#Cyclone-Special: Gita´s Destruction

Der Zyklon Gita hat auf Tonga und auf weiteren Inseln des Südpazifiks teilweise verheerende Zerstörungen angerichtet. Anschließend machte sich der Zyklon auf den Weg durch die Tasmanische See in Richtung Neuseeland, verlor ein wenig an Kraft und wurde als tropischer Wirbelsturm herabgestuft. Schon einen Monat zuvor hat ein anderer Ex-Zyklon Überschwemmungen und Erdrutsche auf der Südinsel verursacht. Zu der Zeit waren wir in Christchurch angekommen und haben davon berichtet, wie plötzlich die Temperaturen gefallen sind.

Cyclone Gita caused massive destruction on Tonga and several other islands on the South Pacific. Afterwards, the cyclone crossed the Tasman Sea on its way to New Zealand and lost a bit of its initial strength. It was therefore downgraded to an ex-cyclone. A month before, a different ex-cyclone had already caused a lot of flooding and landslips on the South Island. That time, we had just arrived in Christchurch and blogged that the temperature dropped massively.

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Nun also gab es in Hanmer Springs und an der Westküste um Kaikoura sehr starke Regenfälle. Ein paar Daten habe ich herausgefunden (NIWA Weather):

  • 53,6mm Niederschlag zwischen 16 und 17 Uhr am Dienstag, den 20. Februar. Das ist die nasseste, jemals gemessene Stunde seit Wetteraufzeichnung und in etwa soviel Regen, wie sonst nur in einem Monat fällt.
  • Es gab an diesem Tag mehr Regen, als in den Monaten November, Dezember und Januar zusammen.
  • Tags darauf wurden innerhalb der 18 Stunden Regen insgesamt 202mm Niederschlag gemessen, soviel wie 28% des jährlichen, normalen Niederschlags! Zum Vergleich: in Münster fällt jährlich weniger als 800mm Niederschlag.

 Now, Gita caused severe rain falls along the west coast. This data from NIWA Weather depicts it perfectly:

  • 53,6 mm rainfall between 4 pm and 5 pm on Tuesday, 20th of February. This is the most wet, ever recorded hour since the beginning of weather recording and similar to the regular amount of rain that occurs in a whole month.
  • There was more rain this day than in November, December and January combined
  • In the 18 hours of rain, 202 mm of rainfall were measured. This is 28 % of the annual normal rainfall. To compare: Münster (Germany) has less than 800 mm of annual rainfall (and we already consider it as a rainy city).

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Eigentlich hatten wir ursprünglich vor, den Highway von Kaikoura weiter nach Norden zu fahren, direkt an der Küste entlang. Durch die enormen Regenwassermassen gab es allerdings erneut viele Erdrutsche, sodass die Straße bis auf weiteres unpassierbar war. Auch der Highway südlich von Kaikoura war und ist immer noch gesperrt, wir haben die Zerstörung zum Teil aus dem Flugzeug beim Whale Watching sehen können. Jeden Morgen haben wir die neuseeländische Homepage der Transport Agency gecheckt, um den Status der Straße zu kontrollieren. Gut, dass wir den großen Umweg zurück über die Berge in Kauf genommen haben, denn der Highway ist zurzeit immer noch gesperrt.

We actually intended to take the coastal highway from Kaikoura to drive further up north. However, the enormous amount of rain caused several landslips, which made the highway impassable. In addition to that, also the southern coastal highway near Kaikoura was hit hard and closed. During our whale watching flight, we saw some of the damages. Every morning, we checked the road status on the website of the New Zealand Transport Agency. In the end, we decided to take the big detour – which in retrospect was the ideal choice, because roads are still blocked until today (1 March).

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Darüber hinaus erfahren wir in diesem Internet, dass es uns mit dem läppischen Umweg noch ganz harmlos getroffen hat. Nördlich des Abel-Tasman-Nationalparks sind 4000 Einwohner und 1000 Touristen in dem kleinen Städtchen Takaka eingeschlossen. Die einzige Zufahrtsstraße ist von Schlamm und Geröll verschüttet worden. Sogar die Tagesschau hat darüber berichtet. Mittlerweile wissen wir (durch die Transport Agency), dass die Zufahrtsstraße zum Teil wieder passierbar ist, allerdings nur im Rahmen eines abgesicherten Konvois zweimal am Tag.

