#34 West Coast: Our next stone adventures

Man muss sagen, Majo ist ein sehr guter Roadtrip Begleiter. Er hält es aus, wenn ich ihm während der Fahrt Löcher in den Bauch frage (Können Schafe und Kühe eine Erkältung bekommen, wenn sie den ganzen Tag im Regen auf der Weide stehen?) oder stundenlang zu Liedern mitsinge. Ich habe ihn schon öfter gefragt, ob ich ihn mit dem Mitsingen nerve. Er hat Nein gesagt und meckert nur wenn es zu schief ist.

You can really say that Majo is a good road trip companion. He can deal with me asking him hundreds of questions everyday (e.g. can cattle and sheep actually get a cold standing in the rain all day?) or sing along to songs for hours. Of course, I already asked him if I annoy him with constantly singing. But he said no and only grumbles if I sing flat.

Nun aber zum Wesentlichen. Wo sind wir und was haben wir die letzten Tage gemacht?

But let’s talk about the important stuff: Where have we been and what did we do these past days?

Von Wanaka ging es wie vorhergesagt in Richtung Westküste. Wir haben nach einer entspannten Nacht in Makaroa am nächsten Tag den Haast-Pass überquert und eine kleine Wanderung zum Aussichtspunkt gemacht. Von dort ging es weiter Richtung Franz Josef Gletscher. Wir sind insgesamt knapp 230 Kilometer an einem Tag gefahren. Das klingt für deutsche Verhältnisse nicht viel, aber inklusive der Passstraße, einer Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h und einigen nötigen Pausen kann eine solche Distanz schon mal etwas dauern. (Und jetzt versteht ihr hoffentlich auch, warum ich im Auto so viel singe). Instantnoodeln, Cracker und Butterbrote bringen uns an solchen „Kampftagen“ über die Runden. Gegen Nachmittag kommen wir gut in Franz Josef Township an. Der Campingplatz bietet für 15 Dollar neben heißen Duschen sogar kostenloses Wifi an. Jackpot! Ich kann Oma Cilli mal anrufen und meine sozialen Kontakte pflegen. Abends machen wir noch einen kleinen Spaziergang in den nahegelegenen Wald, um Glühwürmchen zu beobachten und entdecken an einer Stelle schräg unter einer Felswand sicher 50 bis 100 der leuchtenden Tierchen. Zur Glühwürmchenhöhle laufen wir dann aber doch nicht. Dafür sind wir beide zu müde!

As already hinted at, we drove to the West Coast from Wanaka. After a very relaxing night in Makaroa, we conquered the Haast-Pass the next day and did a short hike up to the lookout point (which is highly recommendable). From there, we drove further to glacier Franz Josef. In total, we drove approximately 230 kilometres that day! Given the fact, that we mostly drove on serpentines and our max. speed is 80 kilometres per hour, you can imagine that the journey took us a while (in comparison to what we are used on the German Autobahn) and why I like to sing that much. Instant Noodles, crackers, and the typical German “Butterbrot” get us through those long days of driving. In the afternoon, we safely arrive at Franz Josef township. Our camping ground provides hot showers and free Wi-Fi for only 15 dollars. What a jackpot! I can finally call my grandma and care about other neglected social contacts. In the evening, we walk into the nearby forest to watch some glow worms. Eventually, we are too tired to walk all the way to the glow worm caves that are 45 minutes away. Better go to bed early!

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Der nächste Morgen beginnt mit Regen. Da wir kein richtiges Vorzelt besitzen, wird jedes Mal ausgeknobelt, wer von draußen an die Heckklappe geht, um die Küchenutensilien zusammen zu kramen. Diesmal habe ich das Los gezogen. Vom Campingplatz, den wir um elf Uhr verlassen müssen, verkriechen wir uns in ein Café in der Nähe. Kaffee und ein zweites Frühstück, und den Regen weiter aussitzen. Gegen halb Eins erhört der Wettergott unsere Gebete und wir fahren trockenen Fußes Richtung Gletscher. Vor Ort erfahren wir, dass wir heute nicht einmal annähernd bis zur Gletscherabbruchkante laufen können. Aus anderthalb Stunden Wanderung wird somit ein 45-minütiger Spaziergang. Jetzt, wo ich weiß, wie so ein Gletscher aussieht, bin ich an die kargen Steinlandschaften gewöhnt und höre Marius Geographievortrag über Seiten- und Endmoränen (den er auch schon beim letzten Gletscher gehalten hat) nicht mehr ganz so gebannt zu. Es ist halt eine Eisschicht, die sehr schnell vor sich hin taut. Zumindest sieht man die Spuren des Klimawandels hier deutlich. Kommentar von Marius: die beiden Gletscher „Fox“ und „Franz Josef“ (entdeckt von gleichnamigen Pionieren der Südinsel) sind weltweit diejenigen, die außerhalb der Kalten Zone (also Arktis und Antarktis) dem Ozean am nächsten liegen. Ihr Eis reicht so weit hinunter, dass es zwischen gemäßigten Regenwäldern hindurchfließt. Man hat also Gletschereis und eine üppige, ganzjährig grüne Vegetation auf engstem Raum. Leider geht das Eis erheblich zurück, sodass die Vegetation nicht mehr ganz so nah am Eis liegt. Das erkennt man auch gut auf dem einen Foto, wo wir eine Infotafel abfotografiert haben. Ich habe vor knapp zehn Jahren den Franz Josef Gletscher tatsächlich noch so mächtig und so nah sehen können.

