#28 Sydney/Coogee: How to celebrate a French birthday and how to survive as a Sydney tourist

In den letzten Tagen bekomme ich öfter mal den Satz zu hören: Wir warten auf Neuigkeiten von euch! Wann gibt es endlich einen neuen Blogeintrag? – Zugegeben, die heißen Temperaturen in Sydney lassen uns etwas träge werden. Nach der Arbeit fallen wir todmüde ins Bett (oder spielen noch stundenlang mit Coco). Wir haben nicht viel Zeit, um auf Achse zu gehen und Sachen zu erleben. Viel Freizeit geht halt fürs Surfen drauf (bei Majo). Ich nutze jede freie Minute, um mit den Hunden zu spielen und meine Lieblingsserie weiterzugucken. Oder Sport zu machen. Und darüber sollen wir berichten? (Das bedeutet natürlich nicht, dass wir euer Feedback nicht Ernst nehmen).

In the past few days, I was often asked when we would finally post something new on the blog again. Honestly, the hot weather in Sydney let us become kind of sluggish. After work, we usually just collapse into bed (or continue to play hours with Coco). Thus, there’s is not a lot of time to go out and do new stuff. Majo spends a lot of free time surfing, while I am addicted to play with the dogs (who can blame me?) or to watch my new favourite Netflix series. Or I do sports. And that’s what you want to know about?! (But of course, that doesn’t mean we don’t take your feedback seriously).

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Nachdem wir uns gefragt haben, wo eigentlich unsere Freizeit abgeblieben ist, hat Majo letzte Woche folgende Rechnung aufgestellt: Eine Woche hat 168 Stunden. Kalkuliert man unsere acht Stunden Schönheitsschlaf mit ein, sind es nur noch 112 Stunden. Wenn man dann pauschal die Arbeitszeit abzieht, bleiben trotzdem noch 72 Stunden Freizeit übrig. Irgendwas müssen wir aber in unserer Rechnung übersehen haben. Vielleicht vergeht die Freizeit schneller als die Arbeitszeit. Vielleicht dauert unser Schönheitsschlaf doch länger. Oder die Mathematik liegt einfach falsch. Auf jeden Fall kann ich es kaum erwarten, in Neuseeland wieder 168 Stunden die Woche meine Seele baumeln zu lassen und Abenteuer zu erleben. Und euch natürlich auf dem Laufenden zu halten!

After we asked ourselves what is actually taking away our free time, Majo conducted following calculation last week: One week has 168 hours. Minus our daily eight hours’ of beauty sleep, it leaves us with 112 hours. Minus our working hours, there are still 72 hours’ free time left. So how is it possible we still don’t find enough time? Maybe we calculate wrong. Maybe our beauty sleep takes longer. Or maybe maths is wrong. In any case, I can’t wait to finally be free 168 hours a week when we travel through New Zealand and experience new adventures. And of course, keep you updated!

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Uns bleiben noch genau zehn Tage, bevor wir Sydney verlassen. Noch zehn Tage, die vollgepackt sind mit unerfreulichen Dingen des Reisens (wie zum Beispiel Abschied von unseren Freunden nehmen und unser Hab und Gut zusammenpacken), und dem Wunsch, unsere „Bucket List“ für Sydney abzuarbeiten. Laut Wörterbuch ist das eine Liste von Dingen, die man vor Lebensende gemacht haben will – das ist vielleicht etwas überzogen, weil wir sicherlich noch irgendwann einmal nach Sydney kommen werden, aber dennoch besteht der Wunsch, noch etwas Neues zu entdecken und/oder Dinge noch einmal zu erleben. Letzteres bezieht sich größtenteils aufs Essen (warum müssen die Pommes beim Burgerladen um die Ecke auch so gut schmecken?!), während wir bei richtigen Unternehmungen (oder sollte ich es besser Ausflugsziele nennen?) schon einiges abhaken konnten. Da wäre zum Beispiel unser Besuch der Blue Mountains vor zwei Wochen oder unser Abstecher zu ein paar weiter entfernten Stränden (hier lest ihr mehr darüber).

We still have ten days before leaving Sydney. Ten days to do all the unpleasant things of traveling (like saying goodbye to newly made and old friends or packing) and to do complete our bucket list for Sydney. Interestingly, it includes more food points than real ‚excursions‘. However, we were still able to already tick off a few points, like the hike in the Blue Mountains or the beach-hopping on the Southern beaches.

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In der letzten Woche haben wir uns dann die etwas zentrumsnäheren Ziele ausgesucht: Ein Besuch im Contemporary Art Museum und im Harbour Bridge Museum. Während mich im Contemporary Art Museum nicht wirklich viel vom Hocker hauen konnte (außer die 70er Jahre Werbeplakate für die Aufklärung von Aborigine Stämmen) – vielleicht muss ich mir einfach eingestehen, dass zeitgenössische Kunst nicht immer etwas für mich ist – war das Harbour Bridge Museum jeden Cent Eintritt wert. Neben der grandiosen Aussicht, die man auf das Opernhaus, die Skyline, die Harbour Bridge und die Bridge Walker (viele Menschen in lustigen blauen Overalls, die die stählernen Brückenbogen für 360 Dollar hoch- und wieder herunterlaufen dürfen) hatte, war das Museum und alle Informationen rund um den Bau und die Instandhaltung der Brücke wirklich interessant. Wer hätte schon gewusst, dass einhundert Jahre lang darüber diskutiert wurde, ob man überhaupt eine Brücke bauen soll? Oder dass „nur“ 16 Menschen beim Bau ums Leben kamen? (Der Arbeiter, der den Fall aus fast 130 Metern Höhe überlebte, bekam als Entschädigung eine goldene Armbanduhr geschenkt). Tatsächlich kamen nur zwei Arbeiter beim Fall von der Brücke ums Leben. Und dass trotz jeglicher fehlenden Sicherheitsvorschriften oder -vorkehrungen. Die meisten anderen Arbeiter sind beim Verarbeiten des Stahls gestorben.

