#7 Battambang: Reiswein, Fledermäuse und ein Zirkusabend

Wie viel kann man an einem Tag erleben?

Wenn man den richtigen Tuk Tuk Fahrer findet, so einiges.  Ehe ich mich’s versah, saß ich eine Stunde nach Ankunft in meinem Hotel in Battambang bereits mit zwei Französinnen auf der Rückbank eines Tuk Tuks. Das Ziel: Battambang erleben. Und da die beiden lediglich einen Tag in der Stadt verbringen wollten hieß das: Gas geben!

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Ich will euch nicht allzu sehr mit einem ausführlichen Ausflugsbericht langweilen, darum hier eine Kurzfassung der Stops, die wir tatsächlich an einem Tag abgearbeitet haben. Ein Dank geht hierbei an den Tuk Tuk Fahrer und seine fulminante Playlist, welche hervorragend über einstweilige Erschöpfungszustände hinweggeholfen hat.

Eine Notiz für die Zukunft: man sollte sich seine Expeditionsgefährten weise aussuchen und nicht auf den erstbesten Zug aufspringen. Die Quechua Französinnen (im Partneroutfit der Decathlon Eigenmarke) entpuppten sich leider schon nach kurzer Zeit als nicht sehr kommunikationsfreudig und, um es auf den Punkt zu bringen – unsere Wellenlängen waren meilenweit voneinander entfernt (wenn man das so sagen kann).

Aber nun zu unserer Tour: Da Battambang die drittgrößte Stadt Kambodschas ist, gibt es auch hier so einiges zu entdecken. Tempel, Tempel auf Bergen, Pagoden, Pagoden auf Bergen, Höhlen, Fledermäuse, Fledermäuse in Höhlen und natürlich ziemlich viele sitzende und liegende Buddhas. Dazu staubige Straßen, Hängebrücken, eine Architektur-Führung durch ein typisch kambodschanisches Haus (auf Stelzen), ein Weingut und ein Besuch im örtlichen Zirkus Phare Ponleu Selpak, der arme Kinder und Waisen zu Zirkusartisten ausbildet. Trotz Tuk Tuk Fahrt gab es einige Cardio-Einheiten (meine Tagesbilanz lag bei 77 Stockwerken und 12.372 Schritten) und unser vorletzte Halt führte uns gegen Nachmittag zum Phnom Sampov, auf den sagenhafte 1200 Stufen hochführen (laut Tuk Tuk Fahrer, ich habe nicht gezählt). Glücklicherweise waren die Quechua Französinnen zu diesem Zeitpunkt nicht mehr in Tagesbestform und lehnten den Treppengang dankend ab. Somit konnte ich ganz in Ruhe (und in Flipflops) den Aufstieg wagen – der Ausblick von oben hat die Schweißperlen definitiv wieder wettgemacht. Kambodscha ist einfach nur w-u-n-d-e-r-s-c-h-ö-n.

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Meine persönlichen Highlights (neben dem Zirkusabend, den Heiratsshootings am Wat Bay Damram und den endlosen Fledermausschwärmen am Bat Cave): Die Stops bei zwei Familien, welche Reispapier (für vietnamesische Frühlingsrollen) und Reiswein herstellen. Aus einem Kilogramm Reis kann man tatsächlich einen Liter Reiswein herstellen. Mit einem Alkoholgehalt von 40% hat der ganz schön Wumms – und ist mit einem Dollar pro Liter wahnsinnig günstig. Geschmacklich war es nicht so mein Fall, aber der Tuk Tuk Fahrer meinte, dass der Reiswein oft mit Cola gemischt wird. In Preg Sway hatte ich übrigens auch schon eine Reisweinherstellung besichtigt, aber hier in Battambang erschien es doch ein wenig professioneller. Hier gab es den Reiswein sogar auch verfeinert mit eingelegten Schlangen – welchen ich bei der Kostprobe dankend abgelehnt habe.

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Battambang ist tatsächlich eine wunderschöne, ländliche Stadt. Keine Hochhäuser, kein anstrengender Verkehr und Reisfelder, soweit man Blicken kann. Und vor allem: kaum Touristen. Vielleicht kann ich es deshalb kaum erwarten, die Stadt in den nächsten zwei Tagen auf eigene Faust (mit dem Fahrrad) zu erkunden.

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