#26 Sydney: Auf geht’s ins Jahr Zweitausendachtzehn!

Wir haben Weihnachten offiziell überlebt. Alle Weihnachtsfeiern sind hinter uns, wir haben unsere Ernährung wieder auf „einigermaßen gesund” umgestellt und sind wieder erfolgreich im Alltag angekommen. Mit dem Ende des Boxing Days habe ich sogar noch Mini-Christstollen im Supermarkt entdeckt. Und was soll ich sagen: Sie schmecken himmlisch und genauso wie im kalten Deutschland.

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Die Tage vor Silvester waren wir wieder arbeiten, haben zum ersten Mal intensiv nach Neuseeland-Flügen gesucht (aber noch nichts gebucht) und waren natürlich wieder am Strand. Endlich hat das Wasser eine angenehmere Temperatur, sodass das Baden richtig Spaß macht. Darüber hinaus habe ich mir letzte Woche endlich mal wieder eine Pediküre gegönnt, und kam nach einer Dreiviertelstunde im Massagesessel und frisch polierten Füßen wie ein neuer Mensch aus dem Nagelstudio. Jeden hart verdienten Dollar habe ich hier also vernünftig investiert.

Silvester stand dann auch schon schneller vor der Tür als gedacht. Da Marius unbedingt das große Feuerwerk an der Harbour Bridge sehen wollte (weil man das laut seiner Argumentation einmal im Leben gesehen haben muss und weil es angeblich das tollste Silvesterfeuerwerk der Welt sein soll), gab es also nur ein Ziel: einen guten Platz an einem der Feuerwerksaussichtspunkte zu ergattern. Da wir nicht (wie so manch anderer) schon die Nacht zuvor (oder sogar zwei Nächte zuvor) an den Public-Viewing Plätzen zelten wollten (die spinnen doch, die Australier und sämtliche Touristen), ging es für uns erst gemütlich um 20 Uhr Richtung Rose Bay, um das Familienfeuerwerk um 21 Uhr zu schauen. Unsere Vermieter hatten uns netterweise kurzfristig angeboten, uns mit dem Auto mitzunehmen. Was ein Luxus! Lynn besorgte uns sogar noch einen Kaffee, während wir uns mit ihrem Mann William schon einmal einen guten Platz am Strand sicherten. Der Strand war voll mit Familien, die hier den Tag über verbracht hatten. Überall lagen Picknickdecken, Marius durfte bei Familienfotos als Fotograf aushelfen und viele Leute nahmen trotz der etwas kühleren Temperaturen (um die 20 Grad) noch ein Bad im Meer.

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Rose Bay liegt östlich der Harbour Bridge, etwa 5 Kilometer entfernt. Trotzdem hatten wir einen erstaunlich guten Blick auf das Feuerwerk – und es war sicherlich bei weitem nicht so voll wie an den Plätzen in direkter Nähe der Harbour Bridge. Teilweise wurden die ersten Aussichtspunkte am Botanischen Garten und am Opernhaus schon mittags geschlossen, weil die Kapazitätsgrenze erreicht war. Nach dem Familienfeuerwerk um 9 Uhr fuhren uns Lynn und William dann noch nach Edgecliff, wo Marius und ich im Yarranabbe Park picknickten, bevor um Mitternacht dann das richtige Feuerwerk gezeigt wurde.

In Sydney wird übrigens keine Pyrotechnik verkauft. Vielleicht auch deswegen schauen sich so viele Menschen jedes Jahr das Silvesterfeuerwerk an (wobei fast die Hälfte der Zuschauer Touristen sein sollen). Dieses Jahr bestand das Feuerwerk, dass von der Brücke und von verschiedenen Lastkähnen auf dem Wasser abgeschossen wurden, aus insgesamt acht Tonnen Pyrotechnik. Das Highlight war ein Wasserfall in Regenbogenfarben – um die Verabschiedung der gleichgeschlechtlichen Ehe in Australien zu feiern. Genau wie bei uns wurde das Gesetz (nach einer Volksabstimmung) nämlich erst dieses Jahr verabschiedet.

