#8 Battambang: Landluft, Fahrrad fahren und eine wilde Bootsfahrt

Nach meiner 12-stündigen Erkundungstour am ersten Tag in Battambang habe ich es die nächsten Tage etwas ruhiger angehen zu lassen. Ausschlafen, durch die Stadt spazieren und die Sonne auf der Dachterrasse genießen. Mit meinem Hotel habe ich einen echten Glücksgriff gelandet. Für gerade einmal 5 $ pro Nacht bin ich in einem Achter-Schlafsaal, habe ein riesiges Bett (die Matratze ist locker 1,20m breit) und der Pick-Up zum und vom Hotel ist inbegriffen. Und nicht zu vergessen das leckere Essen. Ich hatte hier meine ersten Spaghetti seit Wochen und die waren vorzüglich. Natürlich nicht im Ansatz italienisch, aber zumindest eine fantastische Abwechslung zu meinem Speiseplan der letzten Tage, welcher vorrangig aus Fried Rice und Fried Noodles bestand.

Mein Eindruck von Battambang: Immer noch der Wahnsinn. Es lohnt sich tatsächlich länger zu bleiben als lediglich eine Nacht. Mit Onno, einem Holländer aus meinem Hotel, habe ich am letzten Tag in Battambang Fahrräder ausgeliehen. Mountainbikes wären aufgrund der Straßenverhältnisse wahrscheinlich besser gewesen. Schlaglöchern und richtigen Schlammgruben – durch den vielen Regen der letzten Nächte – machten unsere Tour zu einem kleinen Hindernisparcours. In Schlangenlinien ging es am Sangker entlang Richtung Samraong Knong, einem Tempelkomplex, der während der Khmer Rouge Zeit als Gefängnis benutzt wurde. Direkt daneben liegt das Well of Shadows, eines von unzähligen Killing Fields in Kambodscha. Obwohl ich ja schon in Phnom Penh viel über das Rote Khmer Regime gelernt hatte, war das Well of Shadows trotzdem nicht uninteressant. Hier starben über 10.000 Menschen, was eine unvorstellbare Menge erscheint, gerade weil das Areal so klein ist.

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Von hier aus ging es weiter zum Battambang Airport. Obwohl der Flughafen noch voll funktionstüchtig ist, wurde der kommerzielle Betrieb hier schon vor einem Jahrzehnt eingestellt. Und so kann man hier zwischen Kühen auf der Landebahn entlang radeln. Das Allerbeste – wir waren hier tatsächlich die einzigen Touristen, und der Flughafen war die erste „Attraktion“ in der Stadt, bei der man keinen Eintritt zahlen musste.

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Am nächsten Tag ging es um halb sieben zum Bootsanlegesteg. Nachdem meine Nachtbusfahrt mir nicht allzu gut in Erinnerung geblieben ist, habe ich überlegt, für meine Reise nach Siem Reap ein anderes Transportmittel zu benutzten. Und wer fährt schon nicht gerne Boot?

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Obwohl mir gegenüber im Vorfeld sehr zwiespältige Meinungen geäußerten wurden, kann ich sieben Stunden später behaupten: Die 20 $ waren gut investiert. Die Fahrt ging vorbei an schwimmenden Dörfern, Fischerfamilien und einer wunderschönen Natur rund um den Tonle Sap – und das Abenteuergefühl kam natürlich auch nicht zu kurz. Teilweise war der Wasserweg so dicht bewachsen, dass wir durch dichtes Gestrüpp fahren mussten – und ich plötzlich mehrere Frösche auf meinem Sitzplatz begrüßen konnte. Ein weiterer Pluspunkt: Zum ersten Mal kamen wir pünktlich an (was mich ziemlich überrascht hat). Vielleicht sollte ich in Zukunft also öfter mal auf den Wasserweg umsteigen. Jetzt ist aber erst einmal eine Woche in Siem Reap angesagt, bevor ich für drei Tage nach Bangkok fliege, um eine gute Freundin aus Rotterdam zu besuchen.

bisbald

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