#10 Siem Reap: Tempel, Touristen und die Wahrheit über Angkor Wat

Ich habe mich tatsächlich um 3.30 Uhr aus dem Bett bemüht, um den sagenumwobenen Sonnenaufgang am Tempel Angkor Wat zu sehen. Dem größten religiösen Monument der Welt (laut Wikipedia). Die Preise für einen 3-Tages Pass für das gesamte Gelände sind ziemlich happig. 62 Dollar, wobei laut unserem Tourguide Sai nur die Hälfte tatsächlich in die richtigen Hände fließt. Die andere Hälfte versickert einfach. Um kurz vor fünf hat endlich jeder aus meiner Gruppe sein Ticket. Das Foto auf meinem Pass ist nicht gerade hübsch. Aber was will man erwarten, wenn man um 4.50 Uhr aus einem sehr unvorteilhaften Winkel (nämlich von unten) fotografiert wird. Weiter geht es mit dem Minivan zum Eingang von Angkor Wat. Im Dunkeln über das Tempelgelände zu laufen erweist sich als ziemlich riskant. Zwei Mal lege ich mich fast auf die Nase.

Kurz nach fünf, und wir stehen am „Fotospot“. Ich bin überrascht über die Masse an Touristen, die bereits um den besten Platz buhlen. Nach jahrelanger Skilift-Erfahrung fällt es mir dennoch leicht, einen Platz in der ersten Reihe zu erreichen. Hier halte ich es gerade einmal zehn Minuten aus. Zu sehr drängeln die Menschen von hinten, ich bin kurz davor, in den Teich zu fallen und mein Angkor Wat Sonnenaufgangsfoto fürs Fotoalbum ist schnell geschossen. Deshalb beschäftige ich mich den Rest des Sonnenaufgangs (der tatsächlich sehr schön ist) über lieber damit, die Realität hinter dem berühmten Foto von Angkor Wat festzuhalten. Wie zum Teufel soll es hier bloß in der Hochsaison aussehen?

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Mein Fazit: Die Tempel sind spektakulär und wunderschön. Aber nach zwei Tagen habe ich genug vom chinesischen Massentourismus, nervigen Verkäufern und überteuerten Restaurants. Ich hätte definitiv noch einen Tag dranhängen können (denn ich habe bei weitem nicht jeden Tempel gesehen), aber nach zwei Mammut-Tagen hatte ich irgendwie die Nase voll.

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Natürlich war nicht alles in Angkor schlecht. Ich hatte einen sehr netten Tourguide, der jede von meinen zigtausenden Fragen beantworten konnte, und die Stimmung in der Gruppe war super. Mein schönster Moment in Angkor war die Besichtigung des Phnom Bakheng Tempels zum Sonnenuntergang am zweiten Tag. Die Sonne war zwar nicht zu sehen, aber zumindest hatte der vorherige Regenschauer dafür gesorgt, dass wir fast alleine ganz oben auf der Tempelplattform standen. Auf 79 Metern hat man einen fabelhaften Ausblick auf den unberührten Dschungel. Auch interessant: Die Besichtigung des Tomb Raider Tempels (aka Ta Prohm, für alle Lara Croft Fans unter euch). Hier hat sich die Natur ihren Platz wiedergeholt und riesige Bäume verschlingen den Tempel unter sich.

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Für mich geht es jetzt weiter nach Bangkok (für nicht einmal 72 Stunden) und danach nach Yangon. Wer noch mehr von Kambodscha sehen möchte, kann sich mein kurzes Reisevideo anschauen:

bisbald

3 Antworten auf “#10 Siem Reap: Tempel, Touristen und die Wahrheit über Angkor Wat”

  1. Hi Lotti, ich bin total begeistert von Deinen Berichten zumal ich ja 3 mal in Asien war und ich mir dadurch vieles besser vorstellen kann. Großes Kompliment auch an Deine Filmkünste und an die tollen Bilder. Das wird für Dich später ein wertvoller Schatz, denn leider bleibt nicht alles in Erinnerung hängen. Selbst komme ich gerade von einem 10 Tages-Tripp von Barcelona zurück und dort sind die Preise erheblich höher: 70,-€ für ein Einzelzimmer ohne Frühstück aber mit Waschbecken, WC und Dusche auf dem Flur. Dafür lag es super zentral und die Stadt ist auf jeden Fall sehenswert. Musste jetzt den Temperaturschock ertragen: Donnerstag noch am Strand gebadet und Samstag schafft es das Thermometer im kalten Germany gerade mal auf 11 Grad. Also weiterhin angenehmes schwitzen und viele schöne Eindrücke und Erlebnisse!!! Liebe Grüße Winni

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    1. Danke Winni,
      es macht einfach total Spaß, alles festzuhalten. Puh, Barcelona klingt ganz schön teuer, so im Vergleich zu Südostasien! Bezahle gerade einmal 10 USD für mein jetziges Hostelzimmer, und das Frühstück ist sogar inklusive. Ich hoffe du hast den Temperaturschock bei deiner Rückreise gut überstanden!
      Liebe Grüße, Lotti

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