Pihanga aus der Ferne beeindrucken. Im Gegensatz dazu sendet der Vulkan Tongariro regelmäßige Warnungen an Taranaki aus, indem der ausbricht und seine Wut entlädt.

Hawera, the place of our last night, is the starting point of the so-called surf highway 45. We have a quick breakfast and head off to the next surf spots immediately. For the next three days, we will drive around Mount Taranaki, a volcano with probably the most perfect volcanic cone. Unfortunately, we totally forgot to take a picture of the mountain, but we’re sure you’re happy with a Google picture as well. If you’re looking closer on the map, you’ll see that the volcano peaks circularly through the sea level. Being only 135.000 years old, the volcano is geologically-speaking quite young and only grew together with the North Island during its growth phase. The last eruption was in the middle of the 19th century, that’s why you can depict the volcano more active than others. I won’t bother you with boring details about my surf sessions that I had in Opunake (just telling you that it was amazing and I had an incredible view on the volcano), but instead I will tell you the Maori mythos describing the fate of the volcano:

According to Māori mythology Taranaki once resided in the middle of the North Island, with all the other New Zealand volcanoes (Pihanga, Ruhapehu, Tongariro, Ngauruhoe,…). The beautiful Pihanga was coveted by all the mountains, and a great battle broke out between them. Tongariro eventually won the battle and caused Taranaki to flee. Taranaki himself headed westwards, and as the sun came up Taranaki became petrified in his current location. When Taranaki conceals himself with rainclouds, he is said to be crying for his lost love, and during spectacular sunsets, he is said to be displaying himself to her. In turn, Tongariro’s eruptions are said to be a warning to Taranaki not to return.

Source: Taranaki TOurs
Source: Taranaki Tours

 

New Plymouth ist unser nächstes Ziel. Ich kenne diese Stadt (und auch den Surf Highway) schon von einem kurzen Urlaub während meiner Zeit in Neuseeland vor knapp 10 Jahren und habe die Qualität der Wellen rund um New Plymouth schätzen gelernt. Das wird mir dieses Mal leider verwehrt. Wir klettern den Paritutu Rock hinauf und haben einen überragenden Ausblick. Leider war der Mt. Taranaki mal wieder am Heulen (er war komplett in Wolken gehüllt). Der Abstieg hatte es echt in sich und wir mussten auf allen Vieren herunterklettern. Die Wettervorhersage verspricht nichts Gutes, daher machen wir noch schnell schöne Fotos bei Sonnenschein von Bärbel für den Verkauf. Kaum zu glauben, aber die Zeit in Neuseeland neigt sich schon dem Ende entgegen und wir müssen Bärbel bald online inserieren.

Our next destination is New Plymouth. I already know the city (as well as the surf highway) from a short trip that I did ten years ago. I remembered how good the surf was in New Plymouth, but unfortunately, I don’t get the chance to surf this time. Instead, we take the time to do a quick and steep climb up to Paritutu Rock. The view is amazing, but Mount Taranaki is covered in clouds (crying, as always). The way back suddenly turns out the be tougher than expected and we literally crawl back on all fours. The weather forecast for the next days doesn’t seem so promising, so we decide to already take pictures of our car and the interior. Time is running and the days in New Zealand quickly come to an end. This also means it’s time to advertise and sell our lovely car.

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Wir verbringen den darauffolgenden Regentag im Auto und fahren über vier Stunden plus Pausen bis nach Raglan – Neuseelands bekanntester Surfspot. Ja, auch hier war ich schon einmal. Ich freue mich, dass wenigstens ein paar kleine Wellen ankommen. Die Stimmung im Wasser ist entspannt, ich treffe einen Surfer aus Opunake wieder und komme mit zig anderen ins Gespräch. Einer surft ohne Neoprenanzug auf seinem alten Longboard und hat einen langen Bart, der vom Fahrtwind wirbelt. Ich muss an einen surfenden Dumbledore denken, der auf einem Feuerblitz reitet (der bärtige Surfer war tatsächlich echt gut). Die zweite Session wird auf der einen Seite vom Sonnenuntergang, auf der anderen von einem herannahenden Gewitter umrahmt. Ich nehme noch eine lange Welle und klettere über die glitschigen Steine lieber in Sicherheit.