The next morning starts with rain. Because we don’t really have an awning, we are tied to stay inside. The only reason to get out in rainy weather is making food (because the kitchen is best accessible from the outside unfortunately). We usually toss for who has to get out – and all wet. This time, it is my draw. Because we have to leave the camping ground at 11, our next stop is a café nearby. After a second little breakfast and a nice, hot coffee, the rain finally stops. We drive to the beginning of the glacier walk. At the car park, a sign tells us that we can’t walk closer to the glacier face today because of the heavy rain before. Instead of one and a half hours, our walk takes only 45 minutes now. Because I already know how a glacier looks like (a lot of ice that is quickly melting away, hello global warming), I am not that interested anymore in Marius’ geographical talk about lateral and terminal moraines. In the end, a glacier is not more than tons of melting ice.

Marius’ comment: both Franz Josef and Fox glacier (discovered by pioneers with the same name) are the worldwide only glaciers that are closest to the ocean outside of the cold zone (e.g. Antarctica), which results in an all-year-long lush vegetation very close to the massive ice of a glacier. Unfortunately, the ice is melting very quickly. You can see on the pictures how the Franz Josef glacier looked like ten years ago when I last visited him.

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Gletscher hin oder her, es geht weiter Richtung Norden. Am Abend halten wir kurz vor Hokitika an einem Campingplatz. Nach einer Runde Sport auf dem grünen Rasen (bei dem die anderen Camper erstaunt zuschauen) wird schnell geduscht und zu Abend gegessen, bevor wir pünktlich zum Sonnenuntergang zum nahgelegenen Strand spazieren. Auf einem Treibholzbaumstamm finden wir ein gemütliches Plätzchen und können einen wunderschönen Sonnenuntergang beobachten.

Well, enough about glaciers for a while, we drive further north. In the evening, we find a nice camping spot close to Hokitika. After a little workout (we received a lot of surprised views by other campers, but hey, we want to stay fit), we quickly shower and have dinner before heading to the beach. Right on time we arrive for a beautiful sunset.

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Der nächste Tag beginnt träge. Wir quälen uns bei schönsten Wetter nur langsam aus unserem Bett und fahren gemächlich in Richtung Hokitika. Die Stadt der Jade macht bei ihrer Ankunft schon alle Ehre: es reiht sich Schmuckgeschäft an Schmuckgeschäft. Nach einem schnellen Mittagessen bei Subway (man kann ja auch nicht immer selber kochen) erliegen wir dem Jadebann und lassen uns in eines der unzähligen Geschäfte ziehen. Danach geht es weiter zum National Kiwi Center. Da wir bis jetzt noch keinen Kiwi in freier Wildbahn bewundert haben, ergreife ich die einmalige Chance und überzeuge Marius, die 24 Dollar Eintritt zu investieren. Auch wenn das Center von außen (und innen) einen etwas heruntergekommenen Eindruck macht, werden wir im Inneren nicht enttäuscht. Neben dem „Fischen“ nach Langusten (wir können die Krebse tatsächlich aus ihren Höhlen locken und mit einem Stückchen Fleisch füttern) sehen wir bei der Aalfüttern zu, dürfen die teilweise weit über 100-Jahre alten Tiere streicheln – was eine ziemlich glitschige Angelegenheit ist – und am Ende sogar füttern! Wusstet ihr, dass Aale bis zu einem Jahr ohne Futter überleben können? Anfangs hatte ich von den Tieren ehrlich gesagt noch einen Heiden Respekt, am Ende habe ich mich getraut sie zu streicheln und zu füttern. Weiter geht es von hier zur Kiwi-Fütterung. Da ich vorher noch nicht viel über Kiwis gelesen habe, bin ich ziemlich erstaunt, dass die Tiere a) fast blind sind, b) die einzigen Vögel sind, die säugetierartige Nasenlöcher besitzen und c) monogam leben. Die Fütterung ist weniger spektakulär als bei den Aalen. Die zwei Kiwis sind ziemlich scheu und nach der Futterauslage kommt es zu einem kleinen Kiwi-Kampf – welches das Weibchen ziemlich sicher gewinnt. Zicke! Sehr gut gesehen haben wir die beiden Vögel aber wegen der Dunkelheit nicht (Kiwis sind nachtaktiv). Die Frage nach Erinnerungsfotos erübrigt sich wohl. Zumindest hat uns der Pfleger am Ausgang noch ein nettes Foto in die Hand gedrückt, dass jetzt einen Platz bei uns im Campervan hat.

