#1 Hong Kong: Habe ich Tuberkulose?

Nach 3 Flügen und 18 Stunden habe ich meine erste Destination erreicht: Hong Kong!

Sai Ying Pun

Die ersten Stunden in meiner alten Heimat waren leider nicht der absolute Knaller. Ich hatte Hunger (auf dem letzen Flug gab es leider total trockene Käsenudeln als Abendessen und lediglich einen Muffin als Frühstück) und war zudem unfassbar müde (weil es im Flieger trotz drei extra Decken, Mütze und Wollsocken so kalt war dass man nicht schlafen konnte). Mein 25 kg Gepäck steigerte meine Stimmung beim Verlassen des Flughafens auch nicht unbedingt. Eine Busfahrt, 3 Metrostationen und ein halbstündiger Suchlauf zu den Gepäckschließfächern war ich zumindest 18 kg los und um die Erkenntnis reicher, auf dem Rückweg zum Flughafen nicht am Komfort zu sparen und den Airport Express zu nehmen (der nur 24 Minuten bis ins Zentrum braucht, dafür aber das Doppelte kostet). Auch in Zukunft sollte ich besser als allererstes auf meinen Hunger hören, bevor ich wie eine Schildkröte bepanzert durch die Weltgeschichte laufe.

Nach einem lebensrettenden Mittagessen und einem Kaffee ging es für mich dann direkt weiter zur Gesundheitsuntersuchung. Für alle die es noch mitbekommen haben: letzen Mittwoch hatte ich eine Mail vom australischen Immigrationsministerium erhalten, dass ich (wegen meines halben Jahrs in Hong Kong in 2016) einen speziellen Tuberkulose-Test machen muss. Leichter gesagt als getan, denn in Deutschland gibt es gerade mal zwei Städte in denen man diesen Test machen kann. Da Berlin und Frankfurt nicht gerade mit dem Fahrrad zu erreichen sind, erschien Hong Kong als gute Ausweichmöglichkeit.

Queen's Road West (hier wohnt Eve)

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Nach 18 Stunden Reisezeit gibt es sicherlich schönere Dinge, die man unternehmen kann. Nichtsdestotrotz bin ich voller Erwartungen in die Praxis gelaufen – schließlich ging es hier um mein Australien Visum.  Und ich wurde nicht enttäuscht: Für meine 1350 Hong Kong Dollar bekam ich einiges geboten. Abgesehen vom Röntgen meiner Lunge wurde mein BMI und Blutdruck gemessen, ich hatte mehrere Augen- und Ohrentests, musste eine Urinprobe abgeben und mein ganzer Körper wurde abgetastet und abgehört. Zusammen mit einem wunderschönen OP Kleid, Strickcardigan und Identitätsarmband (welches tatsächlich vor jedem Test gescannt wurde) habe ich mich zudem auch als richtige Patientin gefühlt.

Um euch nicht weiter auf die Folter zu spannen: Ich habe natürlich keine Tuberkulose. Gleich am nächsten Morgen lag mein Australien Visum nämlich im E-Mail Postfach. Dafür weiß die australische Immigrationsbehörde jetzt so gut wie alles über meinen gesundheitliche Verfassung und die Praxis in Central ist um 150 Euro reicher. Und ich war ziemlich erstaunt, wie schnell ich das Visum in der Tasche hatte. Wahrscheinlich waren die Visa-Beamten einfach total geflasht in was für einem Top-Zustand ich mich befinde.

Mehr Top-Stories gibt es dann aber auch nicht über meine ersten drei Tage in der alten Heimat zu erzählen. Meine alte Mitbewohnerin Eve hat mich sehr gut aufgenommen, wir gehen jeden Tag lecker Essen und bis auf ein paar Monsun-Schauer heute war das Wetter bislang super. Ich habe noch keine Erkältung von den Klimaanlagen bekommen, dafür ist mein Jetlag omnipräsent. Die Stadt ist immer noch wunderschön und morgen geht es (wenn das Wetter sich wieder etwas beruhigt hat) zum Campen an den Strand nach Sai Kung. Montag ist dann Mid-Autumn Festival (Mittherbstfest) für welches das Zentrum schon wunderschön geschmückt wurde. Laut Eves Beschreibung wird es ein Mix aus chinesischem Neujahrsfest (mit Drachentänzern auf der Straße) und deutschem Sankt Martins Umzug (mit ganz vielen Laternen). Freut euch also auf neue Fotos und Eindrücke!

Hollywood Road ParkQueen's Road West

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