Moreover, we find out, that we were very lucky with only facing to take a detour. In the North of the Abel Tasman National Park, 4000 citizens and 1000 tourists are trapped in the small town Takaka. The only road was completely closed due to landslips for one entire week. Currently, only two small convoys per day are allowed to pass the road.

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Ursache für die vielen Schlammlawinen ist neben dem vorherigen Zyklon, durch den viele aufgeweichte Hänge noch nasser wurden, ein stärkeres Erdbeben, welches 2017 in Kaikoura zu spüren war. Dadurch waren viele Berghänge schon vom Abrutschen bedroht oder das Erdreich klaffte offen, sodass der Regen das Erdmaterial sehr stark auswaschen und erodieren konnte. Ich find sowas ja super faszinierend! Glücklicherweise sind keine Menschen zu Schaden gekommen.

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The causes for the landslips are easy to explain. First of all, the ex-cyclone that hit the island a month earlier already implied more rain. The soil was therefore wetter than usual. Moreover, the 2017 earthquake of Kaikoura had led to an insecure mountainside which could be easily eroded by rain. I think it’s super fascinating reading into that and following the current developments. Luckily, no people got injured!

bis bald marius

2 Antworten auf “#Cyclone-Special: Gita´s Destruction”

  1. Hallo,ihr Zwei!

    Da lag ich also doch richtig mit meiner WhatsApp im Februar,als ich hier zu nächtlicher Zeit „Spiegel Online“
    gelesen hatte!!!!

    Fazit:…..“ruhig `mal auf die Mama hören!“ :-))

    Schön und sehr beruhigend,daß ihr mit eurer Bärbel nun die Nordinsel gesund und munter erreicht habt!!!

    ……und da sage mir noch irgendjemand,der immer noch glaubt,es gäbe kein Klimawandel!!!!

    Weiterhin good Luck und tolle Erfahrungen in positiver Hinsicht !

    Euere Iris/Ma

    Gefällt mir

  2. Hallo Ihr Beiden mit Bärbel, nun habe ich mehr als die letzte Stunde mit Lesen und Staunen Eurer Reiseberichte verbracht und konnte mich auch an Dingen erfreuen, die ich selber dort erlebt bzw. gesehen habe (z.B. die runden Boulders, die Pancake Rocks, Queenstown oder Kaikura mit den Walen. Wie schön, dass Ihr die Gefahren des Zyklons Gita und den Krankheitsfall von Bärbel gut überstanden habt. Es ist einfach gesagt: Ein richtiges Abenteuer!! Ich durfte die kälteste Winterzeit dieser Gegend im warmen Kuba verbringen und kam noch etwas in den Kältegenuss, als meine Heinzung nach der Rückreise am Donnerstag um 22:30 nicht anspringen wollte. Nach einer Stunde hatte ich das Problem gelöst, wurde aber im 10 Grad kalten Schlafzimmer mehrmals nachts wach, weil meine Nasenspitze kalt wurde und ich mich dann fragte, in welcher Privatunterkunft ich denn jetzt überhaupt bin. Nun ja, Jetlag hin oder her, das nächste Problem kam tags drauf: Kein Telefon, kein Internet. In meiner Abwesenheit hat der Netzanbieter auf Voice over IP umgestellt und so ging nix mehr. Mit Ratschlägen, wie ich mein System umstellen kann, suchte ich dann vergebens nach einem Adapterstecker der Fritzbox, den ich zwingend benötigte. Nach über einer Stunde Suche fuhr ich dann nach Media Markt (zum Glück hatten die den Adapter für 10,-€ da) und Stunden später lief wieder alles wie früher. Man ist schon ganz schön abhängig geworden vom Internet, obwohl ich ja in Kuba 3 Wochen ohne ausgekommen bin. Aber mittlerweilee waren über 60 Mails angekommen und einige mussten dringend beantwortet werden. Fazit: Es gibt viel zu tun, aber Eurer Reisebericht hat mich motiviert die Kubareise baldigst zu beschreiben. Vorher will ich aber Fotos und Videos sichern und ggf. aufbereiten.
    Eine Frage habe ich noch: Wie könnt Ihr die vielen Eindrücke und Erlebnisse verarbeiten??? Ich war nach 3 Wochen platt und habe mich auf ein ruhiges Zuhause gefreut.
    Ich wünsche Euch weiterhin viele schöne Erlebnisse und reichlich Spaß – bleibt munter und gesund
    Euer Winni /Pa

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