Nachdem ich in Hongkong und beim Feuerwerkfestival in Scheveningen schon öfter richtig tolle Feuerwerke gesehen habe, war ich nach den zwölf Minuten Silvesterfeuerwerk in Sydney etwas enttäuscht. Trotz sieben Millionen Dollar Kosten und Tonnen an Pyrotechnik würde ich behaupten, dass ich schönere Feuerwerke gesehen habe. Dennoch war die Stimmung an den Aussichtspunkten toll, und das Gefühl, mit so vielen fremden Menschen zusammen Silvester zu feiern, war einfach wunderbar. So wie Public Viewing bei der Weltmeisterschaft halt.

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Der nächste Morgen war umso härter – um halb sieben Uhr morgens (und nach höchstens vier Stunden Schlaf) hatte ich bereits wieder meine Arbeitsklamotten an und servierte die ersten Cappuccinos an Ultra-Frühaufsteher oder an Heimkehrer der Silvesterfeiernden. Es war der Wahnsinn, wie viele Australier und Touristen den Tag über zum Strand pilgerten, um das gute Wetter zu genießen (und um auszunüchtern). Jedes Café, dass in Coogee geöffnet hatte, war ausnahmslos brechend voll. Teilweise standen die Leute Schlange, um einen Tisch zu ergattern. Dreizehn anstrengende Stunden und gefühlt tausende Kaffees später haben meine Kollegen und ich uns dann mit einem großen Bier (was hier übrigens Pint heißt), belohnt. Und das extra Gehalt, was an Feiertagen vom Arbeitgeber gezahlt wird, machte die Schicht am Neujahrstag auch nur halb so schlimm.

Heute haben wir den Hermitage Foreshore Walk gemacht. Marius und ich hatten bislang noch nichts von dem Walk gehört, aber unsere Vermieterin empfiehl uns den Weg, als wir zusammen am Strand in Rose Bay saßen (und der Hermitage Foreshore Walk in unmittelbarer Nähe startet). Trotz Müdigkeit (meinerseits) hat sich das einigermaßen frühe Aufstehen und die anderthalbstündige Busfahrt zum Startpunkt mehr als gelohnt. Der Pfad war fast menschenleer, wir hatten einen Wahnsinnsblick auf Sydney und die Harbour Bridge und kamen an unfassbar schönen Buchten vorbei. Der krönende Abschluss war dann eine Abkühlung am Shark Beach (vom Namen leitet sich übrigens das Hai-Netz ab, was ihr auf den Fotos seht). Für all diejenigen unter euch, die in nächster Zeit mal in Sydney sind: Ihr sollten den Hermitage Foreshore Walk unbedingt machen!

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Das neue Jahr hat für uns also schon einmal aufregend begonnen – und wir sind gespannt, wie es in 2018 für uns weitergeht. So richtig „vorgenommen“ haben wir uns aber nichts. Wir wollen das Leben, wo immer wir auch hinreisen, weiter genießen, und so viel Entdecken und Erleben wie nur möglich. 2017 war für uns ein anstrengendes, aber auch erfolgreiches und tolles Jahr, und wir sind sicher, dass es 2018 nur noch besser werden kann. In diesem Sinne: Nehmt euch nicht zu viel vor (man hält es doch eh nicht ein) und macht das Beste aus 2018!

bis bald charlotte

3 Antworten auf “#26 Sydney: Auf geht’s ins Jahr Zweitausendachtzehn!”

  1. Tolle news mit schönen Fotos. Wir sind in Gedanken oft bei euch! Danke für eure persönlichen Grüße nach Hasbergen, wir haben uns sehr gefreut. Bleibt munter und arbeitet nicht zuviel!

    Herzliche Grüße Claudia und Horst

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  2. Wie immer toll geschrieben und wunderbare Aufnahmen. Ich wünsche Euch natürlich viele tolle Erlebnisse in 2018!!! Diese Reise wird sicher unter die Top 10 in Eurem Leben kommen. Ich kann mich noch so anstrengen, aber „einholen“ kann ich die Anzahl Eurer Erlebnisse und die Reisekilometer nicht 😉 Meine Planungen für 2018 schick ich mal per Whatsapp.
    Liebe Grüße Papa Winni

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