We wake up super tired the next day. After we get out of bed eventually, we drive the short way into Hokitika town. We already read that the town is famous for its jade, therefore we are not surprised to see jewellery shops en masse. After having lunch at Subway (we decided that we cannot cook for ourselves all the time), we take a look at one of the jewellery shops. Afterwards, I convince Marius to do something more exciting and visit the Kiwi National Centre. So far, we haven’t seen a Kiwi in real wildlife. I swear, the centre is worth every cent of the 24 dollars we payed per persons. Although it looked a bit shabby at first, we we’re able to catch cray fish (of course, we didn’t kill them but just fed them with some meat) and then went on to the eels. We were lucky, because at that time an eel feeding was taking place. I was a bit scared at first (there were seriously tons of eels in the water) but it was amazing what the animal keeper told us about them. Most of them were actually more than a 100 years old! In the end, I was brave enough to touch them (they felt quite slimy) and even fed them. Thereafter, we also saw how the kiwis were fed. I didn’t know much about these birds before, but taking into account that they are nearly blind, I can imagine why they are nearly distinct in New Zealand. The feeding was less spectacular than the one with the eels before. We just quickly saw the two birds that immediately began to fight after the keeper put down the food. Because kiwis are most active in the dawn, we couldn’t take any pictures of them. Luckily, the animal keeper provided us with free photos at the exist. It is now pinned on our little photo wall in the campervan (to remind us to keep looking for them!).

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Vollkommen überwältigt von unserer Aal-Begegnung (meine einzige Erinnerung an Aale war bislang, dass Oma Ilse sie gerne geräuchert aß) geht es weiter nach Greymouth. Hier schauen wir kurz auf dem örtlichen Stadtfest vorbei, essen eine Kleinigkeit und fahren Richtung Campingplatz. Direkt am Meer gelegen können wir hier den Sonnenuntergang mit einem (oder zwei) Gin Tonic bewundern. Greymouth bleibt, wie der Name sagt, eine ziemlich graue Stadt. Aber wir sind hier ja nur für eine Nacht.

Still completely overwhelmed by the eels (what a life-time experience, I only remembered eels from my grandma who loved smoked eel), we drive further to Greymouth. We quickly visit the local city festival, have a snack and drive further to tonight’s’ camping spot. It is right at the sea and we can watch the sunset while having a nice gin tonic (or two). However, Greymouth stays a very grey town (as the name already suggested).

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Trotz schlechter Wettervorhersage bleibt es am nächsten Morgen noch relativ trocken. Wir frühstücken schnell und machen uns auf den Weg zu den Pancake Rocks. Da sich ein Zyklon für die nächsten Tage ankündigt, wollen wir nicht noch weiter bis nach Westport fahren, sondern schon gegen Nachmittag wieder Richtung Ostküste aufbrechen. An den Pancake Rocks blüht Marius Geographenherz mal wieder auf. Ich muss zugeben, dass mir diese Steinformationen bislang am besten gefallen. Und die einzelnen Steinschichten, die sich akkurat aufeinander stapeln, sehen tatsächlich (mit viel Vorstellungskraft) aus wie Pfannkuchentürme. Die tiefen Schluchten zwischen den Felsen, die Tonnen an Wasser, die auf die Felsen klatschen – bei so einer unruhigen See tatsächlich wunderschön.  Aber: die unruhige See ist auch ein Vorbote für das, was die nächsten Tage auf Neuseeland zukommt – ein Zyklon mit Windgeschwindigkeiten von 150 km/h. Wir verziehen uns lieber ins „sichere“ Inland und fahren weiter nach Hanmer Springs.

Despite the bad weather forecast, the next morning starts without any rain. We have a quick breakfast and drive further to the Pancake Rocks which are approximately 40 kilometres from Greymouth. We actually intended to drive up to Westport, but an upcoming cyclone has crossed our plans. We decide on keeping safe and driving to the East Coast again. However, the pancake rocks are worth driving the extra kilometres. Although my rock visiting experience wasn’t that glorious before, I really enjoy these rocks. They really look like hundreds of pancakes that are stacked on each other. Together with the sea and the beautiful green nature around, this place is truly beautiful. Nevertheless, we already feel that cyclone Gita is approaching fast. So, let’s better escape!  

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bis bald charlotte

 

 

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