We use the next day to drive up to Raglan – the four hours’ drive doesn’t feel bad with all the rain. Raglan is the most prominent surf spot in New Zealand, and of course, I’ve been here before. I’m happy to see, that the little waves allow me to surf here, again. The atmosphere in the line-up is relaxed, I run across a surfer I’ve already met in Opunake and chat with various other surfers. One is surfing on his long board without a wetsuit and his long beard flutters funnily in the breeze. He reminds me of a Dumbledore riding a firebold. The second session at sunset ends with an approaching thunderstorm and I better decide to get out of the water before I get hit by lightning strikes.

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Da das Wetter an der Westküste schlecht bleiben soll, beschließen wir an die Ostküste zu fahren. Da wir sowieso durch Hamilton kommen, waschen wir in einer Laundry unserer Wahl unsere gesamte Wäsche. Wurde auch mal wieder Zeit. Die Wäscherei liegt wohl in einem der sozial schwächeren Viertel und wir sind über die vielen, stark übergewichtigen Menschen erschrocken. Aber auch wir müssen mal essen und ich vertreibe mir die Wartezeit mit dem Verzehren der Reste vom Vorabend. Und da wir gerade schon beim Essen und den alltäglichen Erledigungen unseres Camperdaseins sind: wir müssen auch mal wieder zum Supermarkt Pak´n´Save, um etwas für Abendessen und Frühstück zu besorgen. In Tauranga, kurz vor dem beliebten Küstenort Mt. Maunganui, kaufen wir ein und treffen zwischen Käse und Bananenbrot mal wieder Tim und Becky. Wieso mal wieder? Naja, die beiden haben wir vor über vier Wochen im Süden der Südinsel sporadisch kennen gelernt und haben sie seitdem an den komischsten Orten wiedergetroffen: bei einer Nachtwanderung zu den Glühwürmchen in Franz Josef, in Wellington auf dem Museumsparkplatz oder beim Wandern auf dem Mt. Tongariro. Und nun hier im Supermarkt, insgesamt bereits das sechste Mal! Und daher verdienen Tim und Becky hier eine Erwähnung. So klein ist also Neuseeland. Gute Reise euch beiden weiterhin, wir sehen uns bestimmt noch einmal!

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Because the weather continues to be rainy on the west coast, we decide to drive to the east coast. At Hamilton, we do a quick stop and do our laundry. The laundromat appears to be in a poorer district of the city, and we’re shocked by all the obese people we observe. While waiting for our clothes to dry, I am eating the leftovers from yesterday night – a camper can get hungry, too! Close to Mount Maunganui, we have to do groceries as well. Between banana bread and cheese, we crash into Tim and Becky again. Again? Well, we met the couple already various times on our road trip through New Zealand (while doing a glow worm night walk at glacier Franz Josef; on a parking lot in Wellington; or while hiking up Mt. Tongariro). And now in a supermarket for the sixth time, which means it’s definitely time to mention these two on our blog and also shows, how small New Zealand actually is! Safe travels for you two, and we’re sure we bump into each other again.

Am späten Nachmittag erreichen wir die Stadt Mt. Maunganui und erklimmen den gleichnamigen Miniaturvulkan/Hügel/Berg. Er ist immerhin mit 232 mehr als doppelt so hoch wie die Halde Hoheward. Anschließend greife ich mir noch ein paar Wellen ab, wir duschen schnell an einer kalten Stranddusche und begeben uns auf die Suche nach einem Stellplatz für die Nacht. Tags darauf schlendern wir bei strahlendem Sonnenschein durch die Straßen, schauen einem Schwimmwettbewerb zu und genießen ein Eis. Das Leben ist schön.

Late afternoon, we arrive at Mount Manganui and start by exploring the coastal city from top of the little mountain. Mount Manganui is with 232 m height double the height of the Hoheward slag heap. Afterwards, I am jumping into the water for a quick surf before showering at the cold beach shower and searching a spot for the night. The next day, we enjoy perfect sunshine weather, watching the local swimming competition and enjoying some ice cream. How perfect travelling can be!

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Processed with VSCO with av8 presetbis bald marius

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