Last week, we finally picked some tourist attractions close to the centre: we visited the Contemporary Art Museum and the Harbour Bridge Museum. While the Contemporary Art Museum didn’t really knock me of my socks (besides the educational posters for aborigines from the 70’s) the Harbour Bridge Museum was worth every dollar entrance fee. Besides having the stunning view on the Opera House, the Harbour Bridge, the Sydney Skyline and the Bridge Walkers (the funny people in blue overalls who actually pay the ridiculous amount of 360 Dollars to walk up and down the bridge arch), the Museum offered really interesting information about how the Harbour Bridge was constructed, how long it took to deliberate on the necessity of a bridge and how many people actually died during the construction. In fact, only two workers died of falling from the bridge (one worker survived the fall and got a golden watch for compensation), but most of the 14 death workers died while processing steal. And all of this without any safety instructions or regulations!

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Apropos Sicherheit – uns geht es gut, dass erst einmal vorab. Aber ich war schon etwas schockiert, als ich Samstag riesige Rauchwolken in der Nähe des Hafens sah. Nach kurzer Recherche war klar – ein Waldbrand im Royal National Park!

Regarding security – first of all, we are fine. But I was a little bit shocked when I saw the big clouds of smoke near the harbour while standing on our terrace on Saturday. A Google search later we knew that the smoke belonged to a bush fire in the Royal National Park.

Wenn man die Australier darauf anspricht, bekommt man ein spöttisches Achselzucken zurück. Waldbrand scheint hier Normalität zu sein: „When you read the newspaper, you could really get the impression the whole country is burning“ (was soviel heißt wie: als Ausländer sollte man nicht allem Glauben schenken, was die Medien überzogen darstellen). Bush fires, wie sie hier genannt werden, kommen sehr oft vor – aber wie es „The Guardian“ so schön schreibt: „“The response from the community has been really good,” a State Control Centre spokesman said. “Most of the fires have been small scale and we’ve been able to respond quickly.”“ Die Rauchwolken sind zwar noch nicht ganz verschwunden und die Temperaturen sind weiterhin hochsommerlich – aber immerhin mache ich mir jetzt keine Sorgen mehr. Und das gute Wetter der letzten Tage hat immerhin dazu eingeladen, Justine’s 22. Geburtstag am Strand zu feiern.

When you ask Australians about bush fires, the normal response is only a shrug of their shoulders. Bushfires seem to be normal in Australia: “When you read the newspaper, you could really get the impression the whole country is burning.” Thus, I just overreacted and know for the future that I shouldn’t believe everything pushed by the (yellow) press. The Guardian reported for the fire in the Royal National Park that “the response from the community has been really good,” a State Control Centre spokesman said. “Most of the fires have been small scale and we’ve been able to respond quickly.” We can still see the clouds of smoke and the weather is still hot, but at least I don’t worry so much anymore. At least, the good weather made it possible to celebrate Justine’s 22nd birthday at the beach.

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Gut, bei 33 Grad lässt das Wetter auch keine andere Geburtstagsaktivität zu. Nachdem Justine und ich unsere Schicht im Café beendet hatten, hatten wir erst zusammen mit Marius und Justines Freundin Camille Mittagessen, bevor es zum Sonnenbad ging. Für einen Sonntag und 33 Grad war es an Coogee Bay dementsprechend voll. Trotzdem fanden wir in Mitte der gefühlt abertausenden Handtücher einen kleinen Platz, nahmen ein verdientes Bad im Meer und füllten unsere Energiespeicher mit einem kleinen Mittagsschlaf auf. Danach ging es zum Supermarkt, wir füllten unsere Taschen mit Wein, Käse und Cräckern und setzten uns an den nahgelegenen Dolphin’s Point – einem kleinen Park neben der Coogee Bay mit einer wunderschönen Aussicht auf die Bucht und den Sonnenuntergang. Ein richtiger französischer Geburtstag also!

Well, with 33 degrees you really don’t want to be anywhere else than at the beach. After Justine and I had finished our shift at the café in Coogee, we went for lunch with Marius and Camille, a friend of Justine with whom she will start a road trip very soon. Afterwards, we went sunbathing at Coogee Bay. Taking into account the 33 degrees and the fact that it was a Sunday, the beach was of course more than crowded. However, we still found a small space to put down our towels before jumping into the refreshing ocean. After a quick afternoon nap and grocery shopping in the local supermarket for cheese, wine and crackers, we finished off with a lovely picnic at Dolphin’s Point – a small park with a great view on Coogee Bay, the ocean and the sunset. That was a perfect French birthday!

bis bald charlotte 

 

  1. Liebe Lotti,tolle Bilder und Justine erinnert mich ein klein wenig,wenn sie lacht,an Juliane!
    Majo `mal wieder „Hahn im Korb“ !!!
    Viel Kraft für die letzten arbeitsreichen Tage wünsche ich euch,
    Kerzen auf Käse ist auch echt eine gute Idee für eure franz.Freundin!
    Liebe Grüße und herzlichen Glückwunsch nachträglich
    eure Ma/